Work and Travel in Neuseeland

Nach der Reise zu Jacqui und Phil am letzten Wochenende steht wieder gehÀuft Bootsarbeit an.

Beim Generator scheint der Wasserabscheider zum GlĂŒck doch in Ordnung zu sein, nach seinem Ausbau (er sitzt in der Backskiste) kommen wir außerdem besser an die RĂŒckseite des Generators heran. Mechaniker Byron findet dann allerdings einen ĂŒbel aussehenden WĂ€rmetauscher am Generator.

Zum GlĂŒck stellt sich nach intensiver Reinigung heraus, dass die Ablagerungen nur von einem schlecht sitzenden Anschluss-Fitting herrĂŒhren, die beste aller Lösungen. Es fehlt nur noch eine (bereits bestellte) Dichtung.

Auch gut: die Teile fĂŒr den Volvo-Motor (Turbo und RohrbĂŒndel des WĂ€rmetauschers) sind eingetroffen, die gereinigten Motorteile sind bereits grundiert und mĂŒssen nur noch lackiert werden, dann kann es an den Wiedereinbau gehen.

Schlechte Nachrichten gibt es zum Coppercoat: es wurde zwar Anfang der Woche geliefert, allerdings mit Ablaufdatum (bis zu dem es gestrichen werden soll) am exakt gleichen Tag. Das ist bei dem happigen Preis und einer Ablauffrist von normalerweise 12 Monaten nicht hinzunehmen. Wir erfahren, dass uns der Lieferant wahrscheinlich das Coppercoat gesendet hat, welches ein anderes Boot auf der Werft nach direkter RĂŒcksprache mit dem Hersteller wegen des Ablaufdatums an den Lieferanten zurĂŒckgehen ließ.

Grrr. 😡

Eine neue Lieferung soll am 10. MĂ€rz kommen.

Was noch? Unter anderem bauen wir alle Polster aus dem Salon (also Sofaecke, Sessel, Navisitz) und den Sitz in der Achterkoje aus und geben sie zum Polsterer. Am schlimmsten prĂ€sentiert sich der Sitz am Navitisch, aber auch die Flecken und Scheuerstellen an den anderen Polstern haben wir zuletzt immer mit ÜberwĂŒrfen kaschiert. Das muss jetzt mal neu. Außerdem wollen wir die „runde Ecke“ des Sofas umarbeiten zu einer eckigen. Deutlich gemĂŒtlicher zum Liegen und auch zum Lömern mit hochgezogenen Beinen. Zudem wird das Staufach hinter der RĂŒckenlehne besser zugĂ€nglich. Das Herausnehmen ist bei den meisten Polsterteilen recht einfach, nur einige verdeckt durch den Polsterstoff angeschraubten RĂŒckenlehnen machen die Aktion doch etwas langwieriger.

Aber gut. Das ist jetzt also auch in Arbeit.

Zur „Arbeit“ fahren wir ĂŒbrigens von unserem neuen AirBnB aus, das diesmal im Nordosten von Whangārei im Örtchen Tamaterau liegt. Zwar mĂŒssen wir bei der Anfahrt eine steile und enge Schotterpiste bewĂ€ltigen, dafĂŒr ist die Aussicht aber phantastisch:

Und schon ist wieder Wochenende. Nach Work kommt Travel. Diesmal wollen wir ganz in den Norden zum Cape Reinga,

Ein Wochenende in Rangiputa

Die Bootsarbeiten hier in Whangārei werden wohl noch einige Zeit andauern. Einige Ersatzteile sind bestellt. Das Wochenende bietet eine gute Gelegenheit fĂŒr etwas Abstand – im Wortsinne.

Wir fahren mit dem Auto etwa zweieinhalb Stunden nach Norden. Nicht zur hinauf zum Cape Reinga, der Nordspitze von Neuseelands Nordinsel, das wĂ€re fast doppelt so weit. Unser Ziel ist Rangiputa auf der Karikari-Halbinsel, immerhin schon im District „Far North“ gelegen. Unsere neuseelĂ€ndischen Segelfreunde Jacqui und Phil von der Skylark haben uns nach dort in ihr Ferienhaus eingeladen.

