Aus dem gestern noch sehr ruppigen Segeln in bewegter See ist heute Champagnersegeln geworden (natĂŒrlich ohne dass wir Alkohol zu uns nehmen wĂŒrden). Herrliches Wetter ruhige See und 8 bis 10 kn Wind von der Seite. Wir sind trotzdem mit dem zweiten Reff im GroĂsegel und der kleinen Fock unterwegs. Nur gut vier Knoten Fahrt machen wir so – mit voller Absicht!
Wenn unsere Rechnung aufgeht, kommen wir damit zum Morgenhochwasser gegen 9:00 Uhr am Pass in die Lagune von Raroia an und können um Slack (Stillwasser im Pass) einlaufen.
Besonderheiten:
Zum Sonnenuntergang hat sich mal wieder ein gĂ€nsegroĂer Booby eine Mitfahrgelegenheit fĂŒr die Nacht erschlichen. Auf dem Bugkorb und hinten auf dem Davit dulden wir diese Tramper. Wenn sie sich dagegen auf der Saling im Mast niederlassen wollen, vertreiben wir sie; zu ĂŒbel sind von da aus ihre ĂŒber das ganze Schiff inclusive Bimimi und Solarpanel verteilten stinkenden und Ă€tzenden Hinterlassenschaften.
Der Brown Booby (WeiĂbauchtölpel) blieb die Nacht ĂŒber und verschwand erst im Morgengrauen.
Und dann haben wir heute Nachmittag wieder AngelglĂŒck: ein Skipjack Tuna, der gröĂte, den wir bisher von dieser Art gefangen haben.
Nicht ganz so schön: unser AIS (Digital Yacht AIT5000) sendet nicht mehr. Empfang haben wir, die UKW-Funke (lĂ€uft ĂŒber die gleiche Antenne) funktioniert. Der Silent/Stealth-Modus ist nicht aktiv, trotzdem wird kein AIS-Signal gesendet. Ich habe mal ein Suport-Ticket beim Hersteller eröffnet. Jedenfalls könnt Ihr uns derzeit nicht auf Marine-Traffic oder Vesseltracker finden, auf Noforeignland ist Floras aktuelle Position aber weiterhin einsehbar.
Wir haben ĂŒbrigens eine weitere halbe Stunde Zeitverschiebung gegenĂŒber den Marquesas, in den Tuamotus ist es jetzt 12 Stunden frĂŒher als in Deutschland. Wenn also bei Euch der Dienstag langsam zu Ende geht, fĂ€ngt er bei uns an und wir laufen dann hoffentlich noch rechtzeitig vor der angekĂŒndigten Wetterverschlechterung in das Raroia-Atoll ein.
Wir kommen wie geplant um 8:00 Uhr los. Jill und Michael bringen uns noch ein frisches Baguette vorbei, die beiden waren tatsÀchlich schon um sechs Uhr an der BÀckerei (als wir am Vortag um 10:30 da waren, hatte die BÀckerei schon zu). und auch Heather und Jim kommen im Dinghy noch einmal angepaddelt, um uns zu verabschieden.
Wir motoren aus der Bucht hinaus, setzen drauĂen die Segel. Den Tag ĂŒber ist es ein stĂ€ndiger Wechsel zwischen Fock und Code0. Der Wind ist unstet, ziemlich böig. Auf Höhe von Ua Pou erwischt uns der erste Schauer, ein paar weitere folgen noch. Zwei echte Bonito gehen an die Angel, einen lassen wir wieder frei.
Gegen Abend nimmt der Wind zu, mit ihm auch die Wellen, aber auch unsere Geschwindigkeit. Mit der Fock und zwei Reffs im GroĂ geht es in die erste Nacht dieser Passage. Weil es ja mit rund 72 Stunden eine ĂŒberschaubar kurze Ăberfahrt wird, experimentieren wir mit unserem Wach-Rythmus. Statt 4 mal 3 Stunden in der Nacht probieren wir es ausnahmsweise mit 2 x 6 Stunden. Aber so richtig glĂŒcklich sind wir damit nicht.
Schön ist aber der Sonnenaufgang:
Etmal trotz eher langsamem Beginn 152 Seemeilen, ein gutes Drittel ist geschafft.
Bananen baumeln am Achterstag. Die ĂŒbrigen FruchvorrĂ€te sind in der Flora in Netzen gestaut, schaukeln von der Decke im Salon und an der Duschvorhangstange im Bad. Der Dinghymotor wird mittels der Dirk auf den Heckkorb gesetzt, das jetzt motorlose Beiboot in den Davits zusĂ€tzlich mit « Bellybands » (unter dem Boden durchgezogenen GurtbĂ€ndern) gesichert und natĂŒrlich auch sonst alles an Bord seefest verstaut. Es geht wieder los. 450 Seemeilen offener Pazifik liegen vor uns, das entspricht etwa der Entfernung der Strecke einmal quer durch Deutschland.
