Nachtrag zum Whale-watching

Einen kleines Video noch als Nachtrag. Zum Schluss des letzten Posts geschrieben habe ich ja geschrieben „29 kn Wind, ordentlich Welle, zweifach gerefftes Groß und Fock. Langweilig wird es nicht 😁“. Da wusste ich noch nicht, dass wir nur Minuten später über 37 kn Wind (mittlere Windstärke 8) haben würden. Dazu eine richtig gemeine hohe Kreuzsee, die für eine quer durch den Salon fliegende Kaffeemaschine gesorgt hat. Alles heil geblieben.

Das Gebolze gabs aber nur für die letzten 5 Meilen vor San Sebastián de La Gomera, jetzt liegen wir hier gut geschützt im Hafen, das Kreuzfahrtschiff legt gerade ab, das Anlegebier ist schon getrunken. Was für ein Tag!

Eine etwas längere Version (mit aufgeregten Regieanweisungen) findet ihr durch Klick auf den Link: Grindwale zwischen Teneriffa und La Gomera: https://vimeo.com/372942890.

Tschüß Teneriffa, Whale-watching auf dem Weg nach Gomera

Wir verabschieden uns von Teneriffa. Vorm Hafen von San Miguel steht noch etwas Welle, die Acceleration Zone begleitet uns noch bis zum Kap Punta Rasca mit etwa 25 kn Wind, sogar der Pico de Teide grüßt noch einmal aus den Wolken. Und dann – Flaute. Wir dümpeln noch etwas, spielen mit verschiedenen Segelkombinationen, beobachten die Gelbschnabelsturmtaucher, die mit einer Flügelspannweite von über einem Meter elegant und bei mehr Wind scheinbar mühelos ohne einen Flügelschlag ganz dicht über dem Wasser dahingleiten, immer wieder hinter den Wellen verschwindend.

Etwa 30.000 Brutpaare der hier auch Guañaguaña genannten Verwandten der Albatrosse sollen auf den Kanaren brüten.

Aber Wind und Wellen nehmen ab und irgendwann müssen die Segel eingerollt doch der Jockel angeworfen werden. Aber dann das:

Grindwale. Direkt an der Flora ziehen sie ganz langsam ihre Bahn. Eine ganze Schule der auch „Pilotwal“ genannten 3 bis 6 m großen Tiere begleitet uns auf beiden Seiten des Schiffes. Ihre fast rohrförmigen Körper mit der runden Melone am Kopf, die den Schnabel fast zu überragen scheint können bis zu 8 m lang werden, aber so große Exemplare entdecken wir nicht. Dafür aber Walmütter mit ihren Jungen. Wir sind mal wieder völlig aus dem Häuschen.

Jetzt sind wir schon kurz vor La Gomera, in der nächsten Acceleration Zone. 29 kn Wind, ordentlich Welle, zweifach gerefftes Groß und Fock. Langweilig wird es nicht 😁

Überall Wasser.

Wir haben rund 600 Liter Frischwasser in unseren Tanks, wobei wir das zwar zum Duschen, Kochen und Zähneputzen verwenden, aber nicht als Trinkwasser. In manchen Häfen wäre das von der Qualität des Leitungswassers her durchaus möglich, in anderen wird einem davon klar abgeraten.

Außerdem können wir mit unserem “Watermaker” (*1) wirklich gut schmeckendes Trinkwasser aus dem salzigen Meerwasser produzieren, etwa 50 l pro Stunde. Allerdings, das ist der Haken, braucht der Watermaker dabei dann ziemlich viel Strom, etwa 38 Amps. Zur Einordnung: ein Stunde Trinkwasser produzieren verbraucht etwa die Hälfte dessen, was unsere Solarpanel an einem schönen sonnigen Tag produzieren.

Nun könnten wir natürlich mit der Lichtmaschine des Motors oder (effektiver, wenn wir nicht sowieso motoren müssen) mit unserem Dieselgenerator Strom produzieren und dann damit Trinkwasser produzieren. Allerdings sind auch unsere Dieselvorräte begrenzt (rund 400 l). Und einen “Dieselmaker” haben wir eben nicht 😉.

Das führt dazu, dass wir für die lange Passage von den Kanaren über die Kapverden bis in die Karibik zusätzlich ziemlich viel in Flaschen oder größeren Gebinden von bis zu 8 l, das ist hier in Spanien durchaus üblich, abgefülltes Trinkwasser gekauft und an Bord verstaut haben.

Dafür haben wir uns vornehmlich sonst ungenutzte Stauräume unter den Bodenbrettern ausgesucht, teilweise haben wir diese mit extra angebrachten Trennbrettern separiert, damit Staugut nicht gegen die dort eingebauten Seeventile (*2) rutschen kann und die Ventile immer erreichbar bleiben.

