Salz

Von Raccoon Cay segeln wir ganze 5 sm nach Nord und ankern gleich wieder, diesmal an der Westseite von Buenavista Cay.

Beide Inseln weisen Trampelpfade quer über den flachen Inselrücken auf, so wie zuvor schon Hog Cay. Und natürlich lassen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, auf die (bei den vorherrschenden Ostwinden) deutlich rauhere Seite hinüber zu laufen. Vereinzelt finden sich auch dort Sandstrände, verbreitet wird die Küste aber mit schroffen, scharfkantigem Korallengestein gebildet. Die See brandet dagegen an, unterspült die Klippen und deutet ganz allgemein an, welche Urgewalt das Meer ausmacht.

Unwirtlich, wie auch weite Teile des jeweiligen Inselinneren. Auch dort dominieren karge, nur mit flachem Gestrüpp bewachsene Korallenböden, auf denen sich kaum Humus bildet. Bäume und Sträucher krallen sich mit ihren Wurzeln knorrig und gewunden in Spalten und Löchern fest und versuchen, ein kleines bisschen Nahrung zu finden. Leicht ist das sicher nicht, das wenige Wasser ist zumeist stark salzhaltig.

Ganz besonders deutlich wird das in den oft zu findenden Salzseen. Wie im Beitragsbild schimmern auf vielen der Cays in der Ragged Island Chain weiße und rosarote Flächen im Inselinneren. Auf der Ostseite von Buenavista Cay finden wir einen Weg zu dem großen langgestreckten Salzsee im Süden der Insel.

Wir wandern an seinem Ufer entlang, nicht einmal die ziemlich salzvertragenden Mangroven überleben hier.

Aber selbst in einer so lebensfeindlich scheinenden Umgebung gibts Überraschungen. Ein kleiner Vogel läuft aufgeregt am Strand herum, zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Hm, das macht der doch mit Absicht?!?

Tatsächlich, am vorderen Rand des Baumstumpfes findet sich das Gelege des kleinen Regenpfeifers in einer in den salzigen Sand gescharrten und mit Steinchen und Muschelkalk „ausgepolsterten“ und gut getarnten Mulde, die aber Andrea gleich entdeckt.

Übrigens finden sich selbst oben auf den Klippen natürliche Siedepfannen, in denen sich Salz sammelt. Die Zeiten, in denen die Menschen in den wenigen kleinen Siedlungen hier (etwa auf Ragged Island) noch ihren Lebensunterhalt in Salinen bestreiten konnten sind aber lange vorbei, es lohnt sich einfach nicht mehr.

Nur noch selten versucht jemand, auf einer der Inseln der Kette Fuß zu fassen. Hier auf Buenavista Cay war das zuletzt Edward Lockhard, der ein Haus und ein paar Nebengebäude errichtete und hier einige Zeit lebte. 78jährig überstand er 2017 sogar den Hurrikan Irma hier, nach eigenem Bekunden indem er sich mit einem Seil an einen der Bäume band. Drei Tage später wurde er dehydriert gefunden und gerettet. Auch Edward ist inzwischen nicht mehr hier, sondern bei seiner Familie auf einer anderen Insel der Bahamas. Die Gebäude sind nur noch traurige Ruinen, die Geräte und Maschinen verrostet, nur der Viehstall ist noch erstaunlich intakt. Die Borken über den Laufwegen der Termiten auf den hölzernen Abgrenzungen lassen aber vermuten, dass das nicht mehr lange so bleibt. Buenavista Cay ist wieder so unbewohnt (von Menschen) wie fast alle Inseln der Jumentos bzw. Ragged Island Chain.

Nur die Cruiser finden sich regelmäßig am Stand auf der Westseite ein und üben sich in Inselromantik.

Türkis, Cyan, Aquamarin, Petrol, Blau-Grün, Seegrün, …

Was ist eigentlich die Mehrzahl (oder Meerzahl?) von Türkis? Die Wasserfarben hier in den Bahamas mit ihren oft unglaublich intensiv leuchtenden verschiedenen Nuancen lassen uns jeden Tag aus Neue staunen. Wie geht das? Sonne und Sand, Wassertiefen, verstreute Seegraswiesen im klaren Wasser, Korallen. O.k., das erklärt die Möglichkeit (oft auch Notwendigkeit) der Augapfel-Navigation. Aber die Strahlkraft der Farben und ihren Zauber erklärt es nicht. Vielleicht ist es gerade das nicht ganz greifbare, geheimnisvolle, was besonders an diesen augenschmeichelnden und fast unwirklich erscheinenden Farben fasziniert und die Reflexionen des Lichts so viel Freude bereiten lässt.

Ausnahmsweise beginnt der Tag heute mit einigen Wolken, wir kommen spät aus den Federn und trotz schon hoch stehender Sonne blitzen die Farben im Flachwasser um unseren Ankerplatz bei Double Breasted Cay nur gelegentlich auf. Das ändert sich aber, als wir uns gemeinsam mit der Amalia hinüber in die naheliegende Bucht von Johnson Cay verholt haben. Die Wolkenlücken werden immer größer und der helle Sandstrand scheint fast gleißend weiß.