Der Abschied von den Marquesas fĂ€llt nicht leicht. Zum einen sind gerade noch unsere amerikanischen Freunde Jill und Michael mit ihrer âGertyâ angekommen. Immerhin konnten wir sie noch gebĂŒhrend in Empfang nehmen und einen netten BegrĂŒĂungsabend mit ihnen sowie Simone und Joren von der hollĂ€ndischen âVlinderâ verbringen. Heather und Jim sind noch hier, Andrea und Ingo im Norden der Insel.
Zum anderen waren die Marquesas einfach wunderbar. Fatu Hiva mit seinem Traumankerplatz in der Baie de Vierges. Tahuata mit seinen StrĂ€nden, den Delfin- und Mantabegegnungen und dem traditionellen Erdofen-Festmahl. Hiva Oa, das uns nach dem rolligen und knallvollen Atuona mit schönen AnkerplĂ€tzen an seiner Nordseite verwöhnt, das weniger besuchte Ua Huka, auch wenn es uns nur eine Stippvisite ohne Landgang gönnte. Das hohe Ua Pou mit den charakteristischen Pitons, den Zacken seiner Krone. Und – zwischendurch schon einmal und zuletzt wieder – das vielfĂ€ltige Nuku Hiva.
Die Erlebnisse, die Wanderungen, die Schönheit der Natur, all das hat uns auf den Marquesas beeindruckt. Und doch, einmal mehr waren es die Begegnungen mit den Menschen, die die prĂ€gendsten und bewegendsten EindrĂŒcke hinterlassen haben. Die Gastfreundschaft der Bewohner dieser Inseln, ihre Offenheit und Zugewandheit.
Vom weitlÀufigen Ankerplatz vor dem Hauptort Taiohae brechen wir jetzt auf.
Neue Abenteuer locken. Unser Ziel sind die Tuamotos. Auch sie bilden eine der fĂŒnf Inselgruppen Französisch Polynesiens. Ganz anders als die hohen grĂŒnen gebirgigen Marquesas sind sie flache Atolle, die sich kaum ĂŒber den Meeresspiegel erheben. Fast alle von ihnen haben eine von einem Riff umgebene Lagune, die wenigen Ausnahmen sind gehobene Atolle. FrĂŒher ebenfalls mit einer flachen Lagune im inneren, hat sich das ganze Atoll durch tektonische VerĂ€nderungen so weit aus dem Meer gehoben, dass kein Meerwasser mehr in die ausgetrocknete Lagune gelangt.
Bei allen anderen Atollen der Tuamotus aber ist die Lagune ein Teil des Ozeans. Durch einen oder mehrere PĂ€sse atmet die Lagune mit der Tide Pazifikwasser ein und aus. Wenn der Wind auf dem Ozean hohe Wellen aufbaut, gelangt zudem auch ĂŒber das Ringriff hinweg weiteres Wasser in die Lagune, was dann bei Ebbe zu besonders krĂ€ftigen Strömungen im Pass fĂŒhrt. Die Passagen durch die PĂ€sse der Lagunen sind also mit Vorsicht und idealerweise um Stillwasser herum vorzunehmen. Also sollten wir in drei Tagen möglichst um 8:30 oder um 14:30 vor dem Pass von Raroia angekommen sein, unserem geplant ersten Atoll der Tuamotus. Lieber etwas frĂŒher, um Spielraum zu haben. Mal sehen, ob das klappt.
Schwupps, vier Wochen sind schon um. Unser Patenkind Jannik fliegt ab Nuku Hiva (ĂŒber Papeete, Los Angeles und Paris) zurĂŒck nach Frankfurt. Etwa 50 Stunden dauert seine gesamte RĂŒckreise.
Wir verlegen Flora in die Bucht vor Taiohae, mit 1.600 Einwohnern der Hauptort von Nuku Hiva. Dort mieten wir fĂŒr den Abflugtag ein Auto. Der Flughafen liegt im Nordwesten der Insel, 40 km kurvenreiche Fahrt durch das Inselinnere sind es dorthin.
Erst einmal aber schauen wir uns noch gemeinsam Taiohae an, laufen zum gröĂten zeitgenössischen Tiki, das auf einem kleinen HĂŒgel an der Ankerbucht errichtet wurde. Das 12 m hohe Doppeltiki âTuhivaâ zeigt einen Krieger, der als Bewahrer mit der von seinen Vorfahren (reprĂ€sentiert durch das gröĂere weibliche Tiki) geerbten Kraft von Tradition und Wissen in die Zukunft schreitet. Das ist sicher der Wunsch vieler Polynesien fĂŒr ihre Kinder. Gleichwohl verlassen viele fĂŒr die Ausbildung ihre kleinen Heimatinseln, bei weitem nicht alle wollen danach zurĂŒckkehren.
Und wie geht es fĂŒr Jannik jetzt nach seiner Schulzeit weiter? Mal sehen, auch er verlĂ€sst ja zum Studium seinen Heimatort.
