War der kurze 20 sm HĂŒpfer nach Annapolis auch schon mal ein toller Saisonauftakt, eine ganze Woche hĂ€tten wir dort eigentlich gar nicht bleiben wollen.
Dass es trotzdem so kommt, ist neben dem Wetter einigen Bootsarbeiten und – vor allem – den Treffen mit anderen Seglern geschuldet. AuĂerdem tut es gut, wieder anzukommen auf dem Boot, sich Zeit zu nehmen. đ Die AtmosphĂ€re der Stadt aufzunehmen und auf uns wirken zu lassen.
Wir kĂŒmmern uns nochmals um unseren Generator, aber da kommen wir derzeit nicht wirklich weiter. Trotz neuer Kondensatoren kommt beim Start zunĂ€chst zwei mal eine Fehlermeldung, beim dritten Start lĂ€uft dann der Generator problemlos. Noch nicht optimal!
Den neuen Teppich hatten wir uns (von Hallberg-Rassy Parts) nach Herrington schicken lassen. Beim alten war an den RĂ€ndern die Kettelung z.T. aufgegangen, einige Druckknöpfe waren defekt, vor allem aber war die Gummierung der RĂŒckseite nach 10 Jahren nun so porös und bröselig geworden, dass wir eine Reparatur der ĂŒbrigen Macken fĂŒr nicht sinnvoll hielten.


Neue Druckknöpfe und das passende Werkzeug hatten wir mitbestellt. Beim Auspacken jetzt in Annapolis die freudige Ăberraschung: Druckknöpfe sind schon drin!

Und sie passen ziemlich gut bei den ersten drei Teppichen, die wir austauschen. Beim vierten, dem groĂen im Salon, machen wir dann aber lange Gesichter: die Ausschnitte fĂŒr die FĂŒĂe des Salontisches passen nicht, sind ein paar Zentimeter versetzt. Grrr đ.

TatsĂ€chlich schaffen wir es mit etwas Ăberredungskunst, eine Boat-Canvas-Werkstatt zum KURZFRISTIGEN UmsĂ€umen der von uns angepassten Ausschnitte zu bringen. Per Dinghy schaffen wir den Teppich zu ihnen in den Backcreek, kaufen Lebensmittel ein und schwupp, können wir den Teppich wieder mitnehmen. Jetzt passt er đ.
Mehrmals treffen wir Annemarie und Volker von der âescapeâ, feiern ausgiebig Abschied, denn zumindest fĂŒr diese Saison trennen sich unsere Wege. Wir sind gespannt, wo sie sich wieder kreuzen.
Peter, ein deutscher Segler, den wir im letzten Jahr kennengelernt haben, lÀdt uns in sein Haus in Annapolis ein, wo wir einen sehr netten Abend mit ihm und seiner Frau verbringen.
Am nÀchsten Tag kommt Mario vorbei, ein amerikanischer Eigner einer anderen Hallberg-Rassy 43. Bootsbesichtigung und fachsimpeln.
Aber dann geht es los. Herrliches Segeln mit raumem bis achterlichem Wind, der anfangs zwar noch in Böen 30 kn erreicht, dann aber schnell abnimmt, so dass wir ein Reff nach dem anderen ausschĂŒtteln können.

Trotz des herrlichen Sonnenscheins und des achterlichen (und damit scheinbar ja weniger starken) Windes ist es frisch, Wiebke mummelt sich im Cockpit in eine Decke. Wird doch Zeit, sĂŒdlicher zu gehen.

Das letzte StĂŒck der 45 sm nach Solomons mĂŒssen wir wieder etwas anluven, schön, dass bei der SchotfĂŒhrung nur die durch die Spibaumnock gefĂŒhrte Spischot losgeworfen und die Fockschot dichtgenommen werden muss, der Baum kann erst einmal stehenbleiben:

Pura Vida.








