Blau und Grün mischen sich mal wie verlaufende Schlieren eines Aquarells, mal grenzen sie sich mit scharfer Kante gegeneinander ab.

Und wir sind auf der Flora mittendrin.

Natürlich müssen wir hier die Welt auch unter Wasser erkunden, die Farborgie in blau und grün setzt sich auch beim Schnorcheln fort.

Eine große Blaurückenstachelmakrele begleitet einen Stachelrochen

Zum Nachmittag verholen wir ein Stückchen weiter nach Norden an die Westküste von Raccoon Cay und ankern dort in der Spanish Wells Bay. Weil es mit den vielen Inselchen ein etwas unübersichtlich wird, hier mal unser Track auf der elektronischen Seekarte. In den Bahamas sind die Rasterkarten von Explorer Charts (in der App Aqua Map) nach unserer Erfahrung präziser als die Vektorkarten des sonst von uns bevorzugten Navionics:

Nur eine Bucht weiter (mit dem Dinghy, es ist dort zu flach für Flora) findet sich dicht am Strand eine geologische Besonderheit, die wir bisher noch nicht zu Gesicht bekommen haben, die aber in den Bahamas relativ häufig ist: ein „Blue Hole“. In diesem Fall an Land nur 20 m hinter dem Strand gelegen, oft aber auch auf See. Blue Holes sind tiefe, meist kreisrund oder leicht ovale, mit Wasser gefüllte Löcher. Oft wirken sie, als hätte ein Landschaftsdesigner mit einem riesigen Bohrer ein senkrechtes Loch in das Kalk- (bzw. Korallen-)gestein gebohrt. Wie tief? Völlig unterschiedlich, das tiefste bekannte und vermessene Blue Hole schafft es auf über 300 m, das zweittiefste ist das „Deans Blue Hole“ auf Long Island hier in den Bahamas ist immerhin 202 m tief. Oft verbirgt sich in der Tiefe eine größere Höhle unter dem senkrecht abfallenden Einstieg, denn Blue Hole sind durch Auswaschung entstandene Sinklöcher in porösen Küstensaumriffen. Das Blue Hole hier auf Raccoon Cay eher flach, aber gleichwohl beeindruckend. Nur – Blau ist es nicht. Selbst bei strahlendem Sonnenschein wirkt es eher wie die grüne Pupille eines Auges. Vielleicht liegt es an Algen, möglicherweise ist auch die Tiefe einfach nicht ausreichend um beim vom hellen Grund reflektierten Sonnenschein alles außer dem blauen Licht zu absorbieren. Mystisch wirkt es trotzdem.

Zu viel blau und grün?

Es gibt ja noch einen Ausgleich 😉:

Von Hog Cay nach Double Breasted Cay

Kaum zu fassen, wir ankern schon über eine Woche vor Hog Cay / Ragged Islands. Vor der Weiterfahrt gilt es gemäß hiesiger Tradition noch, aus Treibgut ein Schild mit Namen, Schiffsnamen und Jahr zu fertigen und unter der Decke des Yachtclubs anzubringen. Wir haben Glück, ein blaues Stück Plastik kommt schon fast in der Form unseres Schiffslogos daher, das macht die Umsetzung einfacher:

Aber einen weiteren Tag schieben wir unsere Abfahrt hinaus, als die Nizhóní mit Michael und Leslie ankommt und wir uns beim abendlichen Sundowner im Hog Cay Yacht Club wunderbar unterhalten. Statt loszusegeln verbringen Ingo und ich am nächsten Tag viel Zeit auf der Nizhóní, einem spannenden Kohlefaser-Katamaran, den die beiden nach einem schweren Brandschaden gekauft haben und wieder auffixen.

Wir motivieren Michael, seinen Tauchkompressor zu reaktivieren und helfen ihm ein bisschen dabei, mit dem wunderbaren Effekt dass wir jetzt wieder gefüllte Tauchflaschen haben. Zum Sundowner gibt’s für die drei Crews auf der Easy-One Pizza und es wird ein langer schöner Abend.

Heute können wir dann noch unseren Beitrag zum neu angelegten Hike von der Middle Penn Bay zu dem Three Beach Trail leisten. Gemeinsam mit Karen kennzeichnen Wiebke, Andrea und ich den neuen verbindenden Pfad mit der üblichen Strandgut-Markierung.

Danach geht’s aber wirklich Anker auf, wir segeln gemeinsam mit der Amalia of London einen Bogen westlich um Maycock Cay und das Flach westlich von Margaret Cay herum und tasten uns dann unter Motor vorsichtig in den Ankerplatz vor Double Breasted Cay. So sind wir am Ende nur gut vier Meilen Luftlinie von unserem alten Ankerplatz entfernt, obwohl wir mehr als 11 Meilen zurückgelegt haben. Aber die dazwischenliegenden Flachwassergebiete sind teilweise selbst für unser Dinghy zu seicht, weiß wie der Strand heben sie sich einzelne Unterwasser-Sandrücken aus dem hell-türkisen Wasser ab.