Hier gibtâs jedenfalls ein Abschiedsessen in der Pizzeria von Taiohae, gemeinsam mit unseren Segelfreunden Heather und Jim von der âKavengaâ. Und auch von den beiden mĂŒssen wir uns schon wieder trennen, denn wĂ€hrend wir auf dem Absprung zu den Tuamotus sind, warten die beiden hier in Taiohae noch auf Ersatzteile und das wird wohl noch ein paar Wochen dauern.
Die Fahrt zum Flughafen ist dann zugleich noch ein bisschen Inselerkundung. Ăber Serpentinen schrauben wir uns an der ĂŒppig tropisch bewachsenen SĂŒdkĂŒste der Insel von Nuku Hiva in die Höhe, haben noch einmal einen tollen Blick auf unsere Ankerbucht in einem alten, eingestĂŒrzten Vulkankrater:
Als wir ĂŒber den Pass auf die andere Seite des GebirgsrĂŒckens wechseln, wandelt sich das Bild. Wir fahren durch eine leicht gewellte Hochebene, landwirtschaftlich genutzte FlĂ€chen, KĂŒhe auf der Weide, Kiefern und andere NadelbĂ€ume prĂ€gen das Bild. âWesterwaldâ fĂŒr Jannik. Je nĂ€her wir dem Flughafen im Nordwesten kommen, desto trockener wird es. Am Ende sehen wir sogar Kakteen. Und dann heiĂt es wirklich âTschĂŒssâ. Danke fĂŒr den Besuch Jannik, es war schön, Dich an Bord zu haben.
Wo uns der Mietwagen schon mal zur VerfĂŒgung steht, fahren wir auch noch die andere befestigte InselstraĂe hinĂŒber in den Nordosten von Nuku Hiva. Hier ist es wieder tropischer. Die StraĂe fĂŒhrt von der Baie de Controleur zunĂ€chst in einem Tal entlang. Als wir uns dann langsam am Hang hinaubewegen, sehen wir auf der gegenĂŒberliegenden Talseite einen massiven Wasserfall hinabstĂŒrzen.
Autoverkehr begegnet uns wenig, aber dafĂŒr sehen wir ein ums andere Mal Tiere. Pferde und Schweine, mal angepflockt am StraĂenrand, mal halbwild mit einem kurzen Strick um den Hals, mal als echte Wildpferde und Wildschweine.
Wir fahren nach Hatiheu, malerisch unter einem spitzzackigen Hahnenkamm von Felsen gelegen.
Kurz vor dem Ort besuchen wir Kamuihei, eine (seit 1998) teilweise restaurierte polynesischen SiedlungsstÀtte, die sich oberhalb von Hatiheu im Wald verbirgt.
Wie praktisch immer an den historischen StÀtten finden sich auch hier einige der imposanten heiligen Banyan-BÀume, der Àlteste wohl um die 600 Jahre alt:
Suchbild: Bayanbaum mit Wiebke đ
ZurĂŒck in Taiohae nutzen wir das Auto noch, um unsere ProviantvorrĂ€te fĂŒr die Tuamotus noch etwas aufzustocken, fahren auch zum weiter vom Dinghydock entfernt gelegenen Supermarkt im oberen Teil des Ortes. Der ist zwar nicht wesentlich gröĂer als der âUtileâ, scheint aber doch etwas gĂŒnstiger (bzw. etwas weniger teuer) zu sein. Auch auf dem Obst- und GemĂŒsemarkt am Kai decken wir uns ein, finden sogar ein bisschen GemĂŒse.
Dann besuchen wir noch die Sammlung zeitgenössischer und historischer Tikis an der Uferpromenade.
Sieht spannend aus, aber nicht alle Einheimischen sind begeistert. âDa war wohl noch Geld ĂŒber, und dann hat das ein Italiener designt. Aber einen Anschluss an flieĂendes Wasser haben wir immer noch nicht ĂŒberall.â
Die Ansichten, wie mit der geerbten Kraft von Tradition und Wissen in die Zukunft geschritten werden soll gehen offenbar (kaum verwunderlich) auseinander.
Einer der WasserfĂ€lle mit der gröĂten Fallhöhe der Polynesischen Inselwelt liegt, wenn man Neuseeland und Hawaiâi ausnimmt, auf Nuku Hiva. Fast 350 Meter stĂŒrzt das Wasser hier in einem einzigen Strahl in die Tiefe (ein âPferdeschwanz-Wasserfallâ). Wir wissen schon, dass der Anblick weniger spektakulĂ€r sein wird als bei anderen, kleineren WasserfĂ€llen. Denn obwohl aus der Ferne noch recht gut auszumachen, verbirgt sich das herabstĂŒrzende Nass beim NĂ€herkommen hinter den steilen FelswĂ€nden einer Klamm, die nur durch einen schmalen Spalt einen Blick auf den unteren Teil des Wasserfalls zulĂ€sst und den oberen Teil sogar ganz vor den Augen der Besucher verbirgt. Das schreckt uns aber nicht ab, denn die Wanderung dorthin ist hier die eigentliche Attraktion.
