Windstille. Wenn die Schönheit des Atolls so richtig gespiegelt wird.

Es ist ein seltenes Geschenk. Meistens streicht ein kräftiger Passatwind über die Atolle der Tuamotus, kaum gebremst von den flachen Inselchen auf den Ringriffen.

Heute aber zeigt sich das Wasser der Lagune von Raroia spiegelglatt, nur ab und zu deuten kleine Katzenpfötchen auf der Oberfläche mit sanften Kräuselungen einen ganz leichten Windhauch an.

Draußen brandet gleichwohl die Dünung gegen das Riff, drinnen in der Lagune ist es so still, als habe die Natur kurz den Atem angehalten.

Wir wechseln den Ankerplatz. Etwa 22 Seemeilen misst die Lagune Raroia in der Länge von Nordost nach Südwest. Es gibt (gerade bei Schwachwind) unzählige Möglichkeiten, irgendwo an einem kleinen Motu zu ankern.

Anders als von uns gedacht, lassen sich die unter der Wasseroberfläche verborgenen Korallenköpfe von Deck aus bei diesen extrem ruhigen Bedingungen aber nicht etwa besser, sondern im Gegenteil fast überhaupt nicht erkennen. Das glatte Wasser spiegelt den Himmel. Obwohl wir mit der Sonne im Rücken und mit polarisierender Brille unterwegs sind, bleiben die Korallen praktisch unsichtbar.

Trotz Sonne im Rücken schwer oder gar nicht zu sehen: die Korallenköpfe zwischen uns und dem Motu auf dem Riff

Ein Ausguck auf der Saling hoch im Mast wäre jetzt hilfreich, aber das ist für uns ebenso wenig praktikabel wie eine dauernde Kontrolle mit der Drohne. Wir schlängeln uns deshalb mit langsamer Fahrt und stetem Blick auf das Satellitenbild um die Bommies herum südwärts. Das ist durchaus nervenaufreibend und so lassen wir uns gern von einem kleinen Sandfleck mit nur einer ausgewachsenen Palme darauf näher ans Riff locken, gehen an diesem malerischen Motu für eine Kaffeepause vor Anker.

Bestaunen die Brecher auf dem Riffdach und können es kaum fassen, das alles hier ganz für uns allein zu haben.

Hier speichern wir uns auf Basis des Satellitenbildes eine eigene Route, etwas anders als der von einem anderen Boot erhaltene Track, dem wir bisher gefolgt sind.

Ausgeruht, beruhigt und frisch gestärkt geht es dann weiter in Richtung Ankerplatz “Kon Tiki”, benannt nach dem Balsa-Floß, mit dem Thor Heyerdahl 1947 hier strandete.

Schon von weitem können wir dort Segelboote vor Anker erkennen, wenngleich durch die über dem Wasser flirrende Luft seltsam verzerrt und zugleich gespiegelt, ein fast surrealer Anblick.

In der Abendsonne vor Ort wirkt das naturgemäß wieder ganz anders, aber nicht weniger faszinierend schön.

Danke für dieses kostbare Intermezzo. Wir wissen es sehr zu schätzen. Schon am Abend kommt Wind auf, der in der Nacht dreht und kräftig auffrischt.

Twin Palms Yacht Club Raroia: der Yachtclub auf einem unbewohnten Motu

Für den Ankerplatz im Nordosten von Raroia hat sich die inoffizielle Bezeichnung “Twin Palms Yacht Club” durchgesetzt. Ein griffiger Name zur Unterscheidung ist ganz praktisch, denn die lokalen Namen der einzelnen unbewohnten Inselchen auf dem Ringriff des Atolls sind in den Seekarten nicht verzeichnet und theoretisch könnte man vor den meisten von ihnen ankern. Aber wieso gerade dieser Name für den Ankerplatz vor einem unbewohnten Motu?

Da waren wohl ein paar kreative Segler am Werk. Die Einrichtungen des Yachtclubs bestehen aus einer Feuerstelle, einer Schaukel, mehreren aus Strandgut gefertigten Hängematten, einem Tischchen und einem Eisen-Sporn zum Öffnen von Kokosnüssen.

Und eben den namensgebenden Kokospalmen, wobei es davon weit mehr als nur zwei gibt.