Und wie viel ist nun “ziemlich viel”? In unserem Fall etwas mehr als 250 Liter. Ganz grob so kalkuliert: zu zweit für 8 Wochen je 1,5 Liter am Tag (8 x 7 x 1,5 l x 2 = 168 l); dazu Jan ab den Kapverden für 5 Wochen (4 x 7 x 1,5 = 52,5 l), zusammen also 220,5 l, plus ein bisschen Reserve (Besuch auf den Kapverden?). So sieht das aus:

Unterm Durchgang im Vorschiff
Unterm Pantryfußboden
Unterm Durchgang ins Acherschiff
Unterm Fußboden Achterkabine (unser Schlafzimmer)
5 x 8 l Flaschen im Schrank
Schrank 1 im vorderen Bad (oops, da hat sich ein Butternusskürbis mit hineingeschmuggelt)
Schrank 2 im vorderen Bad (unter dessen unterm Brett sind auch noch Flaschen)
Dusche im vorderen Bad 😊

Tja, so isses jetzt. Jedes Fleckchen wird genutzt. In den bisher für Gäste freigehaltenen Schapps (*3) haben wir Lebensmittel gestaut. Aber bis Jan auf den Kapverden zusteigt, werden wir schon wieder Platz frei gefuttert und frei gesüffelt haben 😋.

(*1) einem Echotec 260 DML1 für unser 12 Volt Bordstromsystem

(*2) Seeventile sind mit einem Hebel verschließbare Durchlässe in der Schiffswand. An diese Seeventile sind die Schläuche angeschlossen, durch die entweder Salzwasser in das Schiff (z.B. zur Motorkühlung oder zur Klospülung) oder Brauchwasser aus dem Schiff hinaus (z.B. aus den Wasch- oder Spülbecken) gelangen soll.

(*3) Schapp = Schrank, Spind oder Schubfach an Bord. Die Bodenfächer sind übrigens in unserem ursprünglichen Stauplan noch nicht berücksichtigt.

Acceleration Zone

Acceleration Zone, WAZ’n das? Wind Acceleration Zone Canary Islands ist der wunderschöne technische Begriff für das, was wir auf Seglerdeutsch “Düse” nennen würden. Verschärfte Düse vielleicht.

Für Nichtsegler: zwischen den hohen kanarischen Inseln muss sich der vorherrschende Nordostwind quasi durchzwängen. Dabei wird er beschleunigt, und aus entspannten 20 kn (Windstärke 5) Wind werden 30 kn (Windstärke 7). Hinter den Inseln (also südwestlich), ganz besonders hinter Teneriffa mit seinem hohen Teide gibt’s dann dafür Windschatten bzw. Flaute.

Auf Windy sieht das für heute so aus:

So weit, so gut. Wenn man wie wir von Santa Cruz im Norden nach San Miguel im Süden Teneriffas segeln möchte, hat man eben starken Rückenwind, kein Problem, oder?

Na ja, für die Windböen gilt das Ganze natürlich auch. Wieder Windy:

Das ist jetzt schon weniger nett. 43 kn sind Windstärke 9, also Sturm. Hm.

Dazu kommen natürlich noch die Wellen und da gibt’s eine weitere Gemeinheit:

Den Windwellen von 2,7 m Höhe aus Nordost steht nämlich fieserweise ein Schwell (nicht zum Wind passende Welle) aus Süd entgegen. Auch wenn der nur 70 cm hoch ist, führt das doch zu steilen Wellen und einem chaotischen Wellenbild, das eher unangenehm zu befahren ist.

Heute haben wir das heute seeehr anschaulich erleben dürfen. Wir sind so früh wie möglich losgefahren, um das Ärgste zu vermeiden, tatsächlich hatten wir erst perfekten Wind, der dann aber immer stärker wurde und erst am letzten Kap (Cabo de Punta Roja) oft die dreißig und selten 40 kn (Windstärke 8) erreichte. Und die See, na ja.

Dazu muss man allerdings sagen, dass sich Wellen vom Boot aus wirklich schlecht fotografieren und filmen lassen 😚.

Trotzdem ein kleines Video, bei knapp 30 kn aufgenommen:

Sooo schlimm war es also nicht, sonst hätte ich ja nicht gefilmt. Aber die Halse (Seitenwechsel des Segels) am Kap hat doch einiges an Adrenalin freigesetzt. Und warum waren wir überhaupt unterwegs? Unsere Reservierung im knackvollen Hafen Santa Cruz war abgelaufen, mit einem neuen Hafenplatz hier unten hatte es geklappt. Allerdings nur durch Vermittlung des hiesigen Segelmachers, der unseren Code0 noch mit einem Klettstreifen nachrüsten sollte, das Segel aus Santa Cruz bei einem anderen Termin mitgenommen hat und uns mitgeteilt hat, es würde jetzt hier in bei ihm in San Miguel fertig bereitliegen.

Außerdem soll es die nächste Zeit windmäßig nicht besser werden und es ist ein weiterer (begrenzter) Test für den Atlantik. Bestanden, 😁.