Wir holen Ingo und Andrea ab und picken mit dem Dinghy auch noch Sigurd und Johanna von der norwegischen âThindraâ auf. Das Dinghy wird wieder am Strand gebeacht, den Pfad von dort zum Dörfchen kennen wir ja jetzt schon.
Und dann gehtâs los. Eine Besonderheit dieser Wanderung sind die vielen Flussdurchquerungen. Mehrfach gilt es, durch das steinige Bett des Hakaui-Flusses oder kleinerer Zufluss-BĂ€che zu waten.
Beim Haus von Kua und Teâiki biegen wir rechts ab auf die DorfstraĂe, einen Grasweg, der zwischen den GĂ€rten der wenigen HĂ€user des Tales hindurchfĂŒhrt.
Als wir das Dorf hinter uns lassen wird der Weg schmaler und hier in der Niederung auch manchmal etwas sumpfiger.
Dann aber geht es etwas den Hang hinauf und auf einem jahrhundertealten, mit groben Steinen angelegten Pfad durch den Wald, vorbei an alten Mauern und den lĂ€ngst ĂŒberwucherten steinernen Fundamenten von HĂ€usern.
Mehr als tausend Menschen sollen in dem lĂ€ngst ĂŒberwucherten Dorf einst gelebt haben. Wo sich das BlĂ€tterdach mal öffnet, haben wir einen tollen Ausblick âŠ
⊠zum Teil sogar bis hin zum VaipĆ-Wasserfall:
Im dichten Unterholz schreckt unsere Wander-Kolonne einen HundertfĂŒĂler auf. Es ist das erste Mal, dass wir eines dieser giftigen, eher nachtaktiven âScolopendraâ zu sehen bekommen, aber gewarnt wurden wir schon hĂ€ufiger vor ihnen. Auf Deutsch werden sie âRiesenlĂ€uferâ genannt. Eine treffende Bezeichnung. Dieses Exemplar ist etwa 15 cm lang:
Menschen gehören natĂŒrlich nicht zum Beuteschema, aber ein Zupacken mit dem zu Giftklauen umgebildeten ersten Beinpaar am Maul ist extrem schmerzhaft. Da sie lichtscheu sind und sich tagsĂŒber gern unter BlĂ€ttern, Ăsten oder in kleinen Höhlen verstecken empfiehlt es sich, zum Beispiel zum Baden abgelegte Kleidung oder Schuhe sorgfĂ€ltig auszuschĂŒtteln.
Abgesehen von MĂŒcken und den auĂerordentlich lĂ€stig juckend beiĂenden Sandfliegen (Nonos, von denen erwischen uns auf dieser Wanderung trotz Vorsorge einige) gibt es hier aber ansonsten wenig gefĂ€hrliche Plagetiere.
Weiter gehtâs durch die BĂ€che.
Und dann auch durch den ersten Felsdurchlass.
Dahinter finden wir aber noch nicht gleich den Wasserfall, der verbirgt sich nach dem Weiterwandern noch einmal und blinzelt nur durch einen kleinen Spalt zwischen senkrechten Felsen.
Man kann durch das trĂŒbe Wasser hineinschwimmen, aber dazu entschlieĂen sich nur Sigurd und Johanna. Wir anderen belassen es bei dem Anblick von jenseits des Matsch-Teiches. Bei dieser knapp 20 km langen Wanderung ist eher der Weg das Ziel.
Das Bad folgt dann fĂŒr uns erst am Ankerplatz.
Insbesondere Jannik und ich schlieĂen dem noch ein ausgiebiges (Synchron-)Springen an:
Ein paar Stunden schönes Segeln, dann sind wir von Ua Pou zurĂŒck auf Nuku Hiva. Wir entscheiden uns fĂŒr Hakatea, eine der geschĂŒtztesten Ankerbuchten des Reviers. Aber nicht nur das zeichnet sie aus.
Die Einfahrt in die Bucht offenbart eine atemberaubende Schönheit der wild zerklĂŒfteten Landschaft.
Die eigentliche Ankerbucht ist dabei durch die Halbinsel so gechĂŒtzt, das wir von Floras Ankerplatz aus rundherum Land sehen. DrauĂen bricht sich der Schwell, drinnen liegt unser Schiff ruhig wie seit den Gambier nicht mehr.
Das Dörfchen an der westlichen Bucht bietet ein kleines Restaurant und die Möglichkeit, Obst zu kaufen. Wie schon in der Baie de Controleur liegen die wenigen HĂ€user allerdings an einem kleinen Fluss, dessen MĂŒndung eine Barre aufweist. Sie kann nur um Hochwasser herum mit dem Dinghy befahren werden und auch das nur am Ă€uĂeren Rand, ganz nahe an den Felsen. Wir holen Ingo und Andrea von der Easy One ab und probieren es. Direkt neben uns bricht sich die Brandung auf der Barre, aber wir kommen durch. Im FlĂŒsschen ist es dann sofort herrlich ruhig.