Nach ein paar Tagen an diesem Ankerplatz mit jeweils Dinner- oder Sundowner-Einladungen für uns auf eines der Nachbarboote fahren wir kurzentschlossen mit dem Dinghy zu allen umliegenden Booten und stoßen ein nachmittägliches Treffen am Yachtclub an. Kein Potluck, vielleicht ein paar Beach-Spiele, Snacks, Erfrischungen, Wiebke macht außerdem Kuchen.

Viele Crews kommen. Die meisten haben wir schon auf anderen Ankerplätzen getroffen, einige lernen wir erst hier kennen. Aus den Spielen wird nichts, aber die Unterhaltungen sind angeregt und vor allem: Kokosnüsse sammeln und öffnen ist der Hit, zumal es für einige das erste Mal ist.

Im Laufe des Nachmittags trudeln immer mehr Crews ein, es wird richtig schön bunt gemischt was Nationalitäten, Alter, Segelerfahrungen, Woher und Wohin angeht.

Die Gesellschaft löst sich erst kurz vor Sonnenuntergang auf, so lassen sich mit den Dinghies die Riffe und Bommies auf der Heimfahrt zum Boot noch einigermaßen ausmachen.

Allerdings sind wir dadurch schon im Aufbruch, als die Kokos-Krabben anfangen, aus ihren Löchern zu kriechen. Diese auf Kokosnüsse spezialisierten Land-Krabben sind hier sehr zahlreich und sollen ziemlich schmackhaft sein. Aber das sparen wir uns für ein andermal auf.

Vor Anker im Atoll: das “Floaten” der Kette beim Ankern auf dem Dalmatiner

Es ist eine der Sachen, über die wir uns im Vorfeld ziemlich viele Gedanken gemacht haben: das Ankern im Atoll mit Bojen, welche die Ankerkette teilweise anheben. Na klar, wir hatten davon gelesen, aber es widerspricht so sehr der gelernten, bisher angewandten Ankertechnik. Danach soll nämlich der Zugwinkel der Kette auf den Anker flach sein, damit sich der Haken fest in den Grund graben kann. So sind moderne Yachtanker konstruiert, das ist ihr System. Und da ist es schlicht gegen jede Intuition, die Kette mit Bojen anzuheben, weil es doch den Zugwinkel verschlechtern muss. Kann das wirklich funktionieren?

Wie bei so vielem beim Segeln geht es auch hier um den besten Kompromiss im Umgang mit gegensätzlichen Anforderungen.

In Atollen – wie aktuell hier in Raroia – gibt es durch das umlaufende Außenriff zwar einen wunderbaren Schutz gegen den Schwell des Ozeans. Die Lagune ist aber gespickt mit Korallenköpfen. Sie werden oft als “Bommies” bezeichnet. Die großen Bommies reichen aus der in weiten Teilen über 30 m tiefen Lagune von Raroia bis knapp unter die Wasseroberfläche, sie machen die Anfahrt durch die Lagune vom Pass bis zum Ankerplatz knifflig. Auf dem Satellitenbild sind sie als helle Flecken im dunkelblauen Wasser gut auszumachen.

(Ansicht in der Noforeignland-App)

Im flacheren Wasser des Ankerplatzes kehrt sich das Farbbild um. Auf dem hellen Sandgrund sind jetzt die zahlreichen kleineren Bommies am Grund als dunkle Flecken zu erkennen: wir ankern „auf dem Dalmatiner“.

(Ansicht in der Noforeignland Website)

Auch wenn die Bommies einfach nur Felsbrocken wären, könnte sich die Ankerkette verhaken oder beim Schwoien um sie herum wickeln – mindestens ärgerlich und gelegentlich auch gefährlich für die Beschläge des Schiffes oder weil dadurch ein notwendiges rasches Ankerauf-Manöver behindert wird. Diese Risiko bestehen natürlich ebenso auch bei den Korallenköpfen. Die Bommies aber sind zudem lebendig (Korallen eben) und zudem schützenswerter Lebensraum der Unterwasserwelt, Kinderstube der Rifffische, ein ganzes eigenes Habitat.

Und zwar ein sehr verletzliches. Eine Ankerkette kann an den extrem langsam wachsenden Korallen immensen Schaden anrichten. Das gilt es zu vermeiden.

Wie also funktioniert das „Floaten“ der Ankerkette?

