Segeln als Ablenkung: Schiffe gucken

Gestern haben die Corona-Nachrichten unser Verständnis von lang-, mittel-, und sogar kurzfristiger Törnplanung ziemlich erschüttert. Klar war unsere Reiseplanung bisher auch unsicher, aber das war durch das positive Gefühl fast unendlicher Auswahl-Möglichkeiten geprägt, abgesehen von Wind und Wetter eigenbestimmt. Jetzt mischt sich das Gefühl hinein, die Corona-Reaktionen verschiedener Länder könnten eine ganz andere, fremdbestimmte Unsicherheit erzeugen, Türen zu vielen Reisezielen einfach zuschlagen, uns irgendwo feststecken lassen.

Anderseits: „If you’re gonna get stuck, get stuck somewhere nice!“, wie es Melanie (www.melonthego.com) als ein Langfahrtsegler-Mantra formuliert.

Und da sich die Ereignisse und Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 weiterhin überschlagen, etwa mit der gemeldeten Schließung der spanischen Häfen (nur für Kreuzfahrer?) und die Lage somit für uns ziemlich unübersichtlich ist, lenken wir uns doch erstmal ein bisschen ab.

Hier unmittelbar hinter unserem Ankerplatz English Harbor auf Antigua liegen derzeit diverse riesige Segelyachten am Steg bei Nelson‘s Dockyard, sie sind Teilnehmer der Antigua Superyacht Challenge. Heute findet nun das erste Rennen statt und der Kurs führt größtenteils in Landnähe an der Südküste Antiguas entlang. Praktischerweise gibt’s einen Wanderweg oben auf der Steilküste entlang und die Aussicht auf das Spektakel wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Beim Hinaufsteigen auf die Klippen können wir noch hinunter in den Hafen schauen, wo die Crews die Schiffe auf das Rennen vorbereiten und zum Auslaufen klarmachen. Die kaum fassbare Dimension der Superyachten wird etwas deutlicher, wenn auf Vorschiff und Klüverbaum NEUN Besatzungsmitglieder das Vorsegel bereitmachen.

Wir klettern weiter die Klippe hinauf (an der steilsten Stelle ist dankenswerterweise ein Seil angebracht) und haben einen tollen Ausblick auf die herumwuselnden Schiffe in der Vorstartphase, die unter uns vorbeiziehen.

Der Start selbst ist dann eher unspektakulär und als solcher kaum zu erkennen, denn die Schiffe gehen mit einigem zeitlichen Abstand über die auch nur schwer als solche auszumachende Startlinie. Kurz danach versteckt eine durchziehende Regenfont die Schiffe vor unseren Blicken.

Darauf waren wir nicht eingestellt. Wir verstecken uns auch – vor dem Regen flüchten wir unter einen Felsüberhang und lassen den Schauer durchziehen.

Dann geht’s den Wanderweg entlang weiter in Richtung Falmouth Bay. Die Regattaflotte finden wir dabei wieder, mit bestem Blick auf die Wendemarke, an der das Spinnakermanöver gefahren wird.

Wobei, nicht jeder findet das so spannend wie wir 😉

Und für uns geht’s weiter zum Pigeon Beach hinunter, von wo wir allerdings nochmal einen tollen Blick haben

und dann zurück zur Flora. Kurz Baden und gleich wieder los, denn heute Abend ist wie jeden Donnerstag Reggae Night auf Shirley Heights, dem Aussichts- und Sundownerpunkt über English Harbor. Da können wir die Superyachten mit ihren roten Toplichtern und den illuminierten Masten und Salingen hinter unserem Ankerplatz um die Wette leuchten sehen.

Kletterpartie im Regenwald

Beim Langfahrtsegeln – so geht das Gerücht – verkümmern ja mangels Bewegungsmöglichkeiten auf dem engen Boot die Beinmuskeln. Da hilft nur aktives Gegenanarbeiten, also: schon wieder ein Hike 🥾. Diesmal haben wir uns die gut dreistündige Wanderung zu den „Bains Chauds Du Matouba“ (die heißen Bäder von Matouba) ausgesucht.

Auf etwas mehr als 1.000 m Höhe entspringen am Berg Nez Cassé heiße, schwefelhaltige Quellen, da wollen wir hin. Der Einstieg in die Wanderung liegt leicht oberhalb von Matouba, der auf knapp 700 m Höhe erbauten und damit höchstgelegenen Ortschaft von Guadeloupe. Gemeinsam mit Andrea, Kerstin und Ingo schrauben wir uns im Mietwagen die N3 hinauf und können das Auto direkt am Einstieg am Straßenrand abstellen. Nur zwei andere Wanderer werden uns auf der ganzen Tour begegnen. Der Hike ist als mittelschwer klassifiziert und er beginnt mit einem leicht begehbaren und mit kleinen Stufen versehenen ausgebauten Weg durch den schon hier faszinierend wildwüchsigen Regenwald.