Wir fahren noch ein StĂŒck weiter Richtung Ort, dann binden wir Florecita an einer Palme fest und gehen zu FuĂ weiter. Es ist fast unwirklich malerisch.
Beim dritten Haus treffen wir auf Kua. Wir fragen sie nach dem Weg, sind aber schon am Ziel. Gemeinsam mit ihrem Mann Teâiki betreibt sie ein kleines Gartenrestaurant und verkauft auch FrĂŒchte.
Teâiki fragt uns, ob wir ihm helfen können, sein Boot aus dem Wasser zu ziehen. Na klar. Also gehen Jannik, Ingo und ich mit Teâiki rĂŒber zum Fluss, wĂ€hrend Wiebke und Andrea mit Kua FrĂŒchte aussuchen.
Teâiki watet zum kleinen Motorboot und schiebt es ans Ufer, dort ziehen wir es dann mit einer Seilwinde ĂŒber zuvor platzierte Baumstammrollen in den Garten. Hört sich einfacher an als es ist, das Ausbalancieren und manuelle Bedienen der Seilwinde ist recht aufwĂ€ndig. Am Ende wird das Boot dann mit den Seitenteilen eines alten Bettes verkeilt. Fertig.
ZurĂŒck am Haus haben Wiebke und Andrea inzwischen eine ganze Schubkarre mit frischen FrĂŒchten wie Bananen, Papaya, Mango, Sternfrucht und Pampelmusen gefĂŒllt. Ein paar KrĂ€uter (Basilikum) gibtâs obendrauf.
Dann bekommt Jannik von Teâiki eine Kokosnuss-Schulung, er erinnert ihn vielleicht an seinen ungefĂ€hr gleichaltrigen Sohn, der in Tahiti in der Schule ist.
ZunĂ€chst einmal: wie wĂ€hlt man die Kokosnuss aus, welche sind besonders gut? Und dann das entscheidende: wie öffnet man die Nuss vernĂŒnftig, schnell und ohne groĂe Sauerei?
Jannik wird ausfĂŒhrlich eingewiesen, danach muss er (den Teâiki jetzt âLe Professeurâ nennt) es uns erklĂ€ren und zeigen.
Aber damit nicht genug. Als nĂ€chstes zeigt uns der Hausherr, wie das Kokosfleisch richtig aus den Teilen der Nuss herausgeschabt wird. Jannik soll sich auf das Schab-Brett mit der angeschraubten Metallspitze setzen und los gehtâs. Immer wieder wird korrigiert: FuĂstellung, Handhaltung, Bewegungsablauf.
Dann schabt der âProfesseurâ fleiĂig, Teâiki zupft derweil die Kokosfasern aus den Resten der Nuss-HĂŒlle. In sie hinein gibt er das geschabte Kokosfleisch, wringt das Ganze mit den HĂ€nden ĂŒber einer halben Kokos-Schale aus und lĂ€sst uns die so gewonnene leckere konzentrierte Kokosmilch kosten.
Als der Schwell in der Bucht von Hakehatau wieder deutlich zunimmt beschlieĂen wir, an der WestkĂŒste der Insel ein StĂŒck weiter sĂŒdlich etwas mehr Ruhe zu suchen. Das trifft gleich im doppelten Sinn zu, denn wĂ€hrend vor Hakehatau gleich 18 Boote mehr oder weniger rhythmisch, jedenfalls aber sehr krĂ€ftig schaukeln, herrscht in der vier Meilen sĂŒdlich gelegenen Bucht von Hakaoto Stille.
Das weit ausgreifende Kap Punaho an der Westspitze der Insel schirmt vor dem nördlich um die Insel herumlaufenden Schwell recht gut ab, und die tiefe Bucht bietet auch guten Schutz vor dem sĂŒdlich um Ua Pou herumlaufenden Schwell. Mangels Ort gibt es nicht viel, was man an Land machen könnte, anlanden am felsigen Ufer ist auĂerdem schwierig. Viele der Boote fahren deshalb an dieser schönen Bucht mit dem markanten Vogelfelsen am Eingang einfach vorbei.
FĂŒr uns ist der Aufenthalt hier zugleich der Abschied von Ua Pou und – besonders schön – bietet sich uns erstmals der Anblick des höchsten Zackens der Krone dieser Insel. Die Spitze des 1.232 Meter hohen Piton Pou Oave ist zumeist von Wolken verborgen, heute aber können wir den Anblick dieses höchsten Gipfels der Marquesas genieĂen.
Praktisch in der Mitte der Insel gelegen wirkt es fĂŒr uns tatsĂ€chlich so, als habe Ua Pou uns fĂŒr das Betrachten der royalen Insignien dann doch einmal eine kleine Audienz gewĂ€hrt.