Ach ja, und die Vorhersage des gegenläufigen Schwells hatten wir schlicht übersehen 😳. Hätte aber eh nichts geändert.

Teneriffa: Über den Wolken …

… und manchmal auch darunter oder darin! Wie, Wolken? Richtig mit Regen? Ja, das gibt’s hier auf Teneriffa. Und deshalb gibt’s auch ordentlich Grün, was wir ja auf Gran Canaria noch suchen mussten.

Aber Teneriffa kann mit dem Teide aufwarten, dem mit 3.715 m höchsten Berg Spaniens und insgesamt dritthöchsten Inselvulkans unserer Erde. Ganz schön hoch!? Wie so oft ist auch das relativ. Der “Olympus Mons” als wohl höchster Vulkan unseres Sonnensystems befindet sich auf dem Mars ist und steigt etwa 26 km hoch aus der umliegenden Tiefebene auf. Ich finde, es spricht für die Spanier, dass sie auf dem Aussichtsparkplatz vor dem Teide auf diesen Fakt aufmerksam machen.

Aber zunächst mal machen wir einen großen Bogen um den Teide. Mit Uschi fahren wir nämlich quer über die Insel und dann an der herrlich grünen Nordseite der Insel entlang. Der Küstenstreifen ist hier recht dicht bebaut und ansonsten auch intensiv landwirtschaftlich genutzt, oft mit Bananenplantagen bis dicht an die Steilküste heran.

Hier ist noch die wunderschöne lila Blüte unter der Bananenstaude zu erkennen

Wir fahren nach Westen bis Garachico, einer der ältesten Städte Teneriffas. Mit dem Bau der Kirche Santa Ana wurde schon 1520 begonnen, allerdings wurde sie wie der größte Teil des Ortes bei einem Vulkanausbruch zerstört, die heutige Kirche am idyllischen zentralen Platz stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Eigentlich wären wir gern in dem zwischen den Lavaklippen vor dem alten Castillo befindlichen Meerwasserschwimmbad mit seinen natürlichen Becken schwimmen gegangen, Badesachen hatten wir extra mitgenommen. Aber im “Winter” ist das Bad leider geschlossen. Wir verstehen schnell, warum das so ist: der Wellengang ist enorm und es bilden sich beeindruckende Strudel, obwohl die See selbst noch nicht einmal besonders bewegt aussieht.

Der Hafen von Garachico, im 16. und 17. Jahrhundert der wichtigste der Insel, wurde 1706 bei einem Vulkanausbruch größtenteils verschüttet.

Für uns geht’s ab Garachico in engen Serpentinen über eine Nebenstraße hinauf in die Berge, wobei wir den Teide nur in der Ferne immer mal wieder hinter den “kleineren” Gipfeln auftauchen sehen.

Nachdem wir noch Los Gigantes und seinem unter den wahrhaft gigantischen 450 m senkrecht ins Meer fallenden Klippen liegenden Hafen einen Besuch abgestattet haben kurven wir uns wieder hinauf über die Berge und nehmen die Küstenautobahn zurück nach Santa Cruz.

Los Gigantes

Am nächsten Tag spannen wir aus, holen mit dem Mietwagen in größerem Umfang Proviant und fahren dann mit Uschi sowie mit Doris und Christian von der Dancing Pearl zum Strand Playa de las Teresitas, diesmal auch mit Baden.

(Foto-Credit: Christian)

Dieser Strand ist ein Beispiel für die Blüten, die der Tourismus so treibt. Uns als Touristen bewegt die Natur, dafür wird einiges bewegt. Ob das noch Natur ist? Nördlich von Santa Cruz wurde 1973 auf den ursprünglich vulkanisch schwarzen Sand feinster heller Sand aufgelegt, den man eigens aus der Sahara hergeschafft (=hergeschifft) hatte. Ein kilometerlanger Wellenbrecher sorgt dafür, dass er nicht gleich wieder weg gewaschen wird.

Übrigens liegt auch heute ein Frachter im Hafen von Santa Cruz, aus dem unentwegt feiner heller Sand auf einen Lkw nach dem anderen geladen wird. Nachschub oder ein weiterer “aufgehellter” Strand 🏖?

Nehmen wir doch lieber nochmal den Teide ins Visier. Schon wieder müssen wir Abschied nehmen, Uschi fliegt zurück ins kalte und regnerische Norddeutschland. Wir bringen sie zum Flughafen im Süden Teneriffas. Auf dem Rückweg wählen wir nicht die Küstenautobahn, sondern die Nebenstraße, die quer durch den Teide Nationalpark in der Inselmitte verläuft. Wieder geht es zunächst über viele Serpentinen hinauf, wobei wir schnell in die diesmal tief hängenden Wolken hineinkommen. Schon bei unserem Mittagsstop im kleinen Ort Vilaflor sind wir mittendrin.