Zwei Bachdurchquerungen später und etwas höher am Berg wird der Weg dann aber kniffliger, das dichte Grün rückt enger zusammen.

Statt bequemer kleiner Tritte auf Stufen wird es jetzt rutschiger und es gilt mehr und mehr über umgestürzte Bäume zu klettern (oder sich unter den Ästen und Bäumen unterdurch zu hangeln), nicht wirklich schwierig, aber eben doch mit dem Hauch des etwas Abenteuerlichen 😄:

Auch die nächste Bachdurchquerung fordert uns mehr

und bei den Steilpassagen am Hang sind zunehmend Konzentration und Trittsicherheit gefordert, wir sind ganz froh heute nicht für den schwierigeren (und viel längeren) Hike hoch zum Soufriere entschieden zu haben, der an einer Gabelung des Wanderwegs ausgeschildert ist.

Am Ziel angekommen laden dann allerdings die heißen Schwefelquellen nicht zu dem Bad ein, das ihr Name verspricht. Auf einer Bergwiese findet sich ein steingefasstes kleines Bassin, in dem wohl früher einmal eine Reihe von Duschen mit einem Wassergemisch aus dem 58 bis 60 Grad heißen Quellwasser und kaltem Bergbachwasser installiert war. Von der Konstruktion sind aber nur noch Reste vorhanden.

Es kommt auch nur wenig von dem müffelnden Schwefelwasser dort an, dass meiste wird offenbar in einem kleinen Betonhäuschen durch ein Rohr zu den unten im Ort liegenden Kliniken zur Rheumabehandlung abgezweigt.

Das hat zumindest den Vorteil, dass wir nicht die nächsten Wochen lang nach Schwefel stinken 😉, denn wir machen uns ungebadet wieder auf den Rückweg durch den Regenwald.

Was für eine wunderschöne Wanderung!

Wandern auf Terre de Haut

Wassersport an den letzten beiden Tagen, heute geht es zum Ausgleich wieder mal hoch hinaus. So hoch, wie es eben auf Terre-de-Haut geht, wir haben uns eine Wanderung auf den 304 m hohen „Le Chameau“ ausgesucht. Es werden am Ende mit dem notwendigen Auf und Ab rund 350 Höhenmeter und knapp 9 km. Hört sich mal wieder nicht viel an, aber es ist ausreichend anstrengend. Wobei – die Belohnungen folgen auf dem Fuße 😉.

Zunächst geht es durch den kleinen, aber hübschen Ort. „Kolonialstil“ oder „Zuckerbäckerstil“ steht in den Reiseführern. Liebevolle Verzierungen wie von Zuckerbäckern finden sich jedenfalls an den sonst einfachen, aber bunt gestrichenen und oft mit Veranden versehenen Häusern. Eine kleine Auswahl:

Manchmal reicht es auch schon, Bepflanzung und Hausfarbe aufeinander abzustimmen:

Und von den Details geht’s dann weiter zum echten Überblick: der Weg auf den Le Chameau bietet von letzterem reichlich:

Blick zurück auf den Ort und einige der vielen wunderschönen Buchten von Terre de Haut
Die wilde, teils unzugängliche nordöstliche Küste.
Blick hinunter auf unseren Liegeplatz
und hinüber zur anderen Seite nach Terre de Bas.

Aber während wir auf der (größtenteils nur für Fußgänger geöffneten) Straße nach oben gegangen sind, geht es auf der anderen Seite eher einen Kletter- als einen Wanderpfad wieder hinunter, wir dürfen uns die Aussicht doch noch erarbeiten 😉.

und wir werden weiterhin belohnt. Auch beim Abstieg gibt es wunderschöne Ausblicke sowie – quasi als Bonbon – einen Traumstrand obendrein.

Kein Hotel, nicht mal Häuser und um diese frühe Zeit wenig andere Besucher. Gut, dass wir unsere Badesachen im Rucksack dabei haben 😁, die Abkühlung können wir gut gebrauchen.

Danach führt uns der Weg dann wieder auf eine (eigentlich: die) Straße und erst mal wieder bergauf oberhalb des markanten „Pain du Sucre“, einer kleinen Ausgabe des Zuckerhutes.

Draußen auf dem Meer legen sich die wenigen Boote bei dem vorhergesagten stärkeren Wind ordentlich auf die Backe oder kämpfen sich stark gerefft an der Küste entlang.

An unserer Boje allerdings liegen wir gut und recht ruhig im Landschutz von Terre de Haut und so genießen wir nach unserer Rückkehr an Bord der Flora die unterwegs noch kurz eingekaufte herrliche französische Brotzeit 🥖 🧀 🍷.

