Illusion der Superkräfte

Wir wechseln den Ankerplatz hin und her zwischen der Ensenada Sun Bay und dem direkt vor dem Malecón von Esperanza gelegenen Puerto Real (der aber in der Realität kein Hafen, sondern nur ein halbwegs von den Inseln Cayo de Real und Cayo de Tierra geschützter Ankerplatz ist. Halbwegs, weil die Windsee sich hier eben doch deutlich mehr aufbaut als am palmenbestandenen Sandstrand im Osten der Sun Bay.

Der bietet quasi die Fototapete für Langfahrtsegler, als wir mit den Crews der La Rive Nord, der Honu Kai, der Flora und der gerade eingetroffenen Easy-One den Sundowner am Strand genießen, gleichzeitig eine doppelte Vorgeburtstagsfeier (Andrea und Chuck).

Es zieht uns trotzdem immer mal wieder hinüber nach Esperanza, was daran liegt, dass die in der Seekarte noch eingezeichnete frühere Dinghypassage nördlich von Cayo de Tierra versandet und nicht mehr passierbar ist. Außen rum ist es mit dem Dinghy aber zu weit und die Wellen sind mit etwa 1,5 m auch zu hoch.

Und was reizt an Esperanza? Das kleine Örtchen mit gut 1.000 Einwohnern hat drei Supermärktchen, zudem einige gute Restaurants an der Uferpromenadenstraße (die sich ebenso stolz Malecón nennt wie der viel bekanntere Vetter im kubanischen Havanna).

Wir freuen uns mächtig, dass es Andrea und Ingo mit der Easy-One es noch rechtzeitig von Curaçao hier her geschafft haben, damit wir wie im letzten Jahr (damals auf Guadeloupe) gemeinsam den Geburtstag von Andrea feiern können.

Erstmal geht’s in eins der Restaurants am Malecón. Man hat Platz für uns vier, wir bekommen einen Sechsertisch zugewiesen. Der ist zwar voll bestuhlt, aber wir werden ein paar mal am Tisch zum Umsetzen aufgefordert, bis die Abstände zu den Nachbarn stimmen. Typisch karibisch laufen Hühner im Restaurant zwischen unseren Füßen herum, auch noch nachdem das bestellte Chicken Mofongo auf dem Tisch steht. Mofongo ist das Nationalgericht in Puerto Rico, ein Püree aus frittierten und dann gestampften grünen Kochbananen mit Knoblauch und Öl und Chicharrón (gebratene Schweineschwarte oder Grieben). Und es ist LECKER 😋.

Der eigentliche Kracher des Geburtstags aber kommt danach. Wir haben eine Tour mit Glasboden-Kajaks in der Mosquito Bay gebucht. Am Ende des Malecón werden wir in der Dämmerung eingesammelt, mit einem Kleinbus mit Plastikplanen zwischen den Sitzreihen geht’s über holperige Feldwege zu der flachen Mangrovenbucht.

Es ist Neumond und die Mosquito Bay hält den Weltrekord in der Lichttintensität bioluminiszenter Buchten. Als wir in die Kajaks steigen ist es fast ganz dunkel und mit jedem Paddelschlag hinaus in die Bucht wird das Leuchten intensiver. Das eintauchende Paddel, das unter dem Glasboden dahinziehende Wasser, das Kielwasser der anderen Kajaks, vorbeiziehende oder gar springende Fische, alles leuchtet zunehmend heller.

Die ins Wasser gehaltene Hand scheint Lichtblitze zu versprühen, wie im Comic gehen von ihrem dunklen Umriss gleißende Reflexe aus, hebt man sie wassergefüllt vor die Augen blinken mit dem herausrinnenden Nass immer noch sternengleiche Punkte in ihr.

Wir kennen Bioluminiszenz von einigen Ozeanpassagen. Das Wasser der Bugwelle funkelt dann an der Bordwand entlang, manchmal blitzt es selbst im Spülwasser des WC im Dunkeln. Aber in dieser Intensität haben wir es noch nie gesehen, nicht mal annähernd.

Wow. Und – na klar – eigentlich leuchten weder die Wellen noch meine Hand. Plankton, mikroskopisch kleine Einzeller (Dinoflagellate) sorgen mit einem biochemischen Prozess für unsere Lightshow. Sie fühlen sich am wohlsten in flachen, warmen, von Mangroven gesäumten Salzwasserbuchten ohne großen Wasseraustausch.

Keine Heldenkräfte in meiner Hand. Aber was die Natur Einzeller so alles schaffen lässt ist dann doch super.

Mosquito Bay zieht sich mittig fast bis zum linken Bildrand und hat nur einen schmalen Durchfluss ins offene Meer. Im Vordergrund Flora und Easy-One.

Schneeflocken?

Selbst wenn es in Deutschland WIRKLICH RICHTIG WINTER ist, natürlich gibt’s hier in der Karibik keine Schneeflocken, oder?

