Wir genieĂen die Tage am Ankerplatz #30 vor der Insel Kenutu. Das Anlanden auf der unbewohnten Insel ist einfach, zum Ankerplatz hin ist Kenutu von einem Sandstrand gesĂ€umt. Von dort fĂŒhrt ein langsam ansteigender Pfad durch den Wald hinĂŒber zur Ostseite.

Die dem Passatwind zugewandte Ostseite prĂ€sentiert sich dann ganz anders. Steile Klippen fallen vielleicht 15 m hoch ins Meer ab, das mit einer am ruhigen Ankerplatz kaum zu spĂŒrenden Wucht gegen die Felsen brandet. Noddies, Boobies und die mit ihren langen weiĂen Schwanzfedern so auffĂ€lligen Tropikvögel nutzen die Aufwinde der Klippen und segeln ĂŒber der spritzenden Gischt durch die Bucht.


Oben am Klippenrand geht der Pfad in beide Richtungen noch etwas weiter zu den nĂ€chsten Felsenbuchten. Ab und zu fĂŒhrt er ein kleines bisschen weiter ins Inselinnere und sofort Ă€ndert sich die Vegetation. Knorrige Kiefern wechseln sich ab mit Hainen von Pandanus-Palmen. Die rotbraunen Ringe am Stamm lassen ahnen, warum sie auch SchraubenbĂ€ume genannt werden. Sowohl die aufgefĂ€cherten Stelzenwurzeln als auch die âBaströckchenâ alter BlĂ€tter sind typisch und ziemlich unverwechselbar. Der in GröĂe und Form an eine Ananas erinnernde Fruchtstand lĂ€dt aber nicht zum Naschen ein, denn diese ScheinfrĂŒchte setzen sich aus etwa 100 kleinen SteinfrĂŒchten zusammen. Sie sind zwar essbar, es ist aber sehr mĂŒhselig, sie aus dem umgebenden, faserigen Pflanzenstoff herauszulösen. Verwendet werden vor allem die BlĂ€tter, sie eignen sich gut zum Flechten, etwa von Matten und Körben.





Oberhalb der SteilkĂŒste finden sich auch erodierte FlĂ€chen, die den hier auffĂ€llig roten, lehmigen Boden zeigen.


Und immer wieder gibt es auf unserer kleinen Wanderung auch Ausblicke auf die felsigen Buchten.




Wie unterschiedlich sich der Ankerplatz im Westen und die FelskĂŒste im Osten prĂ€sentieren kann vielleicht dieses kurze Video etwas besser illustrieren:
Die Ankerbucht lĂ€dt zum Wingfoilen ein und gemeinsam mit Volker von der Tomorrow und James von der Scout wird also fleiĂig geĂŒbt. Und der Absprung nach Neuseeland rĂŒckt langsam aber sicher nĂ€her, einige unserer Segelfreunde sind sogar schon unterwegs. Die FormalitĂ€ten und insbesondere die strengen Anforderungen der Biosecurity nehmen in den GesprĂ€chen zwischen den Seglern immer mehr Raum ein. Die Unterwasserschiffe werden ausgiebig geputzt. Auch bei uns.
Ein willkommener Ausgleich: das gemeinsame Grillen und Feiern am Strand, dass an so einem herrlichen Ort natĂŒrlich nicht fehlen darf.




Cruising Life. đ







































































































































