Tal der Zerstörung

Was für ein Name: Tal der Zerstörung / Valley of Desolation. Und ausgerechnet da wollen wir hin? Na ja, eventuell sogar noch ein bisschen weiter, zum Boiling Lake, zum kochenden See. Aber das ist extrem ambitioniert, es sind dann rund 20 km Bergwanderung. Los geht’s jedenfalls am Einstieg in die Lavaschlucht Titou Gorge. Anders als vorgestern haben wir diesmal keine Tour gebucht, sondern nehmen mit Andrea und Ingo gemeinsam den Bus, der um 9.00 von Roseau aus Richtung Laudat fährt. Es kostet nur 4 EC$ (etwa 1,30 €) pro Person, 5 EC$, wenn man sich wie wir direkt nach Titou Gorge kutschieren lässt. Um 18.00 Uhr soll der letzte Bus zurück fahren, Abfahrt dann allerdings an der Haltestelle in Laudat. Die Hinfahrt klappt wunderbar, um halb zehn beginnen wir unsere Wanderung.

Und die Tour hat es diesmal wirklich in sich. Am Einstieg werden wir noch einmal angesprochen: Ihr braucht einen Guide, das geht nicht ohne. Wir haben zwar gegenteiliges gelesen, fragen ihn aber trotzdem noch nach seinem Preis. “Special offer”: 60EC$ pro Person, also für uns vier über 90 US$. Zuviel, zumal der Weg gut erkennbar scheint. Und tatsächlich werden wir den Guide auf dem Weg zum Valley of Desolation zu keiner Zeit vermissen. Möglicherweise wäre das auf dem letzten Stück zum Boiling Lake anders, weil die Erdkruste dort extrem dünn ist, aber so weit gehen wir (wie wir jetzt wissen) heute eh nicht.

Zunächst durch den Regenwald stapfen wir den steilen, aber meist wieder mit Stufen aus Aststücken versehenen Pfad bergauf. Zwischendurch sind einige matschige und rutschige Passagen zu bewältigen, zum Teil geht auch über kleine Flüsschen oder in halb trockenen Bachbetten entlang, wobei der Weg eigentlich immer gut erkennbar bleibt. Anstrengend ist es trotzdem und nachdem wir einige Regenwaldrücken überwunden haben geht es auf einem schmalen Berggrat weiter in die Höhe, jetzt aber ohne das vor der sengenden Sonne schützende Blätterdach. Wasser und Snacks haben wir genug dabei, aber wir benötigen es auch.

Auf der höchsten Stelle bei 950 m gibt es eine Rast und wir lassen die Drohne fliegen. Es wird noch eine Zeit auf dem Grat wieder etwas bergab gehen und dann Steil hinunter ins Tal der Zerstörung. Und auch den kochenden See können wir in der Ferne schon dampfen sehen, aber das ist doch noch ein ganzes Stück entfernt.

Der Abstieg ins Valley of Desolation ist dann der kniffligste Teil unserer Tour. Auf teilweise rutschig lehmigem Grund und über glitschige Steine müssen wir recht steil hinunter, aber auch das ist machbar.

Und dann sind wir da: eine lebensfeindlich anmutende Szenerie breitet sich vor uns aus. Es riecht schwefelig, Pflanzen werden rar, hier und da steigt Dampf aus der Erde und in den Bächen blubbert und kocht es.

Im Bild lässt sich das gar nicht so gut wiedergeben, aber Ihr könnt ein kleines Video von unserer Tour ansehen: Video Valley of Desolation.

Wir sind glücklich, es hierher geschafft zu haben, aber auch schon ein bisschen platt, also machen uns hier auf den Rückweg. Am Ende werden wir über 17 km gewandert sein und dabei über 190 Stockwerke Höhenunterschied erklommen haben.

Eingeschlossen sind allerdings die 1,5 km Straße nach Laudat, die wir nach einem weiteren erfrischenden Bad in Titou Gorge (und einem kalten Bierchen) auf dem Weg zur Bushaltestelle gelaufen sind. Ein Bus kommt trotzdem nicht. Zwar hatte uns der Busfahrer auf der Hinfahrt versichert, die letzte Rückfahrt sei um 18.00, aber nach längerer Wartezeit nehmen wir dann doch ein vorbeikommendes Taxi zurück Richtung Flora. Wobei sich Taxi und Bus hier eigentlich nur im Preis (etwas) unterscheiden. Beides sind Kleinbusse, in beiden gibt es weitere Mitfahrer. Unserer (im Taxi) erklärt uns, heute sei schließlich Samstag. Und wenn der Fahrer des Busses keine Fahrgäste hinauf in die Berge habe, komme er halt nicht. Andere Länder – andere Sitten. Aber gut zu wissen 😁

Wandern auf den Mont Pelée

Wie die allermeisten Inseln des Antillenbogens ist auch Martinique vulkanischen Ursprungs. So ist denn auch Martiniques höchster Berg der 1.397 m hohe Vulkan Mont Pelée (kahler Berg). So richtig kahl sieht er dennoch nicht aus, wobei fast immer Wolken den zwar nicht baumbestandenen, aber eben doch grün bewachsenen Gipfel umgeben.