Na gut, es sieht nur ähnlich aus. Aber es ist genau so spannend in der manchmal ausgeprägten Symmetrie und zugleich intensiven Formenvielfalt wie bei den sternförmigen Eiskristallen. Vielleicht sogar noch interessanter.

Denn das was wir am zumeist sandigen Boden der engen bachähnlichen gewundenen Wasserwege durch das Mangrovendickicht am Ufer der Ensenada Honda sehen, sind eigentlich Quallen. Nur das diese Nesseltiere ganz artuntypisch nicht mit der Strömung herumtreiben, sondern sich ziemlich dauerhaft am Boden dieser Meer- oder Brackwasserarme festsetzen. Noch dazu mit den Tentakeln nach oben, sozusagen verkehrt herum.

“Upside down jellyfish“ werden sie deshalb auf Englisch genannt, Mangrovenquallen wegen ihres Hauptverbreitungsgebietes auf deutsch. Richtig dramatisch ist diese Art der Schirmquallen für die Menschen nicht, normalerweise lösen sie höchstens ein leichtes Hautjucken aus. Egal, wir gehen angesichts der Vielzahl dieser Tiere hier in Ufernähe lieber nicht ins Wasser, schließlich soll die Cassiopea (so heißt diese Quallenart mit wissenschaflichem Namen) ihre nesselnden Zellen auch ins freie Wasser entlassen können, ohne Verbindung zu den Nesselfäden. Wunderschön anzusehen sind sie aber trotzdem.

Wir finden sie auf unserem Dinghyausflug auch überall am Ufer der Mangrovenbuchten und besonders weit verbreitet in dem runden, fast vollständig von Mangroven eingeschlossenen “Teich” mit dem moorig dunklen Boden. So häufig und in so großen Gruppen, dass man sie mit ihren hellen nach oben zeigenden Seiten leicht für Sandflecken halten könnte.

Für uns heißt es jetzt aber Abschied nehmen von der super geschützten Ensenada Honda, wir wollen weiter nach Westen in Richtung des Ortes Esperanza, in die Sun Bay. Hoffentlich trägt sie ihren Namen zu recht, den auf dem Weg dorthin werden wir von einigen regenintensiven Squalls begleitet.

Aber: heute wollen Andrea und Ingo mit ihrer „Easy-One“ dort eintreffen, die von Curaçao hier hinauf nach Puerto Rico gesegelt sind. Wir freuen uns riesig, die beiden endlich wieder zu sehen.

Es geht rund

Rund Culebra zunächst mal. Wir verlassen unsere wunderbare Bahia Tortuga auf Culebrita, allerdings nicht ohne vorher noch einmal einen Spaziergang über den Strand hin zu den „Pools“ am Montecito Primero zu machen. Die felsige Nordspitze der Insel wird hier von immer mal wieder durch die Brocken flutenden Wellen quasi abgeschnitten. Dabei bilden sich mehrere Pools, teils ganz ruhig, teils echte Wellenbäder.

Von einem Sitzbad nehmen wir aber Abstand, fast überall unter Wasser machen sich kleine Seeigel breit.

Statt dessen werden endlich mal wieder die Segel gesetzt und wir folgen der amerikanischen „Honu Kai“. René und Carole geben uns vor dem Auslaufen noch Tips für die Weiterfahrt. Wir können uns bald dafür revanchieren, denn nachdem wir die Westspitze von Culebra runden, sehen wir sie an der Boje am Punto Tamarinde. Wir sind schon fast vorbei, als uns auffällt, dass Carole etwas ratlos mit dem Bootshaken unter dem Boot stochert und wir die Boje nicht sehen.

Tatsächlich kann ich den beiden schnorchelnd helfen, wieder freizukommen und neu an der Boje festzumachen. Uns ist es hier aber zu rollig und so gehen wir wieder ankerauf, umrunden auch die Südspitze von Culebra und ankern letztlich in der Bahía de Almodóvar, wieder wunderbar geschützt von dem vorgelagerten breiten Riff. Die Oroboro von Yuka und Francesco ist schon da, die beiden kiten. Kurz nach uns laufen Kim und Chuck mit der La Rive Nord ein. Ansonsten finden jetzt am Wochenende allerdings auch einige Motoryachten von der Ostküste Puerto Ricos hier herüber. Sie machen alle – für uns ungewohnt – mit Heckanker in Richtung Riff (also zum Wind) und Buganker in Richtung Bucht fest. Voll ist es übrigens trotzdem nicht, sogar ein paar Moorings sind noch frei.

Die Einfahrt ist allerdings ein bisschen verwirrend, weil die im nächsten Bild links am Bildrand liegende „Insel“ zwar auf der Navionics-Karte als solche eingezeichnet ist, jedoch vollständig versunken und nur in der Luftaufnahme oder mit der Sonne im Rücken, aber im Gegenlicht eben nicht leicht zu erkennen ist.