Der eigentlich nur für einen Kaffee-Stop angelaufene Ankerplatz erweist sich als ruhiger als erwartet und so bleiben wir über Nacht.

Und auch hier hält das Abschnorcheln des Ankers im kristallklaren Wasser auf dem scheinbar öden Sandgrund wieder tierische Überraschungen bereit:

Ein Remora (Schiffshalterfisch) hat sich an Flora geheftet, zudem entdecke ich einen kleinen Bufalo-Kofferfisch und eine etwa 15 cm große Tulpenschnecke mit schönem gewundenen Gehäuse.

Hog Cay II, Ankern, Yachtclub, Wandern und Speerfischen

Der Ankerplatz hier vor Hog Cay ist schön, aber auch ziemlich seicht. Klar, man könnt noch weiter draußen ankern, aber dann ist es auch wieder welliger.

Und so liegen wir hier mit unsern zwei Metern Tiefgang auf etwa zweieinhalb Meter Wassertiefe. Plus etwa 60 cm Tide. Bei Flut sehr komfortabel, bei Ebbe etwas weniger, zumal wenn wegen (gerade gewesenem) Vollmond und Windkonstellation die Ebbe nochmal 20 cm niedriger ausfällt.

Ein Barrakuda past immer noch zwischen Floras Kiel und den Sandgrund

Der Check beim Schnorcheln ergibt nicht nur, dass es trotzdem noch passt, sondern auch ein paar nette Fischbegegnungen. Neben dem Barrakuda zeigt sich auch ein kleiner gehörnter Kofferfisch (Kuhfisch) mit prachtvollen blauen Streifen (die er erscheinen und verschwinden lassen kann) direkt am Boot.

Was diesen Ankerplatz aber ganz besonders macht ist die Seglergemeinschaft hier. Mit den befreundeten Booten sowieso, aber auch mit einigen anderen Cruisern, wir werden nach einer Corona-Befragung sogleich in den Yachtclub aufgenommen 😉.

Klar, die Boote und mit ihnen deren Crews wechseln, aber einige bleiben auch sehr lange hier. Wie z.B. Rita und Will mit ihrem amerikanischen Motorkatamaran. Sie kommen seit gut 20 Jahren regelmäßig hierher (“spätestens zum Valentinstag, dann gibt’s eine Party mit den Einheimischen von Ragged Island”) und bleiben dann auch jeweils länger hier liegen. Die deutsche Crew-Flagge an Backbord zeigt, dass die beiden ihrer Wurzeln in Deutschland haben. Und weil mit der Invia, der Easy-One und der Flora ungewöhnlicherweise gleich drei deutsche Boote hier liegen, laden die beiden uns für einen abendlichen Snack (und Schnack) auf ihr Schiff.

Auch außergewöhnlich: eine unbewohnte Insel mit “Clubhaus” am Strand.

Perfekt als Treffpunkt für den Sundowner oder – wie heute Abend – für ein Potluck, bei dem jeder etwas für das gemeinsame Essen mitbringt. Zudem mit zwei Feuerstellen ausgestattet. Südlich die Müllverbrennung als notwendiges Übel und nördlich …

… der Lagerfeuerplatz für die gemütliche Runde.

Wie uns Rita erzählt, wurde das Ganze (auf einer der Valentinstagfeiern) von der Inhaberin des kleinen Supermarktes auf Ragged Island angestoßen und – von den Seglern finanziert – auch organisiert und umgesetzt. Es hat sogar den letzten Hurrican ziemlich unbeschadet überstanden.

Heute Mittag machen Wiebke und ich einen weiteren Hike, diesmal geht es auf die Südseite von Hog Cay. Erst einmal müssen wir dafür mit Florecita in die nächste Bucht fahren und dort anlanden. damit haben wir den ersten Strand unseres „Three-Beach-Hike“ schon erreicht.

Halbmondförmig zieht er sich vom Lobster Hole Point bis Hog Point. Ganz am Ende weist ein Turnschuh auf einem Stock auf den Einstieg in den Pfad durchs Gebüsch hin, ein Stückchen weiter hängt grünes Fischernetz an einem Ast. O.k., also wieder die Treibgut-Kennzeichnung. Ohnehin ist es hier nur ein kurzes Stück hinüber zur House Bay, unserem nächsten Strand.

Hier gehen wir erst ein Stück in die „falsche“ Richtung, um den Kokospalmen einen Besuch abzustatten. Trotz einiger Bemühungen können wir aber keine Kokosnuss ergattern.