Der Vulkan ist seit 1932 nicht mehr aktiv, hat aber 1902 bei einem verheerenden Ausbruch die damalige Inselhauptstadt St. Pierre vollständig zerstört und fast alle Bewohner getötet. Das Drama hatte sich damals zwar mit Eruptionen und Aschewolken längere Zeit angekündigt, der Gouverneur der Insel hatte aber eine Evakuierung aus logistischen und wohl auch politisch taktischen Gründen (eine Wahl stand unmittelbar bevor) abgelehnt. Er ließ vielmehr verbreiten, St. Pierre sei absolut sicher, was Bewohner umliegender Dörfer dazu bewog, dort Schutz zu suchen. Aus der Stadt Flüchtende ließ er durch Soldaten an der Ausfahrtstraße nach Fort de France aufhalten und zurückschicken.

An Himmelfahrt 1902 entwich dem Mont Pelée dann aber nicht in erster Linie ein Lavafluss, sondern ein pyroklastischer Strom, eine bis zu 800 Grad heiße Glutwolke, die unfassbar schnell mit mehreren hundert km/h den Berg herabschoss. Nur drei Überlebende sind dokumentiert, davon zwei im Stadtzentrum, ein Schuster und ein Gefängnisinsasse, den den die dicken Mauern seines Kerkers überleben ließen. Die dritte dokumentierte Überlebende, ein junges Mädchen, hatte sich mit dem Boot in einer etwas außerhalb liegende Meereshöhle versteckt. Die übrigen Einwohner, geschätzt rund 30.000 Menschen, wurden bei diesem nach Opferzahlen schlimmsten Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts getötet.

Etwas makaber mutet die weitere Geschichte des überlebenden Häftlings an. Drei Tage nach dem Unglück wurde der damals 25jährige verletzt gefunden und nach seiner Genesung begnadigt. Dennoch verbrachte er sein restliches Leben quasi hinter Gittern, denn fortan trat er auf dem amerikanischen Festland im Zirkus auf. Als „einziger Überlebender von St. Pierre“ erzählte er aus einer nachgebauten Gefängniszelle heraus, wie er den Vulkanausbruch überlebt hatte.

Heute, nach fast 90 Jahren Inaktivität, führen mehrere Wanderwege auf den Mont Pelée hinauf. Wir entscheiden uns für den westlichen Aufstieg „Grande Savanne“, der in rund 700 m Höhe an einem improvisierten Parkplatz am Ende eines sehr steilen geteerten Feldweges beginnt. Die Idee ist, das die Westseite weniger häufig wolkenverhangen ist und damit zumindest beim Aufstieg bessere Chancen auf gute Ausblicke gewähren könnte. Da wir ja noch den Mietwagen haben, holen wir in St. Pierre Karin und Reinhard ab, die inzwischen dort mit ihrer „2nd try.2“ vor Anker liegen (sie waren vorher unser Nachbar am Ankerplatz in Fort de France).

Erst geht noch schön schattig durch den Wald bergauf, aber bald werden die Bäume kleiner und weichen dann niedrigem Buschwerk.

Wir haben großes Glück, es bleibt trocken und wir sehen nur über uns am Gipfel immer wieder Wolkenfetzen durchziehen, die ins Tal hinabfallen und sich dann schnell auflösen. Aber es wird auch anstrengender: bis hinauf zu dem auf etwa 1.150 m verlaufenden Caldera-Rundweg sind es etwa 440 Höhenmeter, aber die sind auf etwa 3,5 km Strecke zu überwinden. Zeitweise ist es wie Treppensteigen mit nur sporadisch vorhandenen Stufen, manchmal ist Klettern über die Steine angesagt. Ich finde ja, 440 Höhenmeter hört sich nicht nach allzu viel an. Das iPhone sagt, wir hätten 130 Stockwerke erklommen. Die Treppen zu unserer Wohnung im vierten Stock in Hamburg gut 30 mal hoch und wieder runter, hm. Das Empire State Building hat 102 Stockwerke. Doch, 440 Höhenmeter steil hinauf ist doch eine ganze Menge.

Aber es gibt auch flachere Abschnitte, in denen wir die tollen Ausblicke genießen können. Was für ein Panorama.

Tatsächlich schaffen wir es bis zum Rundwanderweg am Calderarand, wandern dort auch noch ein Stück entlang, aber dann erreichen uns doch die Wolken. Voraus wird die Sicht schlechter und wir möchten den steilen Rückweg auch lieber im Trockenen bewältigen, wir sind eh schon geschafft genug.