Das wir von hier nach nur zwei Nächten weiterfahren liegt an unseren zu füllenden Tauchflaschen. Und so ankern wir an der Punta Melones westlich des Ortes Culebra, verfrachten die Tauchflaschen ins Dinghy und ich düse in den Ort. Wir sind allerdings offenbar inzwischen so tiefenentspannt, dass wir ein kleines Detail übersehen haben: heute ist Sonntag. Oops 😬. Also unverrichteter Dinge zurück. Na gut, dann können wir auch nochmal verholen, es steht doch einiger Schwell auf unseren Ankerplatz.

Vielleicht ist es drüben in der Cayo de Luis Peña auf der gleichnamigen unbewohnten Insel besser? Wir tasten uns durch die Riffeinfahrt, aber hier steht trotz des Riffs zu viel Windsee hinein. Nächster Versuch: immer noch Luis Peña, nur um dessen Ostecke herum in Lana‘s Cove. O.k., da bleiben wir, allein an einer Boje vor dem Sandstrand, an dem sich auch wieder ein paar Palmen finden. Kann man sich dran gewöhnen.

Obwohl, Florecita muss noch mal ran. Ein kleines Motorboot torkelt in die Bucht, offensichtlich kaum zu manövrieren. Miguel geht bei uns längsseits und versucht einen Schlepp zurück nach Culebra zu organisieren, aber das erweist sich zur vorgerückten Stunde am Sonntag als schwierig. Es droht, dunkel zu werden, also bieten wir an ihn hinüberzuschleppen. Miguel nimmt sichtlich erleichtert an, aber als wir Flora klarmachen meint er, ich solle ihn lieber mit dem Dinghy schleppen. Tatsächlich bekomme ich ihn (mit geriggtem Hahnepot) und unserem 20 PS Außenborder trotz der zwischen den Inseln stehenden Welle ganz gut hinüber geschleppt. Mit Flora hätten wir auch nicht durch den Kanal fahren können sondern ganz außen herum in die Ensenada Honda (die Große Bucht auf der anderen Seite des Ortes) gemusst. Selbst so komme ich im Dunkeln zurück auf Flora an.

Hinterm Riff

Noch ein paar kleine Einkäufe im Ort Culebra (essentials: Milch, Eis für Cocktails. Obwohl, der kleine Supermarkt, der auf Klopfen öffnet und immer nur maximal drei Kunden einlässt, zudem angenehm peinlich darauf achtet, dass diese sich zuvor die Hände gewaschen haben und dann zusätzlich auch desinfizieren, er bietet drinnen ein weit besseres Sortiment als man von draußen vermuten würde.

Unter dem Wahrzeichen des Ortes, der inzwischen nicht mehr zu öffnenden rot-weißen ehemaligen Hubbrücke über den Kanal hindurch geht es mit dem Dinghy dann nochmal zum Towndock, dass zugleich als Dinghydock fungiert, aber auch einigen Sparfüchsen als Dauerliegeplatz für ihre Boote dient, kassiert wird nämlich nicht. Wir ergattern frischen Thunfisch beim Fischer, als er seine Kühlboxen auf den Dorfplatz schleift werden wir neugierig.

Die Restaurants und Cafés im Ort haben covidbedingt (max 30 % der Kapazität erlaubt) nur sporadisch auf oder sind vorübergehend ganz geschlossen. Schade, die sympathisch gemalten Werbungen auf der Wand an der Straße machen eigentlich Lust darauf. Manchmal findet man ein offenes Restaurant, am nächsten Tag hat vielleicht ein anderes auf, vielleicht auch nicht.

Na gut, aber dann müssen wir nicht hier vor dem Ort liegen, zumal die Bojen in dem Anker- und Bojenfelder hinter dem Riff kostenlos und gut in Schuss sind. Dann verholen wir lieber hinter das Riff in der Einfahrt der Bucht von Culebra. Das Wasser ist dort natürlich klarer, das Schnorcheln im Pass ist denn auch ganz fein.

Und der Liegeplatz selbst ist einfach klasse. Außerdem liegen hier noch die Valentin (wo wir gleich zu Kaffee und Kuchen eingeladen werden) und die La Rive Nord (Sundowner). Wir sind alle frisch getestet für die Einreise hier nach Puerto Rico, da blüht das Segler-Sozialleben gleich auf 😉.

Carlisle Bay, Antigua

Was für ein Unterschied zum wuseligen, bei Megayachten beliebten und ziemlich weitläufigen Falmouth mit all seinen Serviceangeboten, Restaurants und Kneipen. Die drei Seemeilen weiter westlich an der zerklüfteten Südküste von Antigua gelegene Carlisle Bay bietet davon fast nichts, dafür aber einen ebenfalls gut geschützten Ankerplatz zwischen den sich eng an die deutlich kleinere Bucht schmiegenden grünen und steilen Hügeln. Insbesondere auf dem Stück zwischen den beiden Buchten vom Fisher Hill bei der Carlisle Bay bis hinüber zum Nook Hill vor Falmouth findet sich auch fast keine Bebauung, die steilen Flanken sind zumeist straßenlos und nur von wenigen Wegen durchzogen. Autos müssen den Umweg über den (schönen) Fig Tree Drive durch das Inselinnere nehmen.