Der „richtige“ Weg führt dann am Ende des Strandes einfach ohne Kennzeichnung über das Korallengestein weiter und nach etwas Suchen finden wir auch den Einstieg in die nächste Querung. Diesmal geht es durch einen weitgehend ausgetrockneten flachen Salzsee hinüber zur Black Rock Bay im Südosten.

Und dann nach einem weiteren Strandabschnitt quer hinüber zum Strand am Ausgangspunkt, wobei dieser Abschnitt erst mit dichtem Buschwerk und dann mit einem eher offenen Bereich voller niedriger Fächerpalmen aufwartet. Eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung.

Kaum wieder an Bord, kommen Steve (Amalia), Mike (Dark‘N Stormy) und Matt (Tuebor) mit dem Dinghy vorbei und fragen, ob ich mit zum Spearfishing komme. Wir hatten gestern darüber gesprochen. Habe ich zwar noch nie gemacht, aber klar, die Gelegenheit zum Ausprobieren lasse ich mir nicht entgehen. Der andere Steve (Zulu) ist auch dabei und zu fünft wechseln wir besser auf dessen großes Dinghy. Spearguns (Harpunen mit Pistolengriff) sind in den Bahamas nicht erlaubt, nur Hawaiian Slings (Harpunen mit zwillenähnlicher Abschusstechnik) und Polespears, mit denen wir unterwegs sind. Im Prinzip Speere mit einer Gummischlinge am Ende, die man mit der Hand am Speer entlang nach vorne zieht und dadurch spannt. Die einfachen Varianten werden auch gerne zum Lobsterfischen verwendet, allerdings ist seit Anfang April in den Bahamas Schonzeit für Lobster. Beim Lobsterfischen sind die Speere aus meiner Sicht ohnehin nicht ideal, da man erst nachdem Speeren feststellt, ob man ein eiertragendes Weibchen erlegt hat, das man sonst zurückgesetzt hätte. Deshalb ist das in einigen Ländern auch verboten, in den Bahamas allerdings nicht. Für uns sind Fische das Ziel. Tatsächlich kann ich sogar einen schönen Hogfish erwischen, nicht schlecht für mein erstes Spearfishing. Ein bisschen tricky ist, dass ich den Fisch erst zurück auf der Flora filetieren kann. Da ich die Fischabfälle nicht am Ankerplatz über Bord geben möchte (um keine Haie anzulocken) mache ich es in unserer Fischkiste und fahre anschließend mit dem Dinghy hinaus um die Reste wegzuwerfen und Kiste, Messer und Schneidbrett zu reinigen.

Flora ausnahmsweise mal wieder mit weggeklapptem Bimini, weil eine Front mit stürmischem Wind (8 Bft) angekündigt war. Es blieb zum Glück bei 7 Bft und die Nacht war deutlich ruhiger als erwartet.

Hog Cay. Traumstrand und Frustration-Beach

Hog Cay hat – wie so viele Inseln in den Bahamas – zwei völlig unterschiedliche Seiten. Flora liegt mit der Easy-One, der Amalia, der InVia und einigen anderen Booten in der Middle Pen Bay vor Anker, Wassertiefe etwa zweieinhalb Meter, Sandgrund, wunderbar klares türkisfarbenes Wasser. Dazu ein herrlicher feinsandiger sauberer Strand, perfekt zum Spazieren und zum Anlanden des Dingis, nur ab und zu ein paar Korallenbommies oder Felsenkaps, die die einzelnen Buchten abgrenzen. Auf der gegen die vorherrschenden Winde geschützten Westseite der Insel.

Wandert man ein wenig am Strand entlang, stößt man auf einen skurril anmutenden „Wegweiser“, der den Beginn eines Pfades quer über die hier etwa 600 m breite Insel auf die Ostseite von Hog Cay markiert.

Durch das rasch dichter werdende niedrige Buschwerk windet sich ein Pad den Hügel hinauf. Er ist leicht erkennbar gekennzeichnet: mit Strandgut. Auf Äste gesteckte Plastikflaschen oder in die Büsche gebundene Netzfetzen, Kuscheltiere und immer wieder Schuhe oder FlipFlops.

Je nach Gusto mag das originell oder befremdlich erscheinen. Auf jeden Fall gibt es schon einmal einen Vorgeschmack darauf, was auf der Ostseite der Insel wartet. Hier, an der Luv-Küste der Insel brandet das tiefblaue Wasser zumeist mit einer Kraft gegen das Ufer, die man drüben auf der Lee-Seite so nicht erwartet hätte.

Je nach Form des Ufers führt das in vielen Buchten dieser unbewohnten Insel dazu, dass sich Treibgut, insbesondere Plastikmüll, in einer kleinen Senke hinter der ersten Strandlinie sammelt.