Aber glücklich!

Und heute? Haben wir ebenfalls den Anker in Fort de France gelichtet und Flora hier hinüber nach St. Pierre verholt.

Was ist grün und riecht nach Rum? Martinique!

Unser Ankerplatz in Fort de France liegt ja wunderbar zentral in der mit knapp 100.000 Einwohnern für hiesige Verhältnisse großen Stadt. Der Schwell der nah vorbeirauschenden Fähren ist intensiv, stört uns aber nicht sehr, denn immerhin fahren sie ja nachts nicht und tagsüber sind wir viel unterwegs. Erst haben wir die Stadt erkundet und jetzt – ja jetzt soll’s mal raus ins Grüne gehen.

Wir organisieren ein Auto. Sollte ja hier im wirtschaftlichen Zentrum der Insel nicht so schwer sein, aber: die Autovermieter haben ihre Filialen in der Stadt geschlossen, wir nehmen also den Bus raus zum Flughafen. Aber auch dort gibt’s bei den ersten beiden Vermietern lange Gesichter: kein Auto zu bekommen. Bei Budget werden wir schließlich doch noch fündig und so geht es erst mal los in den Süden. Wir fahren nach Marin, sehen unfassbar viele Ankerlieger in der Bucht und einen großen Hafen und – machen natürlich erst mal die örtlichen Schiffsausrüster unsicher. Irgendwas findet man ja immer, diesmal neben Kleinkram einen Ersatz für unsere völlig zerschlissene Sitztasche im Dinghy.

Dann geht es kurvenreich weiter durch den hügeligen und relativ dicht bebauten Süden Martiniques. Die Straße führt oft oben an den recht steilen Hügeln entlang, die Täler sind dort, wo sie nicht bebaut sind, zumeist intensiv landwirtschaftlich genutzt, ganz überwiegend mit Zuckerrohr- oder Bananenanbau.

Anders als auf den Kanaren finden sich hier keine Planen über den Plantagen, also alles grün von den Bergen bis zum Meeresufer, vor dem man noch hoch aus den Hügeln die Wellen weiß über den Martinique im Osten vorgelagerten Riffen brechen sehen kann.

Unser Ziel ist ist die Habitation Clément, eine der großen Rumdestillerien der Insel. Rum wird auf dem Gut weiter produziert, aber die historischen Gebäude und Maschinen sind nicht mehr in Funktion, sondern wurden restauriert und werden nun museal genutzt, wobei der Rundgang den von Zuckerrohrplantagen umgebenen großen Park mit seinen vielen Skulpturen und Kunstinstallationen einschließt.

Eine Allee mit Königspalmen, früher das Erkennungszeichen einer jeden Habitation.

Das Gutshaus und die Nebengebäude sind restauriert und exemplarisch für die Kreolische Gutsarchitektur.

Gelagert und gereift wird der Rum in einer modernen Halle noch immer auf dem Gutsgelände, was uns Besuchern nicht nur ein wunderschöner Anblick, sondern auch einen intensiven Rum-Geruch bietet.

In den halboffenen alten Maschinenhallen sind neben den teils restaurierten Gerätschaften auch Austellungen untergebracht, wechselnde zeitgenössische Kunst wird ebenso präsentiert wie großformatige Fotografien ehemaliger Arbeiter und Arbeiterinnen, bei denen auch Funktion und Tätigkeitszeitraum dazu angegeben sind.

So ergibt sich ein längerer und doch kurzweiliger Rundgang, der dann natürlich im Verkostungs- und Verkaufsraum endet 🤪. Wir halten uns bei beidem zurück – nur ein bisschen. Schließlich wollen wir, wo wir schon mal ein Auto haben, unsere Vorräte nicht nur mit Rum wieder aufstocken, auf der Rückfahrt zum Boot füllen wir im großen Carrefour unseren Kofferraum.

Nur um dann heute morgen gleich wieder mit dem Auto loszufahren, diesmal Richtung Norden. Erstes Ziel ist der botanische Garten „Jardin de Balata“. Neben insbesondere vielen Palmen- und Bromelienarten wartet der Garten noch mit ein paar weiteren Highlights auf.

„Botanisch betrachtet sind Palmen (z.B. wegen mangelnder Äste) keine Bäume sondern eher gigantisches Gras“ (Schild im Jardin de Balata)

Schon gleich am Eingang fallen viele wunderbar bunte frei im Garten herumfliegende Kolibris ins Auge, die sowohl an den Blüten als auch an aufgehängten Futterstellen naschen.