Die wunderschöne Südküste von Antigua: links hinter dem Kap liegt die Carlisle Bay, ganz rechts am Bildrand Falmouth

Ein Weg aber soll von unserem Ankerplatz aus hinüber über die Hügel zum Strand hinter den Riffen führen. Wir landen mit dem Dinghy am Jetty des Hotels an, fragen freundlich und dürfen das Beiboot dort festmachen. Also wandern wir los, zunächst durch das kleine Örtchen mit unfassbar vielen ausgeschlachteten Autos am Straßenrand. Nach etwa einem Kilometer biegt ein Feldweg ab und erstmals überhaupt auf Antigua spazieren wir durch so etwa wie Plantagen. Kein industrieller Anbau, eher dürften es kleine bäuerliche Betriebe sein, die hier in der Ebene hinter dem erstaunlich weitreichenden Mangrovenfeuchtgebiet vor allem Bananenstauden und große alte Mangobäume bewirtschaften, auch Zuckerrohr und Papaya ist zu sehen.

Als wir die Mangroven hinter uns lassen steigt das Gelände an, wird sofort merklich trockener und es findet auch kein Anbau mehr statt. Dornengestrüpp und vereinzelt auch Kakteen säumen den jetzt trockenen Weg. Immerhin, es bleibt ein Weg bis knapp hinter die Passhöhe, dann ist auch dieser Luxus vorbei. Ein Pfad führt jetzt durch die Dornen.

Bis kurz vor dem Meer gut zu finden, die letzten paar hundert Meter eher dem Geräusch der Brandung nach durchs Dickicht. Aber auch das klappt und so können wir an unserem Privatstrand (am ganzen Tag wird uns auf der Wanderung niemand begegnen) unsere Rast einlegen und einen Segler beobachten, der hinter dem Riff um das Kap herumzirkelt.

Auf dem Rückweg finden wir durch Zufall kurz hinter dem Pass einen mit roten Bändern markierten aber bisher nirgends eingezeichneten Wanderpfad, der steil den Hang hinaufführt. Lassen wir uns natürlich nicht entgehen, und es wird ein echtes Highlight, im wahren Wortsinn, denn es geht an überwucherten Ruinen englischer Festungsgebäude vorbei bis auf den Gipfel des Fisher Hill hinauf, mit traumhaften Aussichten an der Küste entlang bis Falmouth und zur anderen Seite auf unseren Ankerplatz. Die Drohne fängt sogar beides zugleich ein.

Vom Großen zum Kleinen: selbst hier oben auf dem Berg finden sich noch Einsiedlerkrebse. Dem hier ist sein Schneckengehäuse schon etwas klein geworden, er kann es nicht mehr mit seiner einseitig großen Schere verschließen, einige Beine schauen immer noch mit hinaus.

Da wird wohl demnächst ein Umzug fällig. Bei uns auch, trotz der schönen Carlisle Bay. Wenn die Teile für den Wassermacher komplett da sind, wollen wir nach St. Martin aufbrechen. Aber bis dahin genießen wir Antigua. Den Rückweg können wir übrigens zum Glück noch deutlich abkürzen, indem wir die Verbindung der Mangroven zum Meer durchwaten, gut 8 km sind es trotzdem auf dem abwechslungsreichsten Hike, den wir auf Antigua und Barbuda bisher gemacht haben.

Und hier einfach noch ein paar Eindrücke von dem Ankerplatz und der Gegend:

Sinnvolles auf Antigua

Keine großen Änderungen, wir warten noch auf die Wassermacherteile. Immerhin: Julien von Watermaker Services hat den eigentlichen Übeltäter (den zugerosteten gewinkelten Fitting) ersetzt, ebenso einen Endstopfen des Rohrs der Mebran, der durch den Überdruck scheinbar einen Haarriss bekommen hat.

Den Wassermacher habe ich jetzt testweise wieder eingebaut, er funktioniert und leckt nicht. Allerdings muss der (rostende) Fitting zwischen Hochdruckpumpe und Membran noch getauscht werden, der sollte Anfang nächster Woche eintreffen. Wir werden dann auch die Membran tauschen, vorsorglich wegen der sich auch dort absetzenden Rostteilchen sowie des entstandenen Überdrucks und weil die alte Membran ohnehin kurz vor dem Ende der empfohlenen Einbauzeit (5 bis 7 Jahre) ist. Lieber ein bisschen vor der Zeit als demnächst in vielleicht unpassender Gegend danach suchen zu müssen. Jedenfalls muss ich Membrangehäuse und Schläuche dazu nochmal aus- und dann wieder einbauen.