Wir halten die beiden mit unserem Besuch zwar von der Arbeit an der Erneuerung ihrer Terrasse ab, aber die beiden versichern uns, etwas Abwechslung von dieser Arbeit (und der Bootsarbeit auf Skylark) kÀme ihnen durchaus gelegen.

Es wird ein wunderschönes Wochenende. Jacqui und Phil sind leidenschaftliche Wingfoiler und auf der Terrasse direkt am Meer findet sich denn auch eine reichliche Auswahl an Spielzeugen. Der Wind hat allerdings ebenfalls eine Auszeit genommen. Kein Problem, wechseln wir hat auf ein anderes Spielzeug: mit dem Mini-Traktor zieht Phil sein krĂ€ftig motorisiertes RIB-Schlauchboot etwa 100 m die Straße hinunter zur Slipbahn.

Wiebke und ich fahren im RIB mit. Jacqui bringt Traktor und Trailor zurĂŒck, wir holen sie dann auf der Wasserseite ihres GrundstĂŒcks ab. Gemeinsam brausen wir ĂŒber die Bucht und versuchen an verschiedenen Stellen unser AngelglĂŒck.

Allerdings: beim ersten Versuch haben wir nur bedingt Erfolg. Einen Pigfish lassen wir zurĂŒck ins Wasser und als sich Phils Angel danach dann so richtig biegt, ist es es kolossaler „Bronze Whaler“. Dieser krĂ€ftige Hai zieht uns eine ganze Weile kreuz und quer am Riff entlang, bis wir es im flachen Wasser nah an ihn heran schaffen und die Leine kurz abreißen können. Beim zweiten Versuch am nĂ€chsten Tag haben Phil und ich deutlich mehr AngelglĂŒck. Die gekauften Köderfische sind zwar so weich, dass sie im Wasser aufgetaut praktisch gleich vom Haken fallen, aber wir erwischen mit der Schleppangel einen „Kahawai“ (eine Art Lachsforelle), der sich kleingeschnitten hervorragend als Köder eignet. Damit fangen wir dann in kurzer Zeit 7 Snapper (zwei setzen wir zurĂŒck) und einen Trevally (Dickkopf-Stachelmakrele). Das Festessen ist also gesichert, zumal Phil beim Strandspaziergang am 3 km langen Karikari Beach auch noch fleißig „Tuatua“ sammelt. Diese sich im Sand vergrabenden Muscheln sind eine typische neuseelĂ€ndische Speise, oft werden sie (frikadellenartig) zu Fritters verarbeitet.

Weil der Wind zum Wingfoilen nicht reicht, verlegen wir uns auf das Tow-Foilen. Es ist nicht ganz so einfach wie hinter unserer Florecita, weil das RIB mit seinem 115 PS Motor doch fĂŒr ganz ordentliche Prop-Wash-Verwirbelungen sorgt. Aber nachdem ich dem etwas ausweiche und mich an Jacqui‘s ungewohnt schmales Downwind-Board sowie die mit viel Lift agierenden Armstrang-Foils gewöhnt habe, klappt es dann doch noch.

Es geht auch ruhiger: Wiebke und Jacqui nutzen die Terrasse zum morgendlichen Yoga und lassen sich auch von den auf dem Rasen vorbeispazierenden kalifornischen Schopfwachteln (wieder so eine heimisch gewordene importierte Art) nicht irritieren.

Ein herrliches Wochenende, die Zeit verfliegt. Zum Abschluss begleiten uns Jacqui und Phil noch eine Stunde auf der RĂŒckfahrt Richtung Whangārei. Gemeinsam besuchen wir das Weingut „Marsden Winery“ bei Kerikeri und essen wunderbar im dortigen Restaurant.

Danke, Ihr Lieben, fĂŒr Eure Gastfreundschaft und die tolle Zeit mit Euch!

Lust und Frust in Whangārei

Ich fang mal mit dem Positiven an: wir haben eine schöne Unterkunft hier in Whangārei und mit den Bootsarbeiten geht es auch langsam voran.