Es sind karibische Purpurkehlkolibris, hier noch mal im Gegenlicht weil ich die Flügelstruktur so herrlich finde:

Auf einer Bromelie entdeckt Wiebke zudem ein kleine grüne Echse, es könnte eine endemische Martinique-Anolis sein:

Wir sind begeistert, auch wenn wir für die als eigentliches Highlight angekündete Baumwipfelwanderung über Hängebrücken doch einige Zeit anstehen müssen. Aber das lohnt sich:

Danach bringt uns unser Mietwagen sogar noch höher hinauf und noch weiter ins Grün, denn wir umfahren die Pitons de Carbet (ja, nicht nur Saint Lucia hat Pitons 😉) östlich auf Gebirgsstraßen, die nun immer seltener an Siedlungen vorbeiführen, Regen- und Nebelwald macht sich breit. Kaum ein anderes Auto ist zu sehen.

Aber in einer Kurve steht plötzlich ein barfüßiger dunkel gekleideter Rasta neben einem halboffenen Kastenwagen und räumt Kokosnüsse herum. Wir halten an und sehen dann erst, dass neben seinem Parkplatz ein Pfad an einem Flüsschen entlang zu führen scheint. Es geht ein paar Stufen hinauf und in den Wald hinein. Zwar mit einigen etwas schlammigen Abschnitten aber die Baumwurzeln helfen meist darüber hinweg.

Auf eine Urwaldexpedition sind wir eigentlich nicht eingestellt, aber wir brauchen auch nicht ganz weit zu klettern, dann kommen wir am Flüsschen an einer tollen Badestelle an. Lassen wir uns natürlich nicht entgehen, obwohl mein T-Shirt hinterher als Handtuch herhalten muss, es ist einfach zu verlockend.

Als zusätzliche Belohnung gönnen wir uns nach der Rückkehr unten an der Straße beim Rasta eine frisch mit der Machete geöffnete Trinknuss.

Wenn man dann über die halbe Insel zurück zum Boot fährt, kommt man fast unweigerlich an einer weiteren Habitation vorbei, diesmal ist es die Rumdestillerie HSE, der wir einen Besuch abstatten. Sie ist weniger touristisch orientiert, hat aber einen schönen Probier- und Verkaufsraum mit supernetten Mitarbeitern und ein wenn auch auf andere Weise nicht minder malerisches Rumlager.

Bei den vielen örtlichen Destillen nimmt es nicht Wunder, dass die (jawohl, extra!) Rumabteilung im hiesigen (großen) Supermarkt zu beiden Seiten des Ganges so aussieht:

😁

Bergwanderung auf La Gomera

Eigentlich ist so ein morgendlicher Regenbogen in den Bergen hinter unserem Hafen ja ein deutliches Signal, oder?

Mit Susanne, Jochen und Jakob von der SY Stressless haben wir heute eine 15 km Bergwanderung unternommen. Die drei kennen die Insel (und auch diese Wanderung) gut, was heute von besonderem Vorteil war. Wiebke und ich hätten nämlich vermutlich noch nichtmal den Einstieg in die Tour gefunden, nachdem uns der Bus der Linie 1 von San Sebastián bis auf 1.100 m Höhe in einer dichten Wolke abgesetzt hat. Konnten wir vorher noch die tollen Ausblicke hinunter nach San Sebastián und unseren Hafen und hinüber über die Meerenge mit einem auf der anderen Seite wieder über die Wolken hinausragenden Pico de Teide genießen, sehen wir jetzt … nicht viel.

Neben der Bushaltestelle führt ein kleiner steiler und rutschiger Pfad scheinbar ins Nichts. Nicht mal den 1.350 m hohen Roque de Agando können wir erkennen, obwohl wir neben ihm ausgestiegen sind. Offenbar nicht grundlos gibt’s im gebirgigen Inneren La Gomeras im Herz des Nationalparks Garajonay subtropischen Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen Farnen.

Aber Susanne ist sich sicher und wir folgen ihr. Tatsächlich führt er uns zum eigentlichen Einstieg in den dann ausgeschilderten Wanderweg hinunter nach Playa de Santiago.

Und trotz Nebel oder Wolke oder Regen, die Wanderung ist wunderschön und abwechslungsreich. Laufen wir zunächst meist durch Kiefernwald, wird es zwischendurch offener und ab und zu können wir sogar in der Ferne das Meer durchblitzen sehen.

Je weiter wir hinuntersteigen, desto karger wird es. Und das, obwohl sich Agaven und auch Palmen einfinden.

Aber dafür werden die Hänge steiler, die vor langen Zeiten angelegten Terrassen werden kaum noch genutzt, zu aufwendig ist die erforderliche Handarbeit. Manchmal geht’s direkt neben dem Pfad senkrecht hinunter, aber meist ist der Weg eigentlich ganz gut zu begehen. Nur das ständige Bergab auf dem glitschigen Geläuf setzt den Knien auf Dauer doch kräftig zu.