Die Wartezeit auf die Teile nutzen wir bei etwas durchwachsenem Wetter für einen weiteren Hike hier auf Antigua. Die vom Pigeon Beach gar nicht weit entfernte Windward Bay sah im Vorbeisegeln verlockend aus, ihr möchten wir gerne einen Besuch abstatten. Wiebkes Hiking-App „Komoot“ weist auch einen Pfad dahin aus, aber schon bevor er von der Straße abgehen soll, versperrt uns eine Schranke den Weg. Hier scheint es nur Privatresidenzen zu geben. Wir nehmen nochmal den Middelground Trail zwischen Falmouth und English, den wir schon ein paar Mal gewandert sind. Wie so oft begegnen uns einige wilde Ziegen, derzeit häufig mit Lämmern. Es ist schon erstaunlich, wie genüsslich sie die Blätter von dem stacheligen niedrigen Dornenbuschwerk abzupfen.

Anders als sonst biegen wir diesmal aber nahe des höchsten Punktes ab in Richtung des Anwesens auf der Südspitze des Middelground. Direkt vor der Umzäunung des Anwesens führt dann ein Pfad zum Kliff am Snapper Point, dem südlich der Einfahrt zu English Harbour gelegenen Kap.

Erosion oder die Wellen früherer Zeiten haben hier in heute luftiger Höhe über dem Wasser höhlenartige Einbuchtungen und Überstände geschaffen, die heute wohl hauptsächlich noch den Ziegen als Wetterschutz dienen, ihre zahlreichen Hinterlassenschaften deuten jedenfalls darauf hin.

Auf dem felsigen Grund des Kliffs finden sich viele Kakteen, und nicht nur die Ziegen scheinen stachelresistent zu sein. Kleine und unglaublich flinke Eidechsen klettern auf ihnen herum, als wären die Dornen Steighilfen.

Ich kann mich zwar kaum sattsehen, aber irgendwann kehren wir Snapper Point doch den Rücken zu und finden hinter dem Anwesen tatsächlich auch einen Weg hinunter zum Strand in der Windward Bay. Der erweist sich allerdings als wenig badetauglich, ein felsiges Riff beginnt unmittelbar an der Wasserlinie und zieht sich den ganzen Strand entlang. Keine Chance für den in der Bucht ankernden Dreimaster, hier mit seinem Dinghy anzulanden. Aber immerhin können sie vielleicht den Schnorchel-Lehrpfad nutzen, auf dessen 12 Stationen auf dem Riff ein Schild am Strand hinweist.

Am Abend gibt’s für uns gemeinsam mit der Crew der „escape“ ein superleckeres Essen im unbedingt empfehlenswerten wenn auch höherpreisigen „5 Senses“ in Falmouth. Küche und Bar und Location sind top. Nicht die „Pre-Hispanic-Soup“ entgehen lassen, sie spricht wirklich alle Sinne an!

Heute morgen sollte der Wecker auf halb sieben stehen. Die ersten Ruderer der Talisker-Atlantic-Challange werden ankommen und wir wollen sie begrüßen. Aber dazu kommt es nicht, die beiden haben sich nochmal ordentlich in die Riemen gelegt und laufen schon gegen 5 Uhr im Dunkeln in English Harbour ein, nach über 2.700 sm Rudern von San Sebastián auf La Gomera. Neue Rekordzeit für den Zweier „Row4Cancer“ mit Mark Slats und Kai Wiedmer: 32 Tage, 22 Stunden und 13 Minuten. Unfassbar! In den nächsten Tagen (und Wochen) werden noch weitere Teilnehmer im Ziel erwartet, vielleicht bekommen wir ja einen anderen Zieleinlauf mit.

Aber erstmal entscheiden wir uns für einen Ortswechsel. Knappe vier Meilen geht es weiter in die gegenüber Falmouth doch deutlich kleinere und ruhigere Carlisle Bay, die uns im letzten Frühjahr während des Lockdown schon so gut gefallen hatte. Kein einziges AIS-Signal zeigt sich da derzeit, das ist doch quasi eine Einladung. Und tatsächlich, als wir um die Ecke biegen ist die Carlisle Bay tatsächlich völlig leer. Wir fahren weit hinein und lassen den Anker fallen. Lediglich ein Strandkat vom Hotel im Scheitel der Bucht dreht seine Runden. Horizontal und vertikal, aber kentern gehört zum Strandkat-Üben ja nunmal dazu.

Aber während ich die Drohne startklar mache, kommen doch noch ein paar weitere Boote dazu, am Nachmittag auch die Tairua mit Ute und Russ, die wir schon in Barbuda und hier auf Antigua in Falmouth getroffen haben. Fein, dann können wir unseren frischgebackenen Kuchen ja doch wieder in netter Gesellschaft verputzen.

Lazy days in Falmouth

Die Bootsarbeit ruht und wir mit ihr. Wir warten auf Teile für den Wassermacher, aber die muss Julian in Trinidad bestellen. Soll eine Woche dauern, mal sehen.