Zunächst zu den „Floats“: man kann Fender verwenden, die werden aber durch den Dauerdruck des Wasser erheblich belastet. Besser sind daher Perlfarmbojen, die sich oft auf dem Außenriff angeschwemmt finden lassen. Für die Handhabung ist es am einfachsten, sie mit einer kurzen Leine zu versehen und an deren Ende einen Karabiner zu befestigen. Der kann dann beim Ankermanöver leicht in ein Glied der Kette geklickt oder beim Ankerauf-Manöver schnell entfernt werden. Die Karabiner haben wir uns bereits in Mexiko gekauft.

Zum Ankern sucht man sich einen möglichst großen Sandfleck ohne dunkle Punkte am Grund. Das ist tatsächlich hier im etwa sieben Meter tiefen Wasser von Bord aus recht gut zu erkennen.

Hier sollte beim Ankermanöver zunächst mindestens die doppelte Wassertiefe an Kettenlänge ausgebracht werden, bevor die erste Boje eingeklinkt wird. Manchmal wird empfohlen, die erste Boje als Doppelboje (zweifacher Auftrieb) zu setzen. Das kann insbesondere bei sehr engem Raum oder bei sehr wenig Wind nötig werden, um die Kette auf eine Mindesthöhe zu bringen.

Je nach Auftriebskörper werden dann im Abstand von 5 bis 10 Metern weitere Bojen gesetzt.

Wir ankern hier zum Beispiel mit 40 m Kette bei 7,5 m Wassertiefe. Nach 17 m haben wir die erste Boje eingeklickt, dann mit jeweils etwa 7,5 m Abstand zwei weitere.

Ich habe das bei verschiedenen Windbedingungen mehrfach abgeschnorchelt, die Kette ist gut von allen Korallenköpfen frei.

Nicht maßstabsgerecht, aber so in etwa sieht das Prinzip aus:

Übrigens muss man sich bewusst machen, dass die Kette einer ankernden durchschnittlichen Fahrtenyacht schon bei Windstärke 6 bis 7 Beaufort (um die 30 Knoten Wind) oder beim kräftigen Einfahren des Ankers eine annähernd gerade Linie zwischen Anker und Bugbeschlag bildet (sic!). Bei solchem Zug machen die Floats dann keinen großen Unterschied mehr. Umgekehrt wird dadurch auch deutlich, warum bei geringeren Winden die Haltekraft des Ankers durch die Floats nicht wesentlich herabgesetzt ist.

Noch eine Anmerkung: der notwendige Mindestabstand beim Vorbeifahren vor dem Bug anderer ankernder Boote erhöht sich an den Ankerplätzen in den Atollen ganz erheblich. Die Floats sind oft unter der Wasseroberfläche und entsprechend nicht immer gut zu erkennen.

Raroia Atoll: Erste Eindrücke vom ersten Ankerplatz in den Tuamotus.

Ich gebe zu, mir fehlen ein bisschen die Worte, um die ersten Eindrücke von diesem Ankerplatz im Nordosten von Raroia zu beschreiben.

Die Szenerie, die Farben, das Licht, die Stimmung.

Wir genießen, saugen es auf, versuchen dieses intensive Empfinden zu bewahren. Und sind dankbar.

Minenfeld oder Sternenhimmel? Atoll-Navigation in Raroia/Tuamotus.

Wir sind in den Tuamotus angekommen. Der letzte Teil der dreitägigen Passage war wunderschön, herrlicher Segelwind, relativ ruhige See, blauer Himmel, Sonnenschein. Und ein Sonnenaufgang zum Innehalten und Niederknien:

Wir legen tatsächlich eine Pause ein, denn trotz drittem Reff im Großsegel und sogar gereffter Fock sind wir ein bisschen zu früh vor Raroia. Erst gegen 9:00 Uhr soll Hochwasser im Pass sein, bis dahin müsste die Tide auflaufen. Stillwasser oder leicht ablaufende Tide wäre ideal für die Einfahrt in die Lagune.

Also drehen wir bei. Für Nichtsegler: dieses Manöver ist eigentlich für Starkwind und entsprechende Wellen gedacht, um sich eine Ruhepause zu verschaffen, etwas zu Essen zu kochen, eine Böe durchziehen zu lassen oder ähnliches. Mit dichtgeholten Segeln geht das Boot durch den Wind, danach gibt man sofort Gegenruder und setzt das Steuer fest. Die Fock steht dann back (bekommt also den Wind von der falschen Seite). Dadurch stabilisieren die Segel das Boot, sorgen aber kaum für Vortrieb. Das Boot driftet nur ganz langsam ab.