Es ist frustrierend, beschämend, herzzerreißend. Einfach große Müllsäcke mitnehmen und einsammeln? Wenn es denn so simpel wäre. Rita kommt mit ihrem Mann Will seit über 20 Jahren hierher nach Hog Cay und weiß unfassbar viel über die Insel und überhaupt die Bahamas. Sie hat einige der Pfade über die Insel selbst mit angelegt und gibt bei unserem Spaziergang einiges von ihrem Wissen bereitwillig weiter. Die Bahamas haben selbst auf den großen Inseln kein wirkliches Mülltrennungssystem, zumeist wird der Müll auf Halden angehäuft und gelegentlich angezündet, der Rest dann verscharrt )“Landfill“). Den Strandmüll schreiben die Bahamesen überwiegend den Nachbarn von Hispaniola zu (Dominikanische Republik und Haiti). Abgesehen von den Touristenstränden, die regelmäßig gesäubert werden, kümmern sie sich kaum darum. Erst recht natürlich nicht auf einer unbewohnten Insel wie Hog Cay.

Aber selbst wenn wir den Müll einsammeln, abgeben (wo?) und einer sinnvollen umweltschonenden Verwertung zuführen könnten (die es hier nicht zu geben scheint, nicht mal Müllverbrennungsanlagen mit den erforderlichen Temperaturen und Filteranlagen) – das eigentliche Problem liegt (auch im Wortsinn) tiefer. Klar, neuer Müll wird angeschwemmt. Vor allem aber sind es nicht nur die großen, einsammelbaren Teile. In den Müllsenken sieht der Strand auch zwischen den großen Teilen bei genauerem Hinsehen so aus:

Der ganze Sand ist durchsetzt mit kleinen und kleinsten Plastikteilchen, das unsichtbare Mikroplastik kommt noch dazu. Man könnte heulen, aber das nützt natürlich auch nichts. Am Ende wird uns nur bewusster, wie weit es schon gekommen ist und wie wichtig „reduce – reuse – recycle“ bzw. Vermeiden – Wiederverwenden – Wiederverwerten ist. Weltweit.

Und – Nachtrag, um das klarzustellen – wir sammeln und verbrennen, weil es das einzig mögliche hier vor Ort ist. An dem strukturellen Problem ändert das aber leider nichts. Zum Problem der Verbrennung von Plastik bei zu niedrigen Temperaturen gibt’s z.B. interessante Artikel in National Geografic und im Focus. Lösung in Abgrenzung zum Problem des Plastiks im Meer? Wie oben schon geschrieben: reduce, reuse, recycle!

Auf dem Drohnenfoto sieht man von dem Müll nichts, kann aber die beiden sehr verschiedenen Seiten von Hog Cay ganz gut erkennen. Und auch die Schönheit, die diese Insel trotz des hier so deutlich gewordenen frustrierenden Plastikproblems bietet.

Ragged Island

Um an den letzten Beitrag anzuknüpfen: die Passage nach Ragged starten wir tatsächlich um 5.00 Uhr morgens, es läuft wunderbar und plangemäß kommen wir im Hellen an, sehen also keinen Sonnenuntergang vor unserem Bug. Wohl aber einen Vollmond, der uns durch die Nacht begleitet …

… und damit einen Monduntergang vor Floras nach Westen gerichtetem Bug und einen Sonnenaufgang hinter Floras Heck.

Und wieder ist es ein Schmetterlingskurs, der kräftige Passatwind schiebt uns gut voran.

Ein bisschen gemischt sind die Gefühle, als wir so auf die Kolumbus-Bank zu rauschen, wo es statt ein paar tausend nur noch 10-20 m tief ist. Aber es passiert nichts, außer dass die Wasserfarbe etwas heller wird und uns mehrere Barakudas an die Schleppangel gehen. Einer schon im Tiefwasser und jetzt drei auf dem Flach, aber wir lassen alle wieder frei. Nur die schöne King Mackerel behalten wir natürlich.

Wir passieren Little Ragged Island südlich und ankern dann in der Bucht zwischen Little Ragged und Ragged Island. Leider findet der Schwell doch seinen Weg um die Insel herum und es ist etwas rollig am Ankerplatz, zumal wi mit unseren zwei Metern Tiefgang hier doch ziemlich weit vom Ufer entfernt den Harken in den sehr gut haltenden Sandgrund krallen. Aber am nächsten Morgen entschädigen die Schnorcheltour, vor allem aber der Strandspaziergang auf Little Ragged mehr als genügend für diese kleine Unannehmlichkeit. Die Farben in der Karibik sind ja ohnehin beeindruckend, aber hier in den Bahamas mit den weiten, zumeist sandigen Flächen mit „Turtle Grass“-Flecken zeigen sie eine fast magische Brillanz und Leuchtkraft.