Die ausgeschilderten Wanderwege locken bei diesem Wetter nicht so sehr, es wird mit nur 7 Grad auch empfindlich kalt. Aber wir finden ein tolles, eher rustikales Restaurant mit ländlicher, deftiger, traditioneller kanarischer Küche. Lecker. Und auch die kleine alte, bis auf den prunkvollen Altar eher schlicht gehaltene Kirche des Ortes begeistert uns.

Auf der Weiterfahrt durch den grauen Nebel der Wolken fragen wir uns schon, ob wir den Teide heute überhaupt zu sehen bekommen, aber dann wird es mit jedem Höhenmeter etwas heller über uns. Und irgendwann lassen wir die Wolken unter uns, ein phantastischer Anblick.

Und wir schrauben uns immer noch höher, bis wir die auf etwa 2.200 m gelegene Hochebene der Las Cañadas erreichen, die ältere Vulkancaldera mit 17 km Durchmesser, aus der sich der Pico de Teide, also die eigentliche Bergspitze noch einmal fast 1,5 km hoch erhebt.

Aber selbst auf dieser Höhe holen uns die Wolken dann doch ein.

Wir schaffen es gerade noch, einen Blick auf die Observatorien am Kamm des Berges Izaña zu werfen, die hier in 2.400 m Höhe die normalerweise klare Sicht ins Weltall nutzen, dann werden auch sie von Wolken eingehüllt.

Das Freiburger Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik betreibt hier leitend gleich zwei Teleskope, “VTT” und GREGOR”. Aber auch Institute aus anderen Ländern betreiben hier (oft in internationaler Zusammenarbeit) Teleskope.

Den Rest der Fahrt geht’s durch Nebel oder Regen, viele Aussichtspunkte (Mirador) sind ausgeschildert, aber mehr als das Hinweisschild können wir nicht erspähen. Erst kurz bevor wir es bis hinab zur Küste geschafft haben reißt der Himmel wieder auf und unter einem schönen Regenbogen 🌈 sehen wir wieder das Meer.

Wird Zeit, dass wir mal wieder segeln.😉

Crew available!

Das schwarze Brett im Hafenbüro hier in Santa Cruz de Tenerife sieht zur Zeit so aus:

Zusätzlich liegen noch ein paar Anfragen im Seekarten-Tauschkasten und weitere hängen an den Türen zu den Stegen. Außerdem kommen ab und zu Leute auf dem Steg vorbei und fragen nach “Hand gegen Koje”, also Mithilfe gegen Mitnahme. Entsprechende Internet-Foren gibt’s natürlich auch.

Wir hatten vorher gehört und gelesen, dass Boots- und Crewsuchende hier auf den Kanaren gute Chancen haben. Was uns aber doch ein wenig erstaunt, ist zum einen die schiere Menge von herausgehaltenen Daumen zur See. Schließlich geht es anders als an der Landstraße doch um eine recht lange Zeit auf ziemlich engem Raum, die man gemeinsam verbringen würde ohne sich vorher näher zu kennen. Und die – nimmt man Hand gegen Koje ernst – eben auch so etwas wie Rudergehen oder Nachtwachen mit einschließt, also ein hohes Maß an (gegenseitigem) Vertrauen bedingt.

Zum anderen (oder: erst Recht) erstaunt uns, dass bei weitem nicht alle “Crew”-Bewerber über nennenswerte Segelerfahrung verfügen. Einmal findet sich der Hinweis “möchte segeln lernen”, ein andermal “keine Kenntnisse in Navigation”. Einer schreibt immerhin, er habe “alles für den Trip nötige dabei: Jacke, Shirt, Hose, Schuhe und Bücher”. Das ist ja dann doch beruhigend. 😉 Und auf der anderen Seite gibt es auch erfahrene Segler, Köche, Bootsbauer etc., die hier eine Mitsegelgelegenheit suchen.

Wir hatten mit Maria ja auf der Fahrt von Gibraltar bis Lanzarote eine super Erfahrung und eine tolle Zeit, haben uns aber dennoch entschieden, nach der Absage von Silja und Jan die Etappe von den Kanaren zu den Kapverden “nur” zu zweit zu machen. Naturgemäß wird das die Nachtwachen anstrengender machen (weniger wachfreie Zeit, also statt knapp 6 Stunden nur knapp drei Stunden Schlaf am Stück, wenn es denn so gut läuft). Und natürlich auch weniger spannende und anregende Gespräche mit anderen Leuten.

Dafür auch weniger Anpassungen an unbekannte Gewohnheiten, Ecken, Kanten, Marotten (unsere eigenen sind uns schon einigermaßen vertraut). Und vor allem: praktisch freier Zeitplan für uns. Keine Verpflichtung, dann und dann an einem bestimmten Ort zu sein, um den Mitsegler aufzupicken oder abzusetzen. Losfahren können, wenn es uns passt (und der Wind stimmt). Startort hier auf den Kanaren und Ankunftsort auf den Kapverden frei wählen. Und auf einem überschaubaren Törn von geplant knapp einer Woche ausprobieren, ob uns lange Schläge zu zweit gefallen.

