Ribeira Brava

São Nicolau hat nicht nur eine deutlich steilere Küstenlinie als Sal, die Insel zeigt sich richtig gebirgig und von tiefen Schluchten durchzogen. Und so gerät unsere Aluguer-Fahrt in dem im Inselinneren liegenden Hauptort Ribeira Brava zu einer imposanten Aussichtstour.

Besonders beeindruckt dabei, das die vom Ankerplatz aus so karg und braun scheinende Inselin ihrem Inneren so grün ist. Tatsächlich scheint im Zentrum von São Nicolau jedes Fleckchen Erde bewachsen zu sein, ein großer Teil davon sogar landwirtschaftlich genutzt. Die häufig bis in die steilen Hänge hinein terrassierten Bergflanken sind – anders als in den Kanaren – größtenteils auch wirklich genutzt. Und dass, obwohl die Hänge oft so steil sind, dass auf einer Terrassenzeile nur eine einzige Reihe Mais Platz findet. In etwas ebenerem Gelände finden sich Zuckerrohr, Bananen und Papaya dicht an dicht.

Der Ort Ribeira Brava glänzt mit einiger Architektur aus der Zeit, in der die Kapverden zu Portugal gehörten. Dennoch, anders als die meisten anderen afrikanischen Staaten entwickeln sich die Kapverden positiv, wenn auch von niedrigem Niveau kommend. So ist der Staat (nach Botswana) der zweite afrikanische Staat, der von einem wenig entwickelten Land zu einem Land mit mittlerem Einkommen heraufgestiegen wurde (2008). Im Wohlstandsindikator der UN haben die Kapverden 2015 den Platz 122 von 188 erreicht und damit die unterste Kategorie verlassen. Das Jahresdurchschnittseinkommen liegt dennoch bei unter 4.000 $. Wir vermuten, dass das nicht unerheblich zur intensiven Nutzung auch der schwierig zu bewirtschaftenden Flächen beiträgt.

Der Ort präsentiert sich bunt und gepflegt.
Fischverkauf von der Ladefläche eines Pickup-Aluguer
Tankstelle in der Mitte der Hauptstraße

Wir bummeln eine Zeitlang durch den kleinen Ort mit seinen alten, meist engen Kopfsteinpflasterstraßen, dann geht’s mit einem Aluguer zurück. Ein weiteres Mal über die Gebirgspässe und zurück nach Tarrafal. Am Hafen kaufen wir uns einen schönen Fisch, Süßkartoffeln (beides im Backofen) und Papaya (Salat) für unser Abendessen an Bord. 😋



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