
Die Bootsarbeiten hier in WhangÄrei werden wohl noch einige Zeit andauern. Einige Ersatzteile sind bestellt. Das Wochenende bietet eine gute Gelegenheit fĂŒr etwas Abstand – im Wortsinne.
Wir fahren mit dem Auto etwa zweieinhalb Stunden nach Norden. Nicht zur hinauf zum Cape Reinga, der Nordspitze von Neuseelands Nordinsel, das wĂ€re fast doppelt so weit. Unser Ziel ist Rangiputa auf der Karikari-Halbinsel, immerhin schon im District âFar Northâ gelegen. Unsere neuseelĂ€ndischen Segelfreunde Jacqui und Phil von der Skylark haben uns nach dort in ihr Ferienhaus eingeladen.

Wir halten die beiden mit unserem Besuch zwar von der Arbeit an der Erneuerung ihrer Terrasse ab, aber die beiden versichern uns, etwas Abwechslung von dieser Arbeit (und der Bootsarbeit auf Skylark) kÀme ihnen durchaus gelegen.
Es wird ein wunderschönes Wochenende. Jacqui und Phil sind leidenschaftliche Wingfoiler und auf der Terrasse direkt am Meer findet sich denn auch eine reichliche Auswahl an Spielzeugen. Der Wind hat allerdings ebenfalls eine Auszeit genommen. Kein Problem, wechseln wir hat auf ein anderes Spielzeug: mit dem Mini-Traktor zieht Phil sein krĂ€ftig motorisiertes RIB-Schlauchboot etwa 100 m die StraĂe hinunter zur Slipbahn.



Wiebke und ich fahren im RIB mit. Jacqui bringt Traktor und Trailor zurĂŒck, wir holen sie dann auf der Wasserseite ihres GrundstĂŒcks ab. Gemeinsam brausen wir ĂŒber die Bucht und versuchen an verschiedenen Stellen unser AngelglĂŒck.


Allerdings: beim ersten Versuch haben wir nur bedingt Erfolg. Einen Pigfish lassen wir zurĂŒck ins Wasser und als sich Phils Angel danach dann so richtig biegt, ist es es kolossaler âBronze Whalerâ. Dieser krĂ€ftige Hai zieht uns eine ganze Weile kreuz und quer am Riff entlang, bis wir es im flachen Wasser nah an ihn heran schaffen und die Leine kurz abreiĂen können. Beim zweiten Versuch am nĂ€chsten Tag haben Phil und ich deutlich mehr AngelglĂŒck. Die gekauften Köderfische sind zwar so weich, dass sie im Wasser aufgetaut praktisch gleich vom Haken fallen, aber wir erwischen mit der Schleppangel einen âKahawaiâ (eine Art Lachsforelle), der sich kleingeschnitten hervorragend als Köder eignet. Damit fangen wir dann in kurzer Zeit 7 Snapper (zwei setzen wir zurĂŒck) und einen Trevally (Dickkopf-Stachelmakrele). Das Festessen ist also gesichert, zumal Phil beim Strandspaziergang am 3 km langen Karikari Beach auch noch fleiĂig âTuatuaâ sammelt. Diese sich im Sand vergrabenden Muscheln sind eine typische neuseelĂ€ndische Speise, oft werden sie (frikadellenartig) zu Fritters verarbeitet.










Weil der Wind zum Wingfoilen nicht reicht, verlegen wir uns auf das Tow-Foilen. Es ist nicht ganz so einfach wie hinter unserer Florecita, weil das RIB mit seinem 115 PS Motor doch fĂŒr ganz ordentliche Prop-Wash-Verwirbelungen sorgt. Aber nachdem ich dem etwas ausweiche und mich an Jacquiâs ungewohnt schmales Downwind-Board sowie die mit viel Lift agierenden Armstrang-Foils gewöhnt habe, klappt es dann doch noch.

Es geht auch ruhiger: Wiebke und Jacqui nutzen die Terrasse zum morgendlichen Yoga und lassen sich auch von den auf dem Rasen vorbeispazierenden kalifornischen Schopfwachteln (wieder so eine heimisch gewordene importierte Art) nicht irritieren.



Ein herrliches Wochenende, die Zeit verfliegt. Zum Abschluss begleiten uns Jacqui und Phil noch eine Stunde auf der RĂŒckfahrt Richtung WhangÄrei. Gemeinsam besuchen wir das Weingut âMarsden Wineryâ bei Kerikeri und essen wunderbar im dortigen Restaurant.
Danke, Ihr Lieben, fĂŒr Eure Gastfreundschaft und die tolle Zeit mit Euch!











































