Sand-Dollar, Kalkskelette von bestimmten flachen Seeigeln, die aber statt Stacheln nur eine Vielzahl feiner Härchen haben und eben im Sand des Flachwassers der Bahamas leben

Trotzdem verholen wir uns gegen Mittag gemeinsam mit der Easy-One ein paar Meilen weiter nördlich nach Hog Cay. Dort ist auch schon die Invia mit Dorothee und Stefan, die mit ihrem Katamaran zuvor im Cut hinter der Flachwasserbarre zwischen Little Ragged und Ragged lagen. Obwohl sie uns extra die Wegepunkte durchgegeben haben und wir Flora bei Hochwasser dort wohl auch hätten hineinschmuggeln können, haben wir uns das letztlich nicht getraut. Auch weil wir das Gefühl hatten, dann irgendwie in einer Mausefalle zu liegen, die man (mit unserem Tiefgang) eben nicht jederzeit verlassen kann.

Und – was für eine Freude – wir treffen hier vor Hog Cay endlich auch unsere Freunde Helena und Steve mit Floras Schwesterschiff Amalia wieder, die wir nach viel gemeinsamem Selgeln zuletzt in der Chesapeake Bay getroffen hatten. Kaum ist unser Anker gefallen, kommen sie schon mit dem Dinghy angebraust. Sie laden uns gleich zum Abendessen auf die Amalia ein, vorher aber steht der gemeinsame Sundowner im „Hog Cay Yacht Club“ an. Tatsächlich, am Strand der unbewohnten Insel steht eine palmblattgdeckte und an den Seiten offene Pavillon-Konstruktion mit langem Tisch und Stühlen, zudem einem Grillplatz auf der einen und einer improvisierten Müllverbrennungsstelle auf der anderen Seite. Die Crews fast aller Boote des Ankerplatzes finden sich um 18.00 Uhr hier ein, es wird eine gesellige und sehr internationale Runde (mit außergewöhnlich hoher deutscher Beteiligung).

Könnte gut sein, dass wir hier ein bisschen länger bleiben.

Wecker gestellt.

Eine inzwischen ziemlich ungewohnter Handlung, wir haben den Wecker gestellt. 5.00 Uhr. Morgen wollen wir hinüber nach Ragged Island segeln, etwa 80 sm nach Westen. Um bei Tageslicht anzukommen müssen wir wohl früh raus.

Ragged liegt am südlichen Ende der Jumentos Chain, einer Kette von Inseln und Felsen, die sich etwa 100 sm lang halbkreisförmig von Long Island bis eben nach Ragged unten an der Columbus Bank zieht. Die Besonderheit ist, dass es östlich der Kette schnell bis über 2.000 m Tief wird, während sich westlich der Inselchen superflaches Wasser von bestenfalls ein paar Metern Tiefe befindet, mindestens für gut 50 sm bis hinüber zur berühmten und wieder mehrere tausend Meter tiefen „Tongue of the Ocean“. Bahamas-Gegensätze pur. Aber nicht nur das reizt an Ragged. Die Insel liegt ziemlich abseits der klassischen Bahamas-Routen, nur 60 sm von Cuba entfernt und nicht an einer Durchreisestrecke etwa zwischen den USA und Puerto Rico, sie wird daher weniger frequentiert als z.B. die Exumas. Mal schauen.

Erst einmal holen wir aber hier am Ankerplatz bei Acklins die Tauchsachen heraus. Schnorcheln ist schön, aber der sandige Grund unseres Ankerplatzes fällt sanft bis auf eine Tiefe von etwa 15 m ab und wird dort von Korallen-Bommies wie von einer Hecke begrenzt. Dahinter fällt eine steile Wand fast senkrecht noch einmal etwa 20 m ab auf die nächste Ebene. Die Korallen und die Steilwand möchten wir betauchen.

Super ist, dass wir die Dinghys von Flora und Easy-One dafür an der Karizma festmachen dürfen. Unsere südafrikanischen Segelfreunde Amy und Hylt haben ihren Kat nämlich so geankert, dass das Heck der Karizma genau über der Riffkante liegt.

Hylt zeigt am Abend auf unsere Fragen hin auch noch sehr praktisch, welche Vorteile das beim Jig-Fishing vom Boot aus hat. 😁 🎣

Jetzt aber heißt es, dass wir die perfekte Einstiegsstelle für unseren Tauchgang haben.

Als wir etwas später auf etwa 20 m Tiefe an der Wand entlang tauchen kommt Freediver Hylt dann mal eben zu uns herunter und schaut uns eine Weile zu, bevor er langsam und scheinbar tiefenentspannt wieder nach oben gleitet.

Ein wunderschöner ruhiger Tauchgang ist es auch für uns. Den Rest der Luft in der Tauchflasche verwende ich dann weniger relaxt dazu, das Unterwasserschiff vor der Passage noch mal ordentlich sauberzumachen. Auch den Kiel glattgeputzt, den ich sonst gerne mal etwas vernachlässige wenn ich Floras Unterwasser-Schönheitskur schnorchelnd erledige. Aber in dem klaren Wasser hier fällt das natürlich auf 😉.

Dafür sollte es dann morgen um so flotter nach Westen gehen. Wieder ein Vormwindkurs, aber hoffentlich nicht so in den Sonnenuntergang wie hier am letzten Freitag auf dem Zwei-Nächte-Törn zu den Bahamas.

