Nach der Bootsarbeit am Samstag beziehen wir unser neues AirBnB, dieses Mal eben nordöstlich von WhangÄrei etwas abseits auf dem Land gelegen. Der Vermieter bezeichnet es als âShedâ, was wörtlich ĂŒbersetzt Schuppen oder Stall bedeuten wĂŒrde. Vielleicht wurde das GebĂ€ude wirklich mal so genutzt, wahrscheinlicher aber scheint die Bezeichnung einfach nur auf der Lage in der Wiese am HĂŒgel hinzudeuten. Es ist zwar einfach gebaut, aber gerĂ€umig und gut eingerichtet. GröĂere Gruppen wĂŒrden das einzige Schlafzimmer des GebĂ€udes durch drei zubuchbare 3-Bett-HĂŒtten ergĂ€nzen, aber jetzt in der Nebensaison können wir eben auch das Haus allein mieten.







Und so schwelgen wir im Luxus mit Waschmaschine, Trockner, SpĂŒlmaschine, RiesenkĂŒhlschrank mit EiswĂŒrfelspender âŠ
Das Beste aber ist der Ausblick ĂŒber das Tal und die dahinter wieder ansteigende HĂŒgellandschaft. Am Morgen hĂ€ngt kurz noch Nebel ĂŒber dem Bach, spĂ€ter können wir beobachten, wie ein SchĂ€fer seine Herde zusammentreibt und auf die nĂ€chste Weide leitet.


Vögel spazieren ĂŒber die Wiesen am Haus. Bekannte, wie die von den EuropĂ€ern eingefĂŒhrten Lerchen, aber auch farbenfrohe typische neuseelĂ€ndische Arten wie Maskenkiebitze (von den MaorĂ Pukekohe genannt) mit ihren gelben Gesichtslappen oder die PĆ«kekos (PurpurhĂŒhner) mit dem krĂ€ftigen roten Schnabel und dem eben auch purpurroten Stirnschild sowie dem blauschwarzen Bauchfederkleid.




Den Sonntag nutzen wir diesmal fĂŒr einen Ausflug nach Pataua an der Ngunguru Bay. Kein Touristenort, eher ein charmant verschlafenes Nest, das inzwischen mehr und mehr mit FerienhĂ€usern fĂŒr die Sommerfrische garniert ist.
Das Stranddörfchen Pataua ist zweigeteilt. Der gleichnamige Fluss schneidet tief ins Land ein, fĂŒr Autos gibtâs weder eine BrĂŒcke noch eine FĂ€hre, also Sackgasse von beiden Seiten. Wir entscheiden uns fĂŒr die Anfahrt nach Pataua SĂŒd und parken dort. Eine schmale FuĂgĂ€ngerbrĂŒcke fĂŒhrt hinĂŒber nach Norden. Sie bildet nicht nur einen Verbindungsweg zum Nachbarn, sie ist auch Treffpunkt, Spielplatz, Badestelle, Sprungturm, Kulisse fĂŒr das Picknick. Kurz: das eigentliche Zentrum des Dorfes. Eben nördlich und sĂŒdlich der BrĂŒcke finden sich öffentliche Bootsrampen, ĂŒber die Angelboote ein- und ausgewassert werden. Jetzt am Sonntag ist ordentlich Betrieb.







Ăber die FuĂgĂ€ngerbrĂŒcke spazieren wir nach Pataua Nord und weiter zum wunderschönen Strand.
Hier erschlieĂt sich mir erstmals der ganze Charme eines Elektrofoils: mĂŒhelos hinausfahren (Motor ist unter Wasser) und dann in den Wellen hoch aufs Foil zum Surfen (Motor ist ĂŒber Wasser).


đ
Auf der RĂŒckfahrt machen Wiebke und ich noch einen Abstecher zu den Taheke Waterfalls, nahe bei unserem AirBnB.
Ein schöner Wanderweg fĂŒhrt durch Kauri-Wald und unter den typisch neuseelĂ€ndischen Baumfarnen hindurch zum Wasserfall. Direkt zu unseren FĂŒĂen rauscht der FluĂ weit in die Tiefe.


Beeindruckend ist auch, wie hervorragend der Wanderweg angelegt (eher: ausgebaut) ist. Es sind nicht viele Wanderer unterwegs, wir begegnen nur einem anderen PĂ€rchen. Trotzdem winden sich ewig lange Treppen den Berg hinauf und machen den Hike durch den Wald eher zu einem ausgedehnten Spaziergang.

Und unter der Woche?

Ein Tiefdruckwirbel mit Böen in OrkanstÀrke (65 kn) in seinem Zentrum zieht nördlich von Neuseeland durch. Das bringt auch hier starken Wind (bis 40 kn) und intensive RegenfÀlle.

Der SpÀtsommer (MÀrz hier entspricht September in Europa) macht Pause und zeigt, dass der Herbst nicht mehr weit ist.
FĂŒr nĂ€chste Woche ist aber wieder sommerliches Wetter angekĂŒndigt.
đ





































































































































































