Die Wolken und mit ihnen die Feuchtigkeit begleiten uns bis hinunter nach Playa de Santiago, obwohl sich zwischendurch sogar mal die Sonne zeigt.

Im Ort erwischen wir mit perfektem Timing den Bus zurück nach San Sebastián, kaufen noch etwas ein und genießen dann bei Sonnenschein Eis und Bier im Cockpit der Stressless – wir finden, das haben wir uns verdient.

Karg ist nicht farblos! Montaña Amarilla

Da hatte ich in meinem vorigen Post doch geschrieben, La Graciosa sei karg und habe ihren Anmuts-Namen wohl quasi aus einem spätmittelalterlichen Marketingversuch heraus erhalten. Und dann das:

Der Wetterbericht sagt einen Sonne-Wolken-Mix voraus, es wird nicht so heiß, beste Voraussetzungen für eine Wanderung auf den Montaña Amarilla, den „gelben Berg“. Der liegt in der Südwestecke von La Graciosa, nicht weit von unserem Ankerplatz entfernt, an der Tauchern und Badenden vorbehaltenen Nachbarbucht. Google Earth wird befragt, lässt einen Rundwanderweg erahnen und liefert in der 3D-Ansicht ein beeindruckendes Bild des erloschenen Vulkankraters, dessen Nordwestseite offenbar bei einer Eruption weggesprengt wurde.

Also die Wanderschuhe an und los? Nein, natürlich nicht. Erstmal müssen wir ein ganzes Stück durch den losen Dünensand, das geht besser barfuß.

Aber schon jetzt zeigt sich, warum der gut 170 m hohe Berg nach einer Farbe benannt ist: die vom Meer angeknabberte Südseite präsentiert sich in einem Mix aus gelbem und rotem Tuffgestein und scheint gerade bei diesem Wetter manchmal regelrecht zu leuchten. Und was für ein Kontrast mit dem gelegentlich knalligen Blau des Himmels oder des Meeres, dem hellen Sand von sowohl Strand als auch manchen Dünen und dem Türkis der flacheren Buchten.

Jetzt mit Wanderschuhen geht’s auf einem zwar unbeschilderten aber meist gut erkennbaren Pfad über loses Geröll hinauf zum Grat des Vulkankraters.

Fantastische Ausblicke über den „Rio“ hinüber nach Lanzarote, über die Buchten und die Ankerlieger, hinunter zum Dorf Caleta del Sebo und auch nach Norden über La Graciosa hinweg zu den anderen Inseln des Naturschutzgebietes Archipelago Chinijo.

Und wie den Farben angepasst, hat sich bei unserer Rückkehr zur Flora eine kleine Palmtaube auf dem Heck unseres Bootes niedergelassen. Schön, ganz viele Tiere haben wir auf La Graciosa sonst leider nicht entdecken können und irgendwie kommt das von meinen Eltern und unserem Grundschuldirektor früh mit vogelkundlichen Wanderungen geweckte Naturinteresse offenbar immer wieder durch 😉.

Heute wollen wir trotzdem unseren herrlichen Ankerplatz verlassen und hinüber nach Lanzarote segeln. An die Ostseite zum Hauptort Arrecife. Zur Abwechslung mal wieder Stadt.

Zweite Levadawanderung

Wieder mit dem Bus, diesmal war es die Überlandlinie 57, geht es hinauf in die Berge und über den Gebirgskamm nach Ribeiro Frio im gleichnamigen Park Natural. Schon auf der Fahrt ist es interessant zu beobachten, wie sich die Vegetation am Straßenrand veränderte. Erst wieder durch Eukalyptus- und Lorbeerwälder wird es, nachdem wir die dünne Wolkendecke unter uns gelassen haben immer karger bis kurz vor dem Pass nur noch trockene Wiesen und Sträucher den Weg säumen. Und wie anders sieht es auf der Nordseite aus: dunkler hoher alter Nadelwald empfängt uns, etwas weiter ins Tal geht er in Lorbeerwald über. Und dort beginnen wir unsere zweite Levadawanderung. Anders als vorgestern präsentiert sich die Natur entlang der Levada durchgehend sattgrün, neben dem unbewirtschafteten Urwald aus Lorbeerbäumen und hohen Azaleen oder Hortensien auch mit dichtem Bewuchs aus Farnen, Moosen und Flechten.

Und auch der Weg an der Levada zeigt sich abwechslungsreich. Wir haben das Glück, dass die Wolken unter uns bleiben und sich zum Ende der Wanderung hin ganz aufgelöst haben. So wandern wir meist unter einem lichtdurchbrochenen Blätterdach, mal lichter und mit tollen Ausblicken

mal dichter oder sogar durch kleine Schluchten und Tunnel.