Castle Island

Wir sind in den Bahamas. Von den mehr als 700 Inseln hier sind nur 30 bewohnt, kein Wunder also, wenn wir über unbewohnte Inseln stolpern. Bei Castle Island war das nicht immer so, denn hier an der Südspitze von Acklins Island ist quasi ein Verkehrsknotenpunkt. Die Crooked Island Passage, die Windward Passage und der Old Bahama Channel treffen hier aufeinander, nicht ohne dass in knapper Entfernung die Mira-Por-Vos-Felsen lauern. Um diese Herausforderung für die Schifffahrt zu entschärfen, wurde 1867 das Castle Island Lighthouse gebaut. Bis zur Unabhängigkeit der Bahamas 1973 wurde es von Leuchtturmwärtern bedient, seit der Automatisierung ist die Insel aber unbewohnt. Die Natur hat sich schon einiges zurück erobert, rund um den Leuchtturm und die verfallenen Wohnhäuser wächst dichtes Gestrüpp. Aber der Turm kann ohnehin nicht mehr bestiegen werden.

Und so liegt denn auch die Attraktion dieses Ankerplatzes vor der Küste. Der Haken, auf dem der Leuchtturm steht bietet einen gewissen Schutz, noch ruhiger wäre es aber ein paar Meilen weiter nördlich vor der Küste von Acklins Island. Trotzdem bleiben wir erst einmal eine Nacht hier, genießen das Farbenspiel im kristallklaren Wasser und sehen uns das Wrack eines Frachters aus Belize an, der hier mit seiner Fracht aus Schuhen und Kleidung strandete. Die jedenfalls 2008 noch vorhandenen Aufbauten sind inzwischen heruntergefallen, Bug und Heck sind auseinandergebrochen.

Ganz viel Fisch findet sich zwar nicht am Wrack, dazu liegt es einfach in zu flachem Wasser. Hauptsächlich ein paar Gelbstreifengrunzer verstecken sich unterm Heck und in den umliegenden korallenbestandenen Felsblöcken. Aber Licht und Sicht sind im Gegenzug traumhaft, Bug, Heck mit Ruder und Schraube und die freiliegende Hauptmaschine machen es zu einem faszinierenden Schnorchelspot direkt an unserem Ankerplatz.

Zum Blogbeitrag vom Hogsty Reef habe ich inzwischen die Bilder ergänzt. Wer mag, kann HIER nochmal dahin zurückschauen.

Und Wiebke hat außerdem noch ein Video zu Castle Island zusammengestellt, das auf Vimeo verlinkt ist.

Hogsty Reef

Das Traumziel, der Sehnsuchtsort. Als wir Ende Mai 2020 von den USVI per „Innocent Passage“ ohne Land betreten zu dürfen durch die Bahamas in die USA segelten, haben wir hier unseren ersten Ankerstop gemacht. Allerdings konnten wir damals nur vor der nordwestlichen der beiden Sandinselchen ankern, die den Eingang zu diesem Atoll im Nordatlantik markieren.
Dieses Mal möchten wir hinein in das hufeisenförmige Atoll und idealerweise ganz nach Osten hindurch bis vor die Riffkante, immerhin rund 5 sm.
Das klappt auch, wir nehmen die Segel weg. Wir hatten nach der Ausfahrt aus der Man-O-War-Bay zunächst kurz den Gennaker gesetzt, dann aber bald auf den Code0 gewechselt und konnten bei zwischen 60 und 90 Grad scheinbarem Windeinfallswinkel unter idealen Bedingungen zum Hogsty Reef segeln.

Nun motoren wir genau gegen den Wind durch das türkisfarbene Wasser der Lagune, das wir beim Näherkommen als unwirklich fast künstlich leutend türkisen Strich in dem dunklen Blau des umgebenden kilometertiefen Meeres ausmachen konnten.

Innerhalb des Atolls finden wir fast durchgehend um die 7 m Wassertiefe, unser Anker fällt auf der großen Sandfläche am Ostende auf rund 4 m, wobei wir versuchen keinen der zahlreichen großen Kissenseesterne zu erschlagen, die klar und deutlich am Grund auszumachen sind.
Allerdings: das Wasser ist auch hier so kurz hinter dem Riff noch ziemlich bewegt, keine lange Dünung, die wird offenbar vom Riff gebrochen, aber trotzdem deutlich mehr Welle als dass es sich nur um Windsee handeln könnte. Flora rollt zwar nicht hin und her, bockt aber doch ziemlich als führe sie vor Anker über eine kleine Buckelpiste.
Egal, für eine Nacht ist es o.k., wir hoffen auch darauf, dass das Riff bei Ebbe mit etwa 60 cm weniger Wasser einen etwas besseren Schutz bietet, dann sollte es zumindest in der ersten Hälfte der Nacht ruhiger sein.
In jedem Fall gleicht das Gefühl, an diesem ganz besonderen Ort ankern zu dürfen den etwas holperigen Ankerplatz für uns mehr als aus.