Es ist ein bisschen irritierend, aber aus unerfindlichen Gründen hat jemand beim Einbau des Watermakers (für den Vorbesitzer der Flora, wahrscheinlich weil der Monteur nicht auf die Teile aus Trinidad warten wollte 😡) nicht die Original Edelstahlfittinge verwendet, sondern an jeweils einem Ende der beiden Hochdruckschläuche einen einfachen Stahlfitting. Der zum Bedienpanel führende Hochdruckschlauch weist hinter dem Panel verborgen dann an dem 90-Grad Stahlfitting gleich noch einen zweiten 90-Grad-Winkel auf, diesmal zur Abwechslung aus Bronze. Nicht gut.

Rückseite des Wassermacher-Bedienpanels

Eines der Stahlfittinge ist zugerostet, der Druck hat sich dann eben einen anderen Weg raus gesucht. Die Membran hat es wohl auch erledigt, aber die hätte ohnehin demnächst getauscht werden müssen.

Also warten wir halt auf die Teile, auch das gehört zum Langfahrtsegeln typischerweise dazu. Ist auch nicht weiter wild, es ist ja schön hier auf Antigua und es treibt uns derzeit kein Jahreszeitenwechsel und keine drohende Starkwindsaison. Im Gegenteil, die BVI als eines der nächsten potentiellen Ziele sind ohnehin noch dicht, die werden wir also auslassen müssen.

Warten wollen wir aber nicht weiter im Hafen und so verholen wir an einen Ankerplatz. Allerdings nicht ohne noch einen herrlichen Hike vom Galleon Beach über den Carpenter Trail und weiter bis zum „The Blockhouse“ zu machen, alten Festungsanlagen der Engländer oben auf der Steilküste an der Südspitze der Insel.

Am nächsten Morgen geht es dann aber von der Antigua Slipway Marina (wo wir noch unseren 600 Liter Wassertank vollgetankt haben) um die Ecke nach Falmouth Harbour und dort ankern wir vor Pigeon Beach. Die „escape“ ist schon da und wir entdecken noch einige weitere Salty Dawgs und ein paar andere bekannte Schiffe.

Das Wasser ist dieses Mal klarer als wir es bisher bei unseren Besuchen hatten und so paddeln wir mit den SUPs zum vorgelagerten Riff und Schnorcheln dort ausgiebig. Abends dann treffen wir in der Strandbar „Catherine‘s Café“ Annemarie und Volker.

Und heute: ausschlafen (ist ja Wochenende), schwimmen, ein bisschen am Unterwasserschiff schrubben, im Internet stöbern und versuchen, den Sturm auf das Kapitol und den restlichen Trump-Wahnsinn zu verarbeiten, die von Jutta geteilten „um die Ecke gedacht“-Zeiträtsel lösen, Brot backen, Drohne fliegen (kleines Video HIER), Hängematte, lecker kochen.

Und auf Flora den faulen Tag genießen 😌.

Bootsarbeiten auch im neuen Jahr

Schön reingefeiert noch bei Great Bird Island, auch das Wochenende haben wir noch dort verbracht. Aber dann schnell zurück nach English Harbour, ewig können wir mit dem defekten Watermaker nicht rumfahren, denn wir können ihn ja weder benutzen noch spülen. Ein Anruf bei dem allseits empfohlenen „Watermaker Services“ in Falmouth Harbour ergab kurz vor Weihnachten noch auf Barbuda, das Julian sich gleich Anfang Januar darum kümmern würde. Frischwasser war übrigens während dieser Zeit kein Problem, obwohl wir ja vor Anker lagen. Die vielgerühmte (und manchmal nur noch der guten alten Zeit zugeschriebene) Solidarität unter Seglern funktioniert weiterhin: gleich drei Boote bieten uns an, uns Wasser abzugeben und dafür ihren Watermaker extra länger laufen zu lassen. Wir leihen uns von der Gerty zwei große 20 Liter Trinkwasserkanister und füllen sie auf der SY escape dreimal auf, außerdem auch unsere Wasserflaschen. Die Kanister werden in unseren Trinkwasservoratstank geschüttet, auch das Dusch- Koch- Abwasch und Waschwasser weist somit einige Reserven auf.

(Das Foto hat Annemarie von der SY escape gemacht.)

Wir müssen aber ohnehin zurück nach English Harbour, denn außerdem sollte unser Radar (laut Sendungsverfolgung terminiert) Ende dieser Woche repariert wieder hier eintreffen. Das Magnetron musste getauscht werden, nicht ganz billig, aber wenn das Radar es noch ein paar Jahre tut lohnt es sich trotzdem.

Den schmalen Bird Islet Channel kennen wir ja schon, wie beim letzten Mal bereiten wir uns Luftbildern mit Google (und Bing), importiert in Ovitalmap, zusätzlich vor. Außerdem haben wir ja unseren Track von der vorigen Passage.

Und so wird es tatsächlich deutlich einfacher und erheblich weniger nervenaufreibend. Danach folgt etwas Am-Wind-Segeln, bevor wir hinter Green Island auf einen Vormwindkurs abfallen können. In English ankern wir zunächst in der Freeman’s Bay, die allerdings ganz gut gefüllt ist.