Mal sehen, was dabei herauskommt. Aber wir lassen uns noch Zeit, etwa gegen Mitte des Monats soll es losgehen.

Markthalle und La Laguna

Wenn irgend möglich, lassen wir uns die Markthalle nicht entgehen. So auch hier in Santa Cruz de Tenerife, wo wir den “Mercado de nuestra Señora de Africa” besuchen. Im kolonialen Stil eines Forts mit zwei Innenhöfen und einem zentralen Platz errichtet, zudem mit dem Fischmarkt im Untergeschoss, ist MarktHALLE hier fast schon das falsche Wort. Vor dem Eingang findet sich eine lebensgroße realistische Skulptur zweier Fischer mit einem lokal typischen Boot.

Überhaupt ist auffällig, wieviel Kunst im öffentlichen Raum existiert, besonders die Zahl der Brunnen und Skulpturen, klassisch historisch oder modern, ist beeindruckend.

Drinnen ist der Markt so gestaltet, dass die Kunden in oft sonnenbeschienen Gängen, die Händler mit ihrer Ware aber unter den schattigen Arkaden mit ihren gekachelten Säulen Platz finden.

Und wir sind ja nicht nur zum gucken hier: wir finden RICHTIG GUTES BROT, nicht nur die häufiger anzutreffende Variante “Pan Aleman” (deutsches Brot), die meist mit Sirup dunkler gefärbtes Weißbrot mit Tarnungskörnern drauf beschreibt 😉 . Es ist schon erstaunlich, wie sehr wir da doch geprägt sind. Wiebke und ich gehören nicht zu denen, die im Ausland am liebsten Schnitzel essen, aber ordentliches Brot … 😚. Und wo wir schon dabei sind: zur Abwechslung vom Manchego würde sich ein schöner französischer Käse dazu perfekt machen. Wir finden hier Comté und Morbier, herrlich! Wir sind aber auch sowas von verwöhnt!!!

Dann also hinunter ins Untergeschoss zu den Fischständen. Auch hier wird wieder (wie bereits mehrfach auf den Kanaren) weder Thunfisch noch Schwertfisch angeboten ohne deren dekorative Ausstellung im Mittelmeerraum kaum ein Fischhändler auskam. Oder liegt es an der Jahreszeit?

Wir jedenfalls entscheiden uns für einen Alfonsiño (südlicher Kaiserbarsch), er hat die perfekte Größe für unseren Backofen an Bord und ist ungemein lecker 😋 mit schwarzen kanarischen Kartoffeln und Salat.

Ein weiterer Ausflug führt uns in die alte Inselhauptstadt San Christóbal de La Laguna. Man kann den im 15. Jahrhundert gegründeten und schachbrettartig angelegten historischen Ort ganz wunderbar (für 1,35 €) mit der Tram erreichen. Sie fährt unweit vom Hafen ab und windet sich über 500 Höhenmeter den Berg hinauf nach La Laguna, zwar ein eigenständiger Ort, aber gefühlt heute eher ein angebundener Vorort von Santa Cruz. Der historische Stadtkern wurde in seiner heutigen Form bis zum Ende des 16. Jahrhunderts angelegt und weist eine Vielzahl gut erhaltener und sanierter Gebäude auf, auch hier wieder oft mit Holzbalkonen und mit aufwendig geschnitzten Fenstern und Portalen.

Im Schnitt ist es in La Laguna vier Grad kälter als in Santa Cruz, vielleicht ein Grund für die Beliebtheit bei den Hauptstädtern für einen sonntäglichen Kurzausflug.

Und so sind die Straßen wie auch die Cafés und Restaurants gut gefüllt, wir ergattern aber trotzdem ein schönes Plätzchen.

Und wir besuchen das Monasterio (Kloster) de Santa Catalina de Siena, schauen uns dort eine kleine Ausstellung an und bewundern die Hecken im herrlichen Innenhof.

Was auf den ersten Blick wie eine Buchsbaumhecke anmutet, entpuppt sich nämlich bei näherem Hinschauen als Rosmarin. Und auch an die aufgehängte Weihnachtsdekoration über den Straßen bei diesem Wetter und unter Palmen müssen wir uns noch gewöhnen.

😁

Santa Cruz de Tenerife

Wir haben Teneriffa erreicht. Einmal mehr gestaltete sich die Reservierung des Liegeplatzes eher schwierig. Auf unsere Mailanfrage hin gab es erstmal eine Absage, scheint Standard zu sein. Also angerufen, auf die Absage verwiesen und erklärt, wir müssten am Ende der abgefragten Zeit Uschi zum Flughafen bringen. Also vielleicht ein paar Tage am Ende des Zeitraums? Antwort: mal sehen, was ich tun kann, melde mich per Mail. Eine halbe Stunde später kommt eine Mail: ihr könnt morgen kommen.