Unser AirBnB liegt eigentlich direkt neben dem State Highway #1, der lĂ€ngsten und wichtigsten Bundesstraße in Neuseeland. Trotzdem bekommen wir vom Verkehr kaum etwas mit, denn die Straße verlĂ€uft deutlich oberhalb des GrundstĂŒcks, das wir nur ĂŒber eine Serpentine hinunter ins Flusstal erreichen. Das FlĂŒsschen Waiarohia River strömt von BĂ€umen ĂŒberdacht direkt unterhalb der Terrasse unserer Unterkunft laut rauschend durch sein felsiges, gewundenes Bett.

Auch wenn es morgens mit 12 Grad durchaus noch frisch ist, nehmen wir den zweiten Kaffee und das FrĂŒhstĂŒck deshalb gerne auf der Terrasse. Das Feierabendbier dafĂŒr dann gern auf einem der inzwischen aufgewĂ€rmten Felsen im Fluss (tagsĂŒber hat es etwa 24 Grad).

Im klaren Wasser des FlĂŒsschens können wir NeuseelĂ€ndische Langflossenaale beobachten. Sie können bis zu 180 cm lang und 25 kg schwer werden, den grĂ¶ĂŸten hier schĂ€tzen wir auf gut ĂŒber einen Meter. Die MaorĂ­ nennen diesen Aal „Tuna“, er ist als Speise geschĂ€tzt, hat aber auch mythische und religiöse Bedeutung.

So zeigt sich das Wasserungeheuer Taniwha (gesprochen Tanifa, wh wird wie f gesprochen, auch in Whangārei) hĂ€ufig in dieser Form. FĂ€ngt man also einen solchen Aal, der andere Merkmale hat, etwa Streifen oder rote Augen, wĂŒrde bei seiner Tötung ein Fluch auf dem Angler liegen. Wir angeln lieber nicht, sondern beobachten die Aale nur.

Floras Reparaturen sind bei unserer Ankunft wie erwartet noch nicht so suuuper weit, von den im November erteilten AuftrÀgen ist vieles bisher nicht abgearbeitet. Das ist etwas frustrierend, aber immerhin:
Der Anlasser ist getauscht, der WĂ€rmetauscher ausgebaut (leider hat das RohrbĂŒndel einen Riss), die MotorfĂŒĂŸe erneuert, die flexible Wellenkupplung gecheckt (und fĂŒr noch gut befunden), das Wellenlager erneuert, die EinspritzdĂŒsen geprĂŒft (gut), der Gori-Propeller auseinander genommen und geserviced (war schwierig), der durch nadelkleine Löcher leckende achtere FĂ€kalientank ausgebaut, ok, dann nehmen wir den vorderen Tank auch noch raus. 9 Seeventile sind bereits (gegen TrueDesign-Komposit-Ventile) getauscht, vier weitere in Arbeit. Mit dem Unterwasserschiff-Coppercoat konnte also noch nicht begonnen werden. Trotz Ansage im November ist das Coppercoat leider auch noch nicht bestellt, da laufen wir jetzt hinterher.

Außerdem bauen wir das Bimini ab, um einen Sturmschaden-Riss reparieren lassen zu können. Die bei SVB in Deutschland bestellte Ankerwinsch hĂ€ngt noch im Zoll, es beginnt ein intensiver Email-Verkehr mit der neuseelĂ€ndischen Post und dem Zoll.

Jetzt, wo wir da sind, gehen auch die Handwerker mit neuem Elan ans Werk. Der Turbolader gibt nach intensivem Zureden seinen Widerstand gegen den Ausbau auf, muss aber leider erneuert werden. Beim Wechsel der Anoden bricht ein FlĂŒgel am Propeller des Bugstrahlruders ab, das Material ist ziemlich spröde geworden, da steht also auch ein Austausch an. Am Generator zeigt sich, dass der KrĂŒmmer sich komplett zugesetzt hat. Der Wasserabscheider hat verdĂ€chtige Spuren, das muss nĂ€her untersucht werden.

Der Rahmen fĂŒr die Befestigung der neuen Solarpanele ist noch nicht geschweißt. Mit dem dritten Handwerker der gleichen Firma nehme ich nochmal die Maße auf.

Nebenbei nĂ€ht Wiebke neue Verdunklungsgardinen fĂŒr die Achterkoje und wir versuchen das OceanAir Verdunklungsrollo/Fliegengitter fĂŒr das Luk zu reparieren.