Auch hier auf Ua Pou gibt es solche auffÀllig geformten Berge, hier wie dort sind es geologisch Stopfen aus erkalteter Lava, ehemalige Kerne von alten Vulkanen. Allerdings weist Ua Pou gleich zwölf dieser gigantischen Basaltstopfen auf. Unterschiedlich geformt, mal Zuckerhut, mal wie eine Stehle; mehrere von ihnen reichen deutlich höher hinauf als der knapp 800 m hohe Gros Piton.
Auch sie werden auf Französisch als âPitonâ bezeichnet, was im Grunde nichts anderes als âBergspitzeâ meint. In der polynesischen Sprache der Ureinwohner allerdings sind nicht nur die Bezeichnungen dieser von ihnen als âSĂ€ulenâ verstandenen Berge weniger prosaisch. In den Legenden der Marquesas sind die SĂ€ulen lebendig, haben menschliche ZĂŒge und eigene Charaktere. So wird der Poumaka geboren, nachdem zuvor die kriegerische SĂ€ule Matafenua von der Nachbarinsel Hiva Oa sĂ€mtliche SĂ€ulen auf Ua Pou getötet und umgeworfen hat (die liegenden Körper dieser SĂ€ulen bilden die BergrĂŒcken auf Ua Pou). Er sinnt auf Rache, wird zum Krieger und besiegt letztendlich Matafenua, dessen Kopf heute zu FĂŒĂen des 979 m hohen Poumaka ruht. In der Folge können auf Ua Pou wieder SĂ€ulen wachsen.
Zu diesem legendĂ€ren Poumaka gibt es von unserem Ankerplatz bei Hakahetau aus einen Wander-Trail. Der hat es in sich. Bis auf 680 m Höhe reicht der ĂŒber 11 km lange Pfad. Weite Teile des Weges fĂŒhren auf dem schmalen Grat eines BergrĂŒckens entlang, oft geht es links und rechts steil hinunter. Die HĂ€nge sind aber dicht bewachsen, Pandanus-Palmen und EisenholzbĂ€ume (an den roten PuschelblĂŒten gut zu erkennen) bieten sich uns als Handgriffe beim Balancieren auf den besonders schmalen Passagen an.
Es ist ein Rundweg, der um die beiden kegelförmigen Pitons Poutemoka und Totamahiti herum fĂŒhrt. Wir wĂ€hlen den Aufstieg ĂŒber die östliche Route. Das hat den Vorteil, in zwei besonders steilen Passagen Seile zum Hinaufklettern nutzen zu können.
Unterwegs bieten sich grandiose Ausblicke auf andere Pitons, landseitig auf den Poutetainui und den praktisch immer in Wolken gehĂŒllten ĂŒber 1.200 m hohen Pou Oave:
Und in Richtung Meer auf die beiden vom Wanderweg eingekreisten Pitons Poutemoka und Totamahiti:
Besonders schön: entlang des Weges und selbst am höchsten Punkt unserer Wanderung finden sich immer wieder wilde Lila Orchideen (Spathoglottis):
Am FuĂ des wie ein Arm mit ausgestrecktem Zeigefinger gen Himmel ragenden Poumaka biegen wir an einer Gabelung des Pfades rechts ab, zurĂŒck Richtung KĂŒste. Wie nicht anders zu erwarten, landen wir auf dem kaum weniger steilen ersten Teil des RĂŒckwegs mehr als einmal auf unserem Hosenboden, insbesondere auf nur farnbewachsenen offeneren SteilstĂŒcken mit lehmigem Untergrund.
Aber alles geht gut, nach ziemlich genau 5 Stunden (reine Wanderzeit 3 Stunden 47 Minuten) sind wir wieder an der Flora. Ziemlich geschafft, aber glĂŒcklich. Ab ins Wasser!
Dazu nur ein paar Bilder vom Vortag, als ich mit Jannik und Ingo schnorcheln war:
Mit einem Zwischenschritt ĂŒber die Baie de Controleur segeln wir zur nĂ€chsten Insel der Marquesas: Ua Pou. Unterwegs fangen wir endlich mal wieder einen Thunfisch. Perfekte GröĂe fĂŒr uns, etwa 90 cm lang und damit beim Hereinholen noch vernĂŒnftig zu handhaben, gleichzeitig aber mit fast zwei Kilogramm Filet auch fĂŒr drei Personen ausreichend fĂŒr mehrere Hauptmahlzeiten und trotzdem noch im KĂŒhlschrank unterzubringen.
Trotz der auffĂ€llig gelben Flossen ist das ĂŒbrigens kein Gelbflossen-Thunfisch, sondern ein GroĂaugen-Thunfisch. Beim Gelbflossen-Thunfisch wĂ€ren die gelbe Zweite RĂŒckenflosse (Dorsal Fin) und die Afterflosse wesentlich lĂ€nger, schmaler und sichelförmiger (Ă€hnlich der Brustflossen, nur eben gelb).
So oder so, wir machen gleich am ersten Abend dreierlei vom Fisch daraus: Sushi, Sashimi und zart angebratenes Thunfischfilet.