Und auch die heimische Tierwelt zeigt sich immer wieder. Vor allem die Madeira-Eidechse, deren kleine Exemplare bei unserer Annäherung ins Wasser springen und auf die andere Levada-Seite schwimmen. Aber auch viele Madeira-Buchfinken sind zu sehen, unserem Buchfink ganz ähnlich, aber mit größerem Schnabel und pfirsichfarbener Brust:

Und sogar ein Madeira-Goldhähnchen erspähen wir, aber da bin ich mit der Kamera nicht schnell genug 🥺.

Am Ende führt auch hier der Weg von der Levada fort und recht steil hinunter nach Portela. Von dort könnten wir mit dem Bus zurück nach Funchal, aber ein Sammeltaxi für nur 5,- Euro pro Nase kommt dem Bus zuvor und bringt uns schnell und bequem direkt zurück.

Nach soviel Natur (und einer ausgiebigen Erholungspause an Bord) belohnen wir uns mit einem Restaurantbesuch und so geht es am Abend noch einmal in die Stadt. Natürlich wieder zu Fuß, so weit ist es von unserem Liegeplatz ja auch nicht. Am Ende stehen trotzdem 25,9 km und 30.052 Schritte auf meinem iPhone-Zähler. Da soll noch mal einer sagen, beim Segeln verkümmere die Beinmuskulatur.

😀

Levadawanderung und Hailight

Madeira ist eine steile, gebirgige Insel, bis zu 1.862 m hoch am Pico Ruivo. Das führt zu sehr unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen in den verschiedenen Inselteilen. Während der Norden bei dem vorherrschenden Nordostwind die Wolken abfängt und sich daher häufiger regnerisch präsentiert ist es im Süden eher subtropisch warm und trocken. Wir sind im Hauptort Funchal, das liegt liegt im eigentlich trockenen Süden. Trotzdem gibt es hier viel Grün, nicht umsonst ist Madeira auch als die „Blumeninsel“ bekannt. Die findigen Bewohner haben schon im 15. Jahrhundert auf der erst kurz zuvor von den Portugiesen besiedelte Insel sogenannte „Levadas“ angelegt, Bewässerungskanäle, die sich aus dem nördlichen Gebirge kommend eng an die Berghänge schmiegen und das Wasser in den trockenen Süden leiten. Und damit ist nicht nur die Wasserversorgung verbunden: entlang der Levadas kann man wunderbare Wanderungen unternehmen. Die schmalen Kontrollpfade neben den Kanälen ziehen sich von der Stadt Funchal aus mit wenig Gefälle am Berg entlang, um Täler herum, teils durch Tunnel hindurch. Für unsere erste Levadawanderung wählen wir eine einfache Tour, rund 11 km lang, mit einem bequem per Linienbus zu erreichenden Einstiegspunkt.

Und tatsächlich, nach gut 20 Minuten, in denen sich der Bus der Linie 47 in Serpentinen den steilen Hang hinauf bis zum Garten Quinta do Palheiro Ferreiro an der Stadtgrenze hinaufschraubt, stehen wir am Einstiegspunkt mit fantastischem Blick über Funchal und können unten die große Hafenmole erkennen.

Die Wanderung selbst ist wunderschön, beginnt zwar hinter einem Industriegebiet, führt dann aber durch Lorbeer-, Akazien- und Eukalyptuswälder, ab und an auch wieder über Straßen und an Häusern vorbei, manchmal jedoch auch recht frei am steilen Hang mit tollen Ausblicken.

Nur das letzte Stück führt von der Levada fort erst steil bergab und dann auf der anderen Seite des Tales wieder hinauf bis zur Bergstation der Seilbahn 🚡. Von dort aus könnte man per Schlitten auf der Straße hinuntergleiten, traditionell sozusagen (früher gab es statt der Seilbahn scheinbar eine besondere Eisenbahn):

Wir schauen den Schlittenfahrern nur zu, etwas neidisch allerdings, denn unser Weg hinunter zur 2. Bushaltestelle (die erste übersehen wir wohl) ist der anstrengendste Teil unseres Marsches.

Aber zurück an Bord wartet ein Highlight bzw. Hailight auf uns – der Hammer!

Im Hafenwasser direkt neben der Flora entdecken wir mehrere jugendliche Hammerhaie. Wirklich! Sie ziehen zwischen den Booten ihre Runden, wir können es erst gar nicht fassen.

Schnell die GoPro-Kamera an den Bootshaken und:

Kurzes Video dazu:

Die Langversion des Videos gibt’s durch Anklicken HIER.

Nachtrag: Die Fehlfunktion der Videolinks bei Dolphin-Day und diesem Post sollte jetzt behoben sein.

Laut Aussage der Marine-Biologin von einem der Whalewatching-Tourboote hier im Hafen nutzen die Hammerhaie diese Gewässer als Geburtsstube, wie übrigens auch die von uns beobachteten Zügeldelfine, die sich nur im Sommer so weit nördlich aufhalten.