Ich baue das Membrangehäuse des Watermakers aus und bringe es per Dinghy und dann zu Fuß an der Straße entlang zu Julian. Sieht vermutlich ein bisschen nach Bazooka aus, wie ich das schwarze Rohr so auf der Schulter trage, aber nur einmal bekomme ich zugerufen „Oh, it’s a Watermaker, isn’t it?“

Am zweiten Abend ist der Wind weg und es kommt, wie es in der Freeman’s Bay dann immer kommt: die Boote treiben in den umlaufenden Strömungen wild durcheinander. Die Boote, denen wir bisher ziemlich nahe waren treiben von uns weg, aber unser Steuerbordnachbar, vor dem wir bisher sicher durchgeschwenkt sind, kommt unserem Bugspriet plötzlich mit seinem Heck (!) ganz nahe. Zu nah. Es ist zwar schon dunkel, aber wir gehen trotzdem ankerauf. Ein Versuch, neu zu ankern bring uns zu weit ins Fahrwasser. O.k., gehen wir eben weiter in die Bucht hinein und machen bei Antigua Slipway fest. Gute Wahl, nicht nur weil es im Dunkel prima klappt, sondern auch, weil am nächsten Tag (heute) überraschen unser Radar schon da ist und hier gleich montiert werden kann. An den Ankerplatz wäre Monteur Cap vom „Signal Locker“ ohnehin nicht hinausgekommen.

Die Wiederinstallation ist problemlos, die Inbetriebnahme aber nicht. Der Plotter erkennt trotz mehrerer Neustarts das Radar nicht. Es dauert etwas bis wir darauf kommen, das es softwareseitig im Plotter neu ausgewählt werden muss, dann aber haut es hin. Geht doch!

Nicht so aber beim Watermaker, ich werde gebeten ihn abzuholen und im Boot noch mal zu testen, für die Anschlüsse ist die Testbank leider nicht ausgerüstet. Also (dinghy und) laufe ich hin, nur um dort zu erfahren, dass er mit den Druckschläuchen sehr wohl getestet werden könne. Der Watermaker bleibt da, ein neuer Gang dann mit den Hochdruckschläuchen, für deren Ausbau wir aber natürlich wieder unsere Achterkoje auf den Kopf stellen mussten. Hm. Ergebnis dann vielleicht morgen.

Ein Erfolgserlebnis gibt’s aber trotzdem noch: die Steuerbord-LED-Buglaterne, die gestern Nacht ihren Dienst verweigerte, bekomme ich mit einer neuen Kabelverbindung wieder zum Leuchten.

Außerdem ist das Boot mit Frischwasser gespült, Wasser- und Dieseltank sind gefüllt und per Landstrom sind auch die Batterien wieder voll (wobei das vor Anker durch den Windgenerator in Verbindung mit den Solarzellen auch wunderbar funktioniert hat).

Eingekauft hat Wiebke auch und überhaupt fühlt es sich gut an, mal wieder in „English“ zu sein.

In ein neues Jahr mit Walen auf dem Tisch

Der Ankerplatz hier in hinter Great Bird Island auf Antigua ist wirklich traumhaft.

Trotzdem: anders als ursprünglich gedacht können wir den letzten Sonnenuntergang des Jahres doch nicht mit einem Abgrillen am Strand der Insel begehen, dafür kachelt es einfach zu sehr. Immerhin, für einen Nachmittagsgang durch die Inselsenke vom Südstrand hinüber zum Nordstrand in der Windy Cove reicht es. Gemeinsam mit Annemarie und Volker können wir die auf der Flutlinie wellenumspült und verlassen im Sand stehenden Bänke als potentiellen Picknickplatz auskundschaften.

Zum Abendessen geht es dann aber zu ihnen auf die Escape. Wir können zwar nur Orangen und Zwiebeln, Prosecco und ein Glas von Andrea eingelegter Hibiskusblüten beisteuern, aber Volker zaubert aus den Tiefen der Gefriertruhe Gambas und Lachs hervor und bereitet ein superleckeres Drei-Gänge-Menü, es wird ein richtig schönes gemütliches Silvester. Feuerwerk ist um Mitternacht tatsächlich an Land einiges (in großer Entfernung) zu sehen, sowohl in St. Johns als auch in Jolly Harbour und in den Hotels wird offensichtlich geböllert.

Neujahr lassen wir dann sehr ruhig angehen. Es bläst noch immer, wir bleiben an Bord der Flora, schlafen aus (ist ja ein Feiertag😉) und pruddeln ein bisschen herum. Heute mal nicht am Boot selbst, aber in den Schapps findet sich doch so das ein oder andere zur Beschäftigung.

Erst mal Brot backen.