Die Ăberfahrt nach Uta Pou ist dann durchaus sportlich, krĂ€ftige Böen bis 28 kn pfeifen durch die Meerenge zwischen Nuku Hiva und Ua Pou. Eine kleine FĂ€hre geht nahe an uns vorbei. Die Gischt an ihrem Bug illustriert den Zustand der See recht gut:
Aber unser Kurs ist nur etwas vorlicher als Halbwind, in weniger als 4 Stunden haben wir die 28 Seemeilen der Passage bewÀltigt.
Im Windschatten von Ua Pou beruhigt sich auch der Seegang.
Allerdings ist der Ankerplatz von Hakahetau dafĂŒr bekannt, dass hier fast immer Schwell hinein steht. Die Easy One ist schon seit zwei Tagen da und Andreas Schilderungen sind ziemlich abschreckend: âWiederlich und zermĂŒrbendâ war die Beschreibung am ersten Tag, âMies und echt rĂ€udigâ am zweiten. Nach der Wetterlage mĂŒsste es inzwischen eigentlich besser sein, aber âŠ
Die hohen Basaltkegel auf dieser Insel zeigen sich schon von weitem. Sie sind die Magma-Schlote lĂ€ngst erodierter Vulkane und geben Ua Pou ein unverwechselbares Gesicht. Bis ĂŒber 1.200 m ragen sie empor, die höchste Erhebung der Marquesas. In der Legende, nach der alle Inseln der Marquesas Teile eines Hauses sind, stellt Ua Pou (= zwei SĂ€ulen) die geschnitzten Pfeiler dar, die das Dach tragen. Ein nahe liegendes Bild.
Wir schaffen es, noch rechtzeitig in der Ankerbucht von Hakahetau anzukommen um unsere Schweizer Freunde Barbara und Ralph mit ihrer âLille Vennâ zu erwischen. Die sind zwar schon auf dem Sprung zur Weiterreise im ihren GĂ€sten, aber wir haben – gemeinsam mit Andrea und Ingo von der âEasy Oneâ – noch einen wundervollen Abend, von Barbara aufs Leckerste bekocht. Es ist so schön, die beiden nach drei Jahren endlich wieder getroffen zu haben.
Photo credit: Ingo, SY Easy One
FrĂŒh am nĂ€chsten Morgen sind die Schweizer verschwunden. Mit Andrea und Ingo machen wir uns auf zu unserer ersten Wanderung auf Ua Pou. In der Noforeignland-App sehen wir, dass wir nahe am Dinghydock (gegen GebĂŒhr von ca 5 $) unseren MĂŒll abgeben können. Eine gute Gelegenheit, denn das ist auf den Marquesas nicht ĂŒberall möglich. Beim Bezahlen kommen wir mit Eveline ins GesprĂ€ch. Es stellt sich heraus, dass sie (in 4. Generation) die BĂŒrgermeisterin des Tals ist. Als wir nach den Pflanzen in ihrem Garten fragen, die ĂŒber an Stangen aufgespieĂten Kokosnussschalen ranken, zeigt sie uns ihren Vanille-Anbau. Und damit nicht genug, sie erklĂ€rt uns auch, wie nach der Ernte mit den Schoten verfahren werden muss und schenkt uns zum Abschied sogar einige Vanilleschoten. Ein weiteres beeindruckendes Beispiel der polynesischen Gastfreundschaft.
Jetzt aber los auf die Wanderung, immerhin haben wir uns gleich zwei Ziele vorgenommen. Zuerst machen wir uns auf den Weg zu Schoko-Manfred.
Der an der Elbe bei Boitzenburg aufgewachsene Deutsche hat sich nach einem ziemlich bewegten Lebenslauf hier niedergelassen und eine kleine Schokoladenmanufaktur aufgebaut. Auch wenn er seine Rezeptur und die Konstruktion seiner selbstgebauten speziellen KakaobohnenmĂŒhle inzwischen verkauft hat, ist ein Besuch bei ihm auf seinem abgelegenen GrundstĂŒck oben im Wald quasi ein Muss, sofern man sich vom bekanntermaĂen zotigen Humor von Schoko-Manfred nicht abschrecken lĂ€sst.
Andrea und Ingo waren zwar schon da, kommen aber trotzdem wieder mit. Andrea hat sogar extra ihren selbst gemachten Schoko-Likör mitgebracht. Lecker!
âSchoko-Manfredâ mit keimenden Kakaobohnen
So richtig Stimmung kommt aber trotzdem nicht auf. Manfred und seine Frau wirken mĂŒde. Wir ertragen die abgedroschenen (erwartet) derben Witze und kosten die leckere Manufaktur-Schokolade, von der dann auch einige Tafeln auf die Flora wandern.
Unser nÀchstes Ziel ist umso stimmungsvoller. Auf einem jetzt viel kleineren Pfad wandern wir zum Hakahetau- Wasserfall.