Langweilig wird es also nicht und dieser Kur-Werftaufenthalt hier bei Dockland 5 in Whangārei bedeutet sicher das umfangreichste Refit, das Flora bisher bekommen hat.

ZurĂŒck in Neuseeland

Wir sind gut wieder auf der anderen Seite der Erde gelandet. Nur 26 Stunden nach dem Abflug in Hamburg und mit einem kurzen Zwischenstopp in Dubai landen wir in Auckland.

Große Freude: Barbara und Ralph von der Lille Venn sind extra zum Flughafen gekommen um uns zu begrĂŒĂŸen. Mit dem Bus fahren wir zunĂ€chst gemeinsam Richtung Stadtzentrum.

Ich beschließe spontan, mit Ralph einen Abstecher zu dem GebrauchtwagenhĂ€ndler „Turners“ zu machen. WĂ€hrend Ralph die FormalitĂ€ten fĂŒr den Kauf eines Audi Q3 voranbringt, schaue ich mir das ĂŒbrige Angebot an. Wir suchen einen kleinen SUV fĂŒr maximal 6.000 Euro. Ein Nissan Dualis sticht heraus. Den reserviere ich nach einer Probefahrt und gebe gleich eine PrĂŒfung bei „My Auto Shop“ in Auftrag. Die unabhĂ€ngigen PrĂŒfer werden gleich am nĂ€chsten Tag vorbeikommen, um den Wagen fĂŒr umgerechnet nur etwa 100 € ziemlich umfangreich zu checken.

Und dann geht’s fĂŒr Wiebke und mich in unsere Unterkunft direkt am Hafen, wo am Abend auch unser Berliner Segelfreund Holger ankommt. Der hatte die gemeinsame Unterkunft gebucht, er ist fĂŒr drei Wochen in Neuseeland und wir können die letzten Tage vor seinem RĂŒckflug gemeinsam verbringen.

Die externe PrĂŒfung des Autos erweist sich als gute Investition, denn es werden drei verdeckte MĂ€ngel entdeckt. Turners sagt zwar zu, diese beseitigen zu wollen, aber am nĂ€chsten Tag stellt sich heraus, dass ein dafĂŒr erforderliches Teil nicht rechtzeitig in dieser Woche beschafft werden kann. Also neue Suche, diesmal fĂ€llt die Wahl auf einen Mitsubishi ASX. Auch der wird wieder von My Auto Shop getestet, die sehr kooperativen Turners ĂŒbernehmen dafĂŒr diesmal die Kosten. Diesmal wird ein Fehler am CV joint entdeckt (einem flexiblen Gelenk an der Antriebswelle). Mit viel GlĂŒck kann Turners das Ersatzteil rechtzeitig besorgen und am Samstag einbauen, so dass wir den Wagen dann tatsĂ€chlich am Wochenende ĂŒbernehmen können. Versicherungsabschluss und Ummeldung werden direkt bei Turners gemacht.

Vorher steht fĂŒr Wiebke, Holger und mich allerdings noch ein Wechsel der Unterkunft an. Die ohnehin schon recht exquisite Unterkunft am direkt am Hafen steht wegen des am Wochenende stattfindenden Sail GP nur bis Freitag zur VerfĂŒgung. Wiebke ertrĂŒffelt ein AirBnB in Aucklands beliebtem Stadtteil Ponsonby, mit seinen wunderschönen viktorianischen HolzhĂ€usern und seinen vielen Restaurants und LĂ€den ein spannender Kontrast zu unserer ersten Unterkunft in Downtown.

Den Sail GP erleben wir dann am Sonntag auch noch live. Die foilenden Katamarane fliegen mit bis zu 100 km/h ĂŒber den Rennkurs. Das hat mit unserer eigenen Art zu segeln zwar so viel (oder wenig) zu tun wie unser neues Auto mit einem Formel1-Boliden, aber faszinierend ist es trotzdem.

Und immerhin schafft das deutsche Boot in seinen beiden LĂ€ufen einen dritten und einen zweiten Platz. Das reicht zwar nicht fĂŒrs Finale, ist aber trotzdem ein ziemlich gutes Ergebnis. Und mit den Bildern vom schlimmen Crash zwischen dem neuseelĂ€ndischen und dem französischen Boot beim Rennen am Vortag im Kopf sind wir auch froh, dass es diesmal ohne Kollision abgeht.

