Hamburg – Peking

Wir sind nach einer schönen Nachtfahrt heute morgen um halb neun in Tarrafal auf São Vincente angekommen. Nachtfahrt deswegen, weil wir es uns wichtig war, mit Tageslicht an dem uns unbekannten Ankerplatz anzukommen. Andererseits wollten wir auch bei Tageslicht losfahren, weil ich beim Schnorcheln 🤿 gesehen hatte, dass sich unsere Ankerkette in Palmeira ein bisschen zwischen ein paar Felsen am Grund durchschlängelte, falls es beim Aufholen ein Problem geben würde ließe sich das bei Tageslicht besser lösen (ging aber alles glatt).

86 Seemeilen Strecke lagen vor uns, bei kalkulierten 5,5 kn wären das fünfzehneinhalb Stunden, bei 6 kn Geschwindigkeit 14 Stunden und 20 Minuten, bei für die Windverhältnisse sehr hohen 6,5 kn etwas über 13 Stunden. Hier geht die Sonne derzeit um 18.00 Uhr unter und morgens um viertel vor sieben wieder auf. Wir sind deshalb etwas vor Sonnenuntergang losgefahren, um bei allen drei Geschwindigkeiten im Hellen anzukommen. Den Gedankengang haben wir offenbar nicht exklusiv, fast zeitgleich mit drei weiteren Booten brechen wir in den Sonnenuntergang auf.

Und tatsächlich haben wir etwa in der Mitte unserer Berechnungen gelegen, waren knapp 6 kn (also etwa 11 km/h) „schnell“, da müsste man mit dem Fahrrad schon fast aufpassen um nicht umzufallen 😉. Aber für ein Fahrtensegelboot ist das schon eine ganz gute Durchschnittsgeschwindigkeit.

Vor genau fünf Monaten sind wir von Griechenland nach Italien losgesegelt, heute ist unser 154ster Reisetag. Um mit der Statistik noch etwas weiterzumachen: bisher haben wir auf dieser Reise 4.035 sm geloggt, also umgerechnet eine Strecke von 7.472 Kilometern. Das entspricht ziemlich genau der Entfernung zwischen Hamburg und Peking!

Hatten wir uns vorher gar nicht so klar gemacht. 🤔 Aber zum Glück haben wir diese Entfernung eben nicht „Luftlinie“ zurückgelegt, sondern sind von einem Ort zum anderen gebummelt. Zum Beispiel jetzt vom flachen Palmeira

hierher nach Tarrafal mit seiner deutlich steileren Küstenlinie. Hier führt uns heute wie vorgeschrieben der erste Weg direkt zur Polizei. Auch wenn wir das Land nicht gewechselt haben, in den Kapverden ist das Anmelden für die einzelnen größeren Inseln obligatorisch.

Tarrafal:

Vom Boot ausgebrachtes Netz wird zum Strand hin eingeholt
Flora vor Anker und unser Beiboot Florecita am schwarzen Sandstrand
und Sonnenuntergang heute in der Hängematte 😎



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