Nur, da können wir noch gar nicht da sein, hatten auch erst ab übermorgen angefragt. E-Mail zurück: morgen schaffen wir nicht, wir kommen übermorgen. Und so geschieht es.

Eine ruppige Am-Wind-Überfahrt, nach 50 sm sind wir da, funken den Hafen an. „Habt Ihr eine Reservierung?“. Ja. „Hm, SY Flora. Nein, ich habe der Flora doch eine Absage geschickt.“ Ja, erst schon, aber die Mail eine halbe Stunde später … . „Hm. Melde mich gleich.“ 10 Minuten später: „O.k., Steg 2, aber nur für eine Nacht.“ Grrr.

Nach dem Anlegen geht es zur Anmeldung ins Marinabüro. Soll ich meckern oder um Verständnis/Mitleid bitten? Ich überlege noch. Begrüßt werde ich im Büro mit einer Entschuldigung dafür, dass ein Missverständnis mit den Mails vorliege und ich deshalb EVENTUELL EIN ODER ZWEI MAL VERHOLEN (umparken) MÜSSE. Ja, wenn es das nur ist. Wir haben eine Liegeplatzzusage für den ursprünglich angefragt es Zeitraum, perfekt. Wieder einmal wendet sich alles zum Guten.

Liegeplatz in Santa Cruz de Tenerife am Schwimmsteg mit Finger

Auch die Stadt gefällt uns auf Anhieb. Der Hafen war ursprünglich wie in Las Palmas auf Gran Canaria durch eine große mehrspurige Straße von der Innenstadt getrennt, aber inzwischen ist das hier in Santa Cruz nicht mehr der Fall. Es gibt einen Deckel über der tiefergelegten Straße, darauf eine schöne, neu angelegte Promenade, die auch bis zum „Auditorio de Tenerife“ führt (Oper, Synphonieorchester, Tanz etc). Und was für ein imposantes Auditorio der Architekt Santiago Calatrava hier erstellt hat. Wir laufen um das Gebäude herum und aus jeder Perpektive wirkt es wieder total anders auf uns.

Witzig auch, dass die Molenbilder (unseres hatten wir ja in Porto Santo an die Pier gepinselt, auch hier im Hafen finden sich viele, in Las Palmas de GC waren einige auf die Felsbrocken der Hafenbefestigung gemalt) an der Mole hinter dem Auditorio ihre Entsprechung finden:

Wir gehen weiter, am Seewasserschwimmbad vorbei, einem Nachwerk von César Manrique, in den Palmengarten. Absolut empfehlenswert. Quasi eine Weltreise im Spaziergang, mit einigen weiten Sprüngen: direkt nach den Kanaren sind wir auf Hawaii:

Dann machen wir mit Melanesien weiter, Vanuatu, Neu Guinea, Neu Kaledonien (weil es so schön ist gleich mit zwei Bildern, ungewöhnliche Reiseabfolge übrigens😉)

Selbst die Everglades in Florida erwischen wir:

Und wir frischen unsere Erinnerungen an Cuba auf:

Und, und und. Stellvertretend hier noch ein paar Sabanas im Baströckchen von Hispaniola:

Zur Abrundung gibt’s noch einen Blick vom Mirador de Caribe auf Schwimmbad, Auditorium und Hafen (Yacht- und Industriehafen im Hintergrund):

Gran Canaria: Beeindruckende Landschaften und doch noch Grün

An der Südspitze von Gran Canaria hatten wir ja schon bei der Überfahrt langen hellen Sandstrand und Dünenlandschaft beobachtet. Playa Inglés und Maspalomas, die touristischen Hochburgen für die vielen Sonnenanbeter, die auf diese Insel pilgern. Rund 4,5 Millionen sollen es jährlich sein, davon rund ein Fünftel und damit der größte Anteil Deutsche. Vom Parkhaus aus geht’s erst einmal auf der Promenade am Naturschutzgebiet der Lagune „La Charca“ (einfach nur: der Teich) entlang, die vielen Wasservögeln als Brutplatz dient. Sie begrenzt zugleich die mit knapp zehn Quadratkilometern gar nicht mal so kleine Sandwüste nach Westen.

Am Palm Beach Hotel beim Leuchtturm biegen wir ostwärts auf den breiten Strand ab und können von jetzt ab wählen, ob wir die Dünen rauf und runter klettern oder bequem am flachen Strand entlang schlendern. Gerade war Neumond, also Springtide (besonders hohes Hochwasser, besonders niedriges Niedrigwasser). Deutlich zu spüren war das am Kletteraufwand von unserem Boot hinauf auf die Kaimauer bzw. dem Fahstuhleffekt bei Hochwasser. Hier am Strand macht es sich so bemerkbar, dass der Beachvolleyballplatz zwischen den Dünen noch immer unter Wasser steht, obwohl er weit hinter dem längst wieder trockenen Strandstreifen liegt.