Nach dem Rennen treffen wir uns nochmal mit Barbara und Ralph, danach fahren wir mit unserem „neuen“ Auto nach Whangārei. Morgen geht’s dann zurĂŒck zur Flora.

Hamburg und SĂŒdamerika, die Schweiz und Schweden 
, alles an einem Tag.

Die Welt an einem Tag. Und dabei nicht nur schauen, sondern auch schlemmen. Eine kulinarische Weltreise mit nur einigen Schritten verspricht das Miniaturwunderland mit einer Sonderveranstaltung.

Unser Freund Uwe hat uns anlĂ€sslich seines Geburtstags zu diesem Event in die Speicherstadt eingeladen. Dort die grĂ¶ĂŸte Modelleisenbahn der Welt zu bestaunen ist ohnehin schon klasse, mit Beköstigung dann um so mehr.

Leider, leider kann Uwe dann selbst nicht dabei sein, weil seine Knie-OP dazwischenkommt. Gute Besserung nochmal von hier aus.

Das Miniaturwunderland weiß zu begeistern. Auf ĂŒber 1.600 qm ModellflĂ€che sind mehr als 16 Kilometer Gleise verbaut, dazu die GebĂ€udeanzahl einer Kleinstadt und fast 300.000 Figuren. Aber mehr noch als die schiere GrĂ¶ĂŸe und Vielfalt fasziniert der Einfallsreichtum und die KreativitĂ€t hinsichtlich der Details, die erst bei nĂ€herem Hinsehen auffallen. In der Schweiz rollen aus einem verunfallten LKW KĂ€selaibe ĂŒber die Fahrbahn, im winterlichen Schweden stemmt Pippi Langstrumpf vor der eingeschneiten Villa Kunterbunt ihr Pferd in die Höhe. Im Sonnenblumenfeld versteckt sich ein Liebespaar, darĂŒber schwebt Amor mit Pfeil und Bogen. Die Schokoladenfabrik wirft sogar kleine TĂ€felchen fĂŒr die Besucher aus. Skurriles und Witziges verbirgt sich allenthalben. Vom Leuchtturm hinterm Deich schaut KĂ€ptn BlaubĂ€r auf ein surfendes KĂ€nguru. Modellautos sausen kabellos ĂŒber die Straßen, veranstalten gar ein Formel1 – Rennen mit Überholmanövern. Blaulichter blinken und im Tag-Nacht-Rhythmus verĂ€ndert sich alle Viertelstunde die Beleuchtung.

In Hamburg brennt das Finanzamt, gibt es Schlagemove an den LandungsbrĂŒcken, den Motorradgottesdienst am Michel, die Elbphilharmonie klappt auf Mitmachen-Knopfdruck sogar auf und gibt einen Blick in den großen Konzertsaal frei. Schlepper ziehen einen Tanker unter der KöhlbrandbrĂŒcke durch. Am Flughafen versteckt sich unter Flugnummer HH 0004 der Flieger nach „jaaanz weit wech“.

Auch Segler kommen nicht zu kurz: ob mondĂ€ne Yachten in Monaco oder einfache Arbeitsboote an der italienischen KĂŒste, ein Gaffelsegler vor Rio oder Shackleton‘s Endurance nebst Beiboot James Caird in der Antarktis, selbst das Forschungsschiff Aldebaran und Boris Hermanns Malizia lassen sich entdecken. Und Fischerboote trotzen im Maßstab 1:87 dem rauen Wetter Patagoniens.

Danke, Uwe!

Als wir nach fast vier Stunden kurz vor Mitternacht das Miniaturwunderland wieder verlassen, zeigt sich die eisbedeckte Elbe mit Flussschifferkirche und dem Michel im Hintergrund dann auch in echter GrĂ¶ĂŸe Ă€hnlich magisch beleuchtet und schön wie zuvor die Landschaften im Miniaturformat. Und die Schiffsnamen spannen auch hier draußen den Bogen zwischen der Heimat und der weiten Welt.