Wird wieder ganz gut, der Teig geht mit etwas Extra-Hefe schön auf und die Kruste gelingt auch (im offenen kleinen Wok im Backofen). Den Neujahrsnachmittag verbringen wir dann spielerisch:

Obwohl wir im Frühjahr sowohl auf dem Weg von Guadeloupe nach Antigua Wale (in dem Fall mehrere Pottwale) ganz nah am Boot gesehen haben als auch auf dem Törn von Barbuda nach Antigua (evtl. ein Buckelwal) hatten wir hier bisher im Winter keine Begegnung mit den großen Meeressäugern.

Jetzt kompensieren wir das ein bisschen, indem wir am Neujahrstag unser „Selbstgeschenk“ aus New Bedford auspacken. Dort hatten wir im Walfangmuseum ein Puzzle gekauft, eine schöne Erinnerung und nur 500 Teile, das sollte doch flott zu machen sein. O.k., so schnell nun auch wieder nicht, denn die amerikanischen Jigsaw 🧩 haben einen von den Puzzeln meiner Kindheitserinnerungen doch deutlich unterschiedlichen viel unregelmäßigeren Teilezuschnitt und dieses hier ist in blau-weiß auch ziemlich monochrom, aber zum Abendessen sind wir dann doch fertig damit.

Ist es nicht schön, sich einfach mal sechs Stunden für so etwas Zeit nehmen zu können?

Das Puzzeln scheint sich für uns fast zu einer Antigua-Routine zu entwickeln, denn unsere letzten Puzzle hatten wir auch auf Antigua gemacht, zu Beginn des Lockdowns. Nochmals ganz lieben Dank an Eike, der uns durch sein Geschenk in Alicante (von uns damals als „was soll man damit auf dem Boot“ belächelt) wieder an diese schöne Beschäftigung herangeführt hat.

Das neue Jahr fängt für uns jedenfalls schon mal gut an.

Guten Rutsch!

2020. Wohl für alle von uns ein Jahr, das in Erinnerung bleibt.

Die letzten Tage des Jahres stecken noch einmal voller Symbolik. Da ist zunächst unser Track am Ankerplatz in Spanish Point auf Barbuda. So hatten wir das auch noch nicht ❤️:

Wohl für kaum jemanden verlief es wie ursprünglich geplant. Wir konnten Familie und Freunde in Deutschland nicht treffen, machten uns aus der Ferne heimlich Sorgen um ihre Gesundheit (so wie umgekehrt vermutlich auch). Statt Heimflug wurde unser Törnplan um den Nordosten der USA bis hoch nach Maine erweitert. Ganz sicher haben wir es auf der Flora extrem gut getroffen, wir sind froh und überaus dankbar dafür. Uns ist sehr bewusst, wie viel Einschränkung und schmerzliches Vermissen für viele mit diesem Jahr verbunden ist, für die unmittelbar von der Krankheit betroffenen sowieso. Aber auch dann, wenn sie selbst und ihre Familie und Freunde nicht mit dem Virus angesteckt wurden, sondern ihr Leben sich “nur” veränderte durch alles was getan wurde, um die Pandemie einzudämmen und so beherrschbar wie möglich zu halten.

Es ist uns klar, dass es in einer Situation mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit zu Hause und limitierten Möglichkeiten von Treffen mit anderen auch manchmal schwer sein wird, Bilder und scheinbar ziemlich unbeschwerte Berichte von Segeltörns und Reisen in der Ferne zu lesen. Vielleicht ist es aber ja auch ab und zu ein kleiner Lichtblick.😉

Segler sind es gewohnt, dass Reisepläne sich ändern (oder sollten sich schnell daran gewöhnen). Die Natur ist stärker als der beste Plan.

Das gilt im Großen wie im Kleinen, also ziehen wir angesichts der Vorhersage für den Jahreswechsel den Anker aus dem Grund und machen uns nochmal auf den Weg. Kräftiger Wind und hohe Wellen, da kann ein bisschen mehr Schutz ganz sicher nicht schaden.

Auf dem schönen Segelschlag vor dem Wind hinunter nach Antigua bekommen wir selbst nur ein paar Tropfen ab, dürfen aber mehrfach wunderschöne Regenbögen bewundern.

Das setzt sich am Silvestermorgen unmittelbar fort und zwar in schneller Folge. Bis jetzt kurz (vor 10 Uhr morgens hier) habe ich fünf prächtige Regenbögen gezählt, die sich regelmäßig über unserem Nachbarschiff Escape wölben.

Mal sehen, ob es nachher etwas beständiger wird und wir tatsächlich gemeinsam am Strand von Great Bird Island den letzten Sonnenuntergang dieses Jahres feiern können. Gestern Abend war die Generalprobe jedenfalls schon mal herrlich:

Ganz herzlichen Dank für all Eure lieben und zahlreichen Wünsche zu Weihnachten und zum neuen Jahr auf allen möglichen Kanälen. Wir haben versucht, sie auch persönlich direkt zu beantworten, falls uns jemand durchgerutscht sein sollte, bitten wir um Entschuldigung. Wir wünschen Euch allen einen guten Start in ein hoffentlich gesundes, erlebnisreiches und frohes 2021 mit viel menschlicher Nähe.

❤️