Dolphin-Day

Was denn, schon wieder ein Post in diesem Blog? Ja, den hier kann ich nicht aufschieben. Denn für heute stand eigentlich nur ein kurzer Hüpfer an, rund 40 sm herüber von Porto Santo nach Funchal auf Madeira.

Um halb acht ging’s los, um acht Uhr war dann Sonnenaufgang auf See. Und kurz danach begrüßten uns die ersten Delfine, ein großer Tümmler zeigte sich sogar ganz nah am Boot, wenn auch nur kurz.

Zwar war erst gegen 10.00 genug Wind, um die Segel hochzunehmen und mit Passatbesegelung langsam dahinzudümpeln, aber dafür waren wir langsam genug um die Schildkröte (Caretta Caretta) fast direkt an der Bordwand zu bemerken. Und noch ein paar weitere Male gab es zudem Delfine (wieder Große Tümmler) in einiger Entfernung zu sehen.

Kurz vor dem letzten Kap vor Funchal kommt uns ein kleiner Frachter entgegen, macht ein paar für uns nicht erklärliche Schlenker. Wir nehmen die Segel weg, er passiert uns an Steuerbord, also eigentlich auf der falschen Seite, aber na gut. Eine Viertelstunde später sind wir froh, dass wir die Segel unten haben, denn ein gutes Stück hinter uns scheint das Wasser plötzlich zu kochen. Wir sehen Delfine (wir glauben, es sind Zügeldelfine) und plötzlich kommen aus allen Richtungen Seevögel angerauscht. Wir drehen um und fahren ein Stück zurück um den offensichtlichen Festschmaus an einem Sardinenschwarm näher anzusehen:

Wir sind immer noch völlig geflasht.

Ich versuche mal, hier ein kurzes Video einzustellen:

Die volle (längere) Version des Videos findet Ihr HIER!

Und jetzt sind wir hier im alten Hafen von Funchal, von dem es hieß, dort seien praktisch keine Liegeplätze zu bekommen. Ich hatte trotzdem angerufen, war vertröstet worden, habe dann aber beim zweiten Anruf den Platz reservieren können. Wir liegen ganz wunderbar weit drinnen längsseits am Schwimmsteg. Herrlich.

Blauwassersegeln

Als wir uns für das entschieden haben, was wir jetzt machen, hatten wir schon viel gelesen über das Langfahrtsegeln. Es wird oft auch als Blauwassersegeln bezeichnet. warum?

Darum: (kein Farbfilter!)

Heute sind wir von Kalabrien rüber nach Catania auf Sizilien gefahren. Erst mangels Wind unter Motor, dann herrlich gesegelt, dann wieder motort. Irgendwo mittendrin in der Flaute, rund 1.000 m Wasser unter dem Kiel, haben wir die Maschine ausgestellt und einen Badestop eingelegt, dabei ist das Bild entstanden.

Aber die Straße von Messina ist doch (an der schmalsten Stelle) nur drei Kilometer breit, kann es da trotzdem so tief sein? Es kann, sogar noch deutlich tiefer. Und es geht dann ja auch an Land steil hinauf: den 3.323 m hohen Ätna hatten wir fast den ganzen Tag vor Augen, schon aus knapp 50 sm Entfernung zeichnete er sich im Dunst ab.

Hier sind wir allerdings schon etwas näher:

Und Besuch hatten wir zwischendurch:

Zum Abschluss noch etwas nicht so blaues: die Sonne geht hier schon früh unter, das Bild ist schon um 20.07 Uhr entstanden.