Ein erfrischendes Bad in dem wunderschönen Kessel, in den der Wasserfall hineistĂŒrzt ist ein zusĂ€tzlicher Lohn dieses Hikes.
Photo credit: Ingo, SY Easy One
Und dann zurĂŒck zum Ankerplatz. Ein bisschen Schwell ist schon noch da, o.k.
Aber inzwischen lassen sich die Bedingungen wirklich gut aushalten und mal ganz ehrlich, wie genial ist denn eigentlich dieser Blick?
Nach einer Legende sind die Inseln Marquesas alle als Teil eines gemeinsamen Hauses erschaffen worden. Jede Insel ist entsprechend als Element dieses GebĂ€udes benannt. Nuku Hiva, gröĂtes und vielleicht wichtigstes Eiland der Gruppe, wird dabei als Dach des Hauses eingeordnet.
Auch uns bietet es Schutz. Nach dem sehr rolligen Ua Huka prĂ€sentiert sich die von uns angesteuerte NordkĂŒste von Nuku Hiva optisch im Gegenlicht zunĂ€chst monochrom, rau und ziemlich abweisend. Sobald wir bei einer der spektakulĂ€rsten Ansteuerungen unserer bisherigen Reise aber in die tiefe Bucht von AnahĆ hineinsteuern, wandelt sich das Bild.
Die zuvor fast drohend aufragenden steilen Felsspitzen weichen ein StĂŒck zurĂŒck. Einzelne SandstrĂ€nde, Palmenhaine und eher sanft ansteigendes GelĂ€nde liegt zwischen dem Ankerplatz und senkrechten BasaltwĂ€nden. Das lĂ€sst die Kulisse gleichzeitig monumental und doch ausgesprochen lieblich erscheinen.
Ein SĂŒdseetraum von einem Ankerplatz!
Das Grundeisen fÀllt einmal mehr nahe bei der Terikah und grÀbt sich auf 11 m Tiefe sofort in den Sand.
NĂ€her zum Ufer hin sollte man nicht ankern, denn hier geht der Grund in Korallen ĂŒber.
Am nĂ€chsten Tag machen wir gemeinsam mit unseren Segelfreunden einen Hike, der ĂŒber den niedrigen Sattel hinweg in die Baie Haatuatua an der OstkĂŒste der Insel fĂŒhrt.
In der Anlandezone fĂŒr die Dinghys, am Ende eines kleinen Kanals durch das Korallenriff, werden wir freudig wiehernd begrĂŒĂt. Ein Pferd wird von seinem Besitzer gebadet, ist dafĂŒr an einer der Bojen festgebunden.
Auf dem weiteren Weg sehen wir bei den verstreuten HĂ€usern des kleinen Dorfes noch einige weitere Pferde. Der Grund dafĂŒr ist, dass die Ortschaft nicht ĂŒber eine StraĂe erschlossen ist. Lediglich ein mit Pferden begehbarer steiler Trail fĂŒhrt zur ans StraĂennetz angebundenen Nachbarortschaft.
FĂŒr uns gehtâs zunĂ€chst durch das Dorf und dann mal am Strand, mal etwas oberhalb auf den Felsen an der groĂen Bucht entlang. Jannik und Calder eröffnen dabei die âKokosnuss-Jagdâ.
Auf der anderen Seite des Sattels liegt die Farm von Roger. Er baut dort GemĂŒse und Obst an. Selbst Wassermelonen und herrlich rote Tomaten lĂ€cheln uns an, aber obwohl wir ausgiebig durch das GelĂ€nde streifen, treffen wir Roger nicht an. Also setzen wir unseren Weg zur OstkĂŒste fort, wobei der Trail auf diesem StĂŒck nicht immer ganz leicht zu finden ist und uns die Kommot Wander-App ein bisschen in die Irre fĂŒhrt. DafĂŒr lockt am Ziel aber ein breiter flacher Sandstrand fernab jeglicher Bebauung und mit herrlichem Blick.
Photo credit: Jen, S/V Terikah
Leider wird durch den SĂŒdostpassat aber auch einiges an Treibgut und MĂŒll angeschwemmt. Calder findet darunter immerhin auch eine Perlfarmboje, die jetzt die AusrĂŒstung der Terikah fĂŒr die nicht allzu ferne Weiterfahrt zu den Tuamotus ergĂ€nzt.
Auf dem RĂŒckweg treffen wir im Dorf dann tatsĂ€chlich auch noch auf Roger. Neben dem Anbau auf seiner Farm zieht er auch in seinem Garten GemĂŒse, so können wir hier unsere Frische-VorrĂ€te doch noch aufstocken. Salat, Gurken, eine Handvoll grĂŒner Bohnen, Auberginen, Pampelmusen Zitronen, Papaya und – allerdings aus der TiefkĂŒhltruhe – auch Taro wandert auf die Flora und die Terikah.
Schlau wie wir sind, haben wir den Hike von Mittag bis kurz vor Sonnenuntergang gemacht, damit uns die Hitze beim Workout mal wieder so richtig schlaucht.