Wir gehen innerhalb des Riffs schnorcheln und finden abseits unserer Sandfläche mit ihren Seesternen und Conches in dem herrlich klaren Wasser einiges an Rifffischen, zum Teil sogar in beeindruckenden Schwärmen.


Am nächsten Morgen laufen wir trotzdem zeitig aus, schon um 7.15 holen wir den Anker auf und machen uns auf den Weg Richtung Acklins Island, vielleicht wird es auch die vor der Südwestspitze von Acklins liegende Castle Island. Heute ist etwas mehr Wind (wahr etwas über 20 kn), mit Fock und gerefftem Groß ist es wiederum wunderschönes Segeln.

Dieser Blogbeitrag wurde (ursprünglich) per IridiumGo übermittelt, Bilder gibts also erst später, bis dahin könnt Ihr Euch die leuchtenden Farben im Kopfkino ausmalen (die Bilder habe ich jetzt wider Erwarten doch heute schon einfügen können, weil wir bei Castle Island überraschend Empfang haben). Auch auf Kommentare können wir erst reagieren, wenn wir wieder Telefon- und damit Internetempfang haben.

Matthew und die karibischen Farben

Matthew Town führt zwar “Stadt” im Namen, ist aber eigentlich ein mittleres Dorf. Schachbrettartig angelegt, eine Hauptstraße führt vom Leuchtturm durch das Dorf zum Flugplatz und weiter zur großen Saline. Es gibt ein paar Restaurants, einen kleinen Supermarkt, eine Bank. Und sogar ein kleines Gesundheitszentrum.

Wir wandern erst einmal zum Leuchtturm. Das 1870 in Betrieb genommene Feuer leuchtet (entgegen der Angaben in der Seekarte und im Internet) inzwischen nicht mehr.

Als wir hinaufsteigen (die Tür steht offen) sehen wir auch warum. Lampe und Linse fehlen völlig. Überhaupt ist der Zustand drinnen einigermaßen marode.

Ein paar der Holzstufen wurden ersetzt, eine fehlt völlig, weil auch ihre Aufnahme weggerostet ist.

Aber oben angekommen gibt’s eben einen tollen Ausblick über die Insel.

Wie der Leuchtturm wirkt auch der Rest des Ortes ein bisschen verlassen, aber die wenigen Menschen, die wir treffen sind super zuvorkommend und nett. Ein vorbeifahrender Truck hält an und fragt, ob wir mitfahren wollen. Autos machen bereitwillig Platz, die Fahrer grüßen freundlich auch uns Fremde.

Der Bankautomat spuckt für uns kein Geld aus, aber der Security-Mitarbeiter erklärt uns, was wir morgen für die Geldauszahlung in der Bank mitbringen müssen, nämlich neben der Kreditkarte ZWEI Ausweise (Pass und Führerschein), sonst gibt’s nichts. Gut zu wissen und so läuft es dann auch.

Zwei Bars am Strand sind noch zu bzw. werden gerade hergerichtet. Das Ambiente spricht schon mal an, auch wenn die Natur die wirklich tollsten Farben zusteuert.

Auch die Vogelwelt zeigt uns mal wieder eine wunderbare Seite: wir entdecken tatsächlich die ersten wild lebenden Papageien seit wir in der Karibik sind. Hatten wir viel früher und häufiger erwartet, aber um so schöner, dass es jetzt dock klappt. Zumal es wieder einmal eine endemische Art ist, der “Bahamas-Papagei”.

Als Zugabe gibt’s noch einen Fischadler (Osprey) am Strand

und den kleinsten auf den Bahamas heimische Raubvogel, einen Buntfalken (nahe verwandt mit unserem Turmfalken):

Eine große Population an Flamingos lebt zudem im Inselinneren am Lake Rosa. Aber nachdem uns der Immigration-Officer eröffnet, wir könnten auch vorzeitig den vorgeschriebenen 5-Tage-Test absolvieren (nämlich fünf Tage nach dem PCR-Test in der Dominikanischen Republik und nicht wie offiziell verkündet 5 Tage nach Einreise), begeben wir uns gleich zum Test in dem immerhin flamingorosa-farbenen Gesundheitszentrum.

Mit dem (zum Glück wiederum negativen) Testergebnis, das per Email innerhalb von zwei Minuten nach dem Test da ist, sind wir jetzt frei, uns innerhalb der Bahamas zu bewegen. Vorher mussten wir täglich eine Gesundheitsmeldung online ausfüllen, brauchten also Internet. Aber jetzt können wir auch an abgelegene Stellen, wie erstmal die Man-O-War-Bay auf Great Inagua und dann das Hogsty Reef, wo wir keinen Empfang haben werden.

Vielleicht können wir aber den ein oder anderen Bericht (ohne Fotos) per Iridium hochladen.