Baden ist gar nicht so einfach, Wiebke und ich machen es trotzdem und es ist herrlich, aber immer mal wieder spült uns eine meterhohe Welle den feinen Sand überall hin oder zieht uns glatt die Beine weg 😉.

Am nächsten Tag wollen wir uns ein bisschen die Inselhauptstadt Las Palmas de GC ansehen. Um noch etwas von der Markthalle zu haben fahren wir früh los, sind dann aber von ihr nicht sehr beeindruckt. Das obere Stockwerk ist komplett geschlossen, Obst- und Gemüse-, Fleisch- und Fischstände buhlen nur im Erdgeschoss um die nicht sehr zahlreichen Kunden. Zwei Sachen sind gleichwohl interessant: zum einen scheint das Fischangebot sich zumindest jetzt doch deutlich von dem in spanischen Festlandsmarkthallen zu unterscheiden. Wir finden hier – wie übrigens auch in den Frischfisch-Bedientheken der hiesigen Supermärkte – keinen fangfrischen Thunfisch oder Schwertfisch am Stück. Lediglich von dem kleineren Bonito sehen wir ein paar Exemplare. Zum zweiten hinterlässt die Transatlantic-Segelregatta ARC sogar hier ihre Spuren. Ein Fleischstand wirbt mit dem Logo der ARC und auf Segler zugeschnittenen Servicediensten.

Später am großen Yachthafen von Las Palmas treffen wir die Crew der Segelyacht Morangie wieder. Wir haben die beiden jungen US-Amerikaner Maggie und Sam in einer Ankerbucht vor Sardinien kennengelernt, sie haben für das nächste halbe Jahr eine ähnliche Route wie wir. Jetzt ankern sie neben dem ARC-Hafen. Es ist schön, bei einem Kaffee mit ihnen zu schnacken, zu erfahren, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist und wie sich die weitere Reiseplanung konkretisiert.

Danach geht’s für uns hinauf in die Berge, diesmal ins Zentrum der Insel. Zunächst fahren wir hoch in das Örtchen Teror, das auf gut 500 m Höhe liegt. Hier soll die Jungfrau Maria (die deshalb wenn auch erst 1912 zur Schutzheiligen der Insel erklärt wurde) im Jahr 1481 in einem Pinienbaum einigen Bewohnen der Insel erschienen sein. Das liegt somit immerhin noch zwei Jahre vor der endgültigen Eroberung der Insel durch die Spanier, die diesem Wunder mit einer Basilika am Ort, Wallfahrten und jährlichen Feierlichkeiten gedenken.

Der Ort ist schön renoviert und viele Häuser weisen noch die ehemals hier auf den Kanaren so typischen Holzbalkone auf. Wunderschön ist auch der Vorplatz der Basilika, auf dem ein uralter riesiger Lorbeerbaum Schatten spendet.

Wir suchen uns ein kleines Café am Platz und genießen die empfohlenen Süßspeisen: Mandeltorte, Schokobrownie und vor allem Polvito Uruguayo (ein Keksbrösel-Sahne-Schaumgebäck), LECKER!

Auf der Weiterfahrt sehen wir neben zunehmend mehr Grün und wunderschönen hochgewachsenen Eukalyptus-Alleebäumen an der Straße auch bis hoch zum Gipfel immer wieder die Folgen der schlimmen Brände, die Gran Canaria im August getroffen haben.

Aber zum Glück ist nicht der ganze Nationalpark betroffen, weite Teile der Kiefernwälder sind intakt geblieben und auch viele Maronenbäume haben überlebt, wenngleich einige Stämme Brandschäden aufweisen und auch die Esskastanien selbst zum Teil (ob nun wegen der Feuer oder der allgemeinen Trockenheit) nicht alle voll ausgereift scheinen.

Als wir das Wahrzeichen Gran Canarias, den in über 1800 m Höhe aufragenden Basaltfelsen Roque Nublo (=Wolkenfels) erreichen, steht die Sonne schon tief und Dunst fängt an, sich über die herrliche Szenerie zu legen.

Auf der anderen Seite des Gebirges wechselt sofort wieder die Pflanzenwelt und über unzählige Serpentinen und vorbei an immer karger werdenden Schluchten fahren wir hinunter nach Maspalomas und im Dunkeln weiter nach Puerto de Mogán.

Schön, dass wir diese anderen Seiten von Gran Canaria auch noch entdecken durften, schließlich segeln wir jetzt schon wieder weiter. Wir freuen uns auf Teneriffa 😊.

Inseln des ewigen Frühlings?

Es ist wohl ein ziemlich trockener Frühlung, mit dem jedenfalls die östlichen Kanaren aufwarten, die Bezeichnung passt auf La Graciosa, Lanzarote und Fuerteventura allenfalls hinsichtlich der Temperatur. Frisches Grün dagegen: Fehlanzeige.

Aber jetzt und hier, auf Gran Canaria, da sollte das jahreszeitliche Attribut doch besser passen, oder ist es nur ein Werbelabel der Tourismusbranche? Gran Canaria ist hoch, erhebt sich fast 2.000 m aus dem Atlantik. Anders als auf den flacheren östlichen Inseln reicht das öfter, um die übers Meer ziehenden Wolken zum Abregnen anzuhalten oder zumindest dazu, ihre Feuchtigkeit als Nebelwolken in höheren Nordlagen der Insel zu schenken. So weit die Theorie. In den letzten Jahren hat das allerdings nicht ausreichend stattgefunden. Anfang August hatten die Staubecken einen kritischen Füllstand erreicht, waren zum Teil sogar ganz trockengefallen.

Wasserspeicher bei La Aldea in Gran Canarias Westen; der arme Schmetterling

Die Landwirtschaft ächzt unter Trockenheit, diesen Sommer haben schlimme Waldbrände Gran Canaria heimgesucht.

Wiebkes Mutter Uschi ist zu Gast. Hier im Süden ist es knochentrocken, obwohl wir untypisch diesiges Wetter haben und gelegentlich sogar ein paar Tropfen Regen fallen. Der wäscht aber nicht das Boot, sondern zementiert es nur mit dem in der Luft liegenden Staub. Grrr.

Mit dem Mietwagen fahren wir gemeinsam von Puerto de Mogán aus im Uhrzeigersinn um die Insel. In den Bergen und dann vor allem im Norden müsste es doch besser, will sagen: grüner werden.

Zunächst aber beschränkt sich das Grün weitestgehend auf einige Plantagen beim Ort Mogán und – neben wenigen Bäumen – auf leuchtendes Türkis im Fels beim Pass oberhalb des Dorfes.

Hinunter geht es Richtung La Aldea. Weit die Hänge hinauf ziehen sich die mit Stoffplanen abgedeckten Plantagen. Manchmal kann man einen Blick auf die darunter wachsenden Pflanzen erhaschen, wir erspähen Bananen und meinen auch Tomaten und Papayas zu erkennen.

Aber die Landschaft bleibt karg und die Planen-Wirtschaft erfreut unser Auge nicht wirklich. Wir halten bei einer kleinen, schön renovierten Windmühle (neben der auch das trockene Wasserbecken liegt). Leider ist das angeschlossene Ein-Raum-Mini-Museum geschlossen. Rätsel gibt uns auch auf, dass wir häufiger mitten im trockenen Berghang Schilf und Kakteen direkt beieinander sehen, es ist offenbar nicht immer so trocken wie jetzt.

Leicht macht es uns Gran Canaria weiterhin nicht. Die „30 km Panoramastraße“, laut Reiseführer eine der Top 10 – Sehenswürdigkeiten der Insel, mit mehreren „Miradores“, also Aussichtspunkten lässt bei diesem Wetter nur wenig Aussicht zu:

Ja klar, das ist Wetter, da kann die Insel nix dafür. Blöd aber, wenn auf dem höchsten Punkt der Straße, gleich hinter dem Aussichtsbalkon, plötzlich ein Sackgassenschild steht. Weiterfahrt gesperrt. Wieder ganz zurück und über die Autobahn, nur so kommen wir nach Agaete. 15 km hoch und wieder retour sind ja irgendwie auch 30 km Panoramastraße 😳.

Immerhin können wir neben jetzt trockenem, aber offensichtlich lebenswilligem Strauchwerk auch viele der von der Kanarenregierung zu pflanzlichen Natursymbolen Gran Canarias bestimmten Kanaren-Wolfsmilch sehen.

Strauchwerk
Kanaren-Wolfsmilch: sieht aus wie ein Kaktus, ist aber eine nur auf den Kanaren heimische Euphorbia, eben eine Wolfsmilch-Planze, deren Milchsaft stark giftig ist.

Am Ende der oft durch Tunnel verlaufenden Autobahn schrauben wir uns über Serpentinen auf einer schmalen Straße hinunter nach Puerto de Las Nieves bei Agaete, einem kleinen, ziemlich touristischen Fischerort, deren größte Sehenswürdigkeit, die „Dedo Del Dios“ (Finger Gottes) genannte Felsnadel allerdings schon vor einigen Jahren abgebrochen und ins Meer gestürzt ist. Wir essen in dem heute hauptsächlich als Fährort nach Teneriffa bekannten Fischerdörfchen (natürlich Fisch) und fahren dann an Las Palmas vorbei in einem großen Bogen auf der Autobahn Dreiviertel um die Insel herum schneller zurück, als wir für das erste Viertel hierhin über die gebirgige Küstenstraße gebraucht haben.

Das frühlingsfrische Grün hat sich ziemlich erfolgreich vor uns versteckt, aber in die Nordhänge des Inselgebirges haben wir es bei unserer Fahrt bisher auch noch nicht geschafft. 😉 Wir finden es erst in unserer Oase Puerto de Mogán wieder 😊.