Jetzt, bei nur 10 kn Wind, müssen wir ein bisschen mit den Segelgrößen vor Vorsegel und Groß spielen, bis wir eine passende Einstellung gefunden haben, aber es klappt.

Flora parkt praktisch ein und wir können den Sonnenaufgang und den langsam blauer werdenden Himmel ausgiebig bewundern.

Etwa eine Stunde lang treiben wir so dahin, dann zeigt das AIS die “Elin” (zufällig ein Schwesterschiff der Flora) bei der Einfahrt in den Pass an, vor dem sie schon einige Zeit gewartet hatte. Eigentlich wäre es noch 2 Stunden zu früh dafür, aber die Elin wird im Pass deutlich langsamer statt schneller. Also schon ablaufendes Wasser? Auf die Tidenzeiten ist hier wirklich kein Verlass, zu leicht können lokale oder wettertechnische Besonderheiten die Zeiten durcheinander wirbeln.

Na dann los. Abgesehen von den Brechern auf dem Riff direkt neben der Fahrrinne macht der Pass einen befahrbaren Eindruck und tatsächlich haben wir nur kurzzeitig 3 kn Gegenstrom. Dann sind wir drin in unserer ersten Lagune der Tuamotus. Das Aufatmen muss aber noch warten, die Anspannung bleibt erst einmal hoch.

Der Grund dafür sind die Korallenköpfe (auch “Bommies” genannt), mit denen die meisten Lagunen der Tuamotus gespickt sind, auch die Lagune von Raroia. Die (aktuelle) C-Map Timezero-Seekarte auf unserem Furuno-Plotter ist ist übrigens hier völlig unbrauchbar, sie zeigt in der Lagune lediglich eine gestrichelte graue Fläche an.

Spannend ist dagegen ein Satelliten-Blick auf Raroia, etwa bei Google Earth:

Was auf den ersten Blick wie ein Sternenhimmel oder die Hautzeichnung eines Walhais wirkt, ist in Wirklichkeit ein navigatorisches Minenfeld. Fast alle der weißen Punkte in der Lagune sind Bommies, ein paar kleine Wolken sind auch dabei. Die Korallenköpfe sind deshalb so hell und sichtbar auf dem Satellitenfoto, weil sie aus der Tiefe bis dicht unter die Wasseroberfläche ragen, drüber fahren mit dem Segelboot unmöglich.

Erschwerend kommt hinzu, dass jetzt am frühen Morgen die noch tiefstehende Sonne nicht hilfreich ist, um Bommies vom Steuerstand des Bootes aus zu erkennen. Und, dass der Ankerplatz im Nordosten liegt (zur Erinnerung: wir sind auf der Südhalbkugel, die Sonne wandert von Ost über Nord nach West)! Oh, hatte ich erwähnt, dass der Wind pünktlich zur Einfahrt auf gut 20 Knoten hochgegangen ist?

So zeigen sich Bommies in natura (Bilder von heute aus Raroia):

Mit der Sonne im Rücken, gut zu sehen trotz Wellen:

Mit einer Wolke vor der Sonne und eher seitlich, na ja:

Gegen die Sonne, keine Chance:

Sind wir also Glücksritter oder Hasardeure, wenn wir da trotzdem durchfahren?

Wir meinen: nein. Woran liegt’s?

Satellitenbilder lassen sich dankenswerterweise auch zur Navigation verwenden. Das Satellitenoverlay bei Navionics auf unseren iPads zeigt die Bommies in der Seekarte sehr gut an (und anders als etwa Sandbänke verlagern die langsam wachsenden Korallenköpfe ihre Position eher selten).

Hinzu kommt: wir sind ja nicht die ersten, die sich hier hinein tasten. Die gelbe Linie ist ein Track anderer Segler. Wir folgen ihr nicht sklavisch, aber sie bietet eine gute Orientierung. Wer unseren Track (als GPX-Datei) haben möchte, möge sich einfach bei uns melden.

Tipp: man kann in Navionics auch gut vorab im Satellitenoverlay eine Route erstellen (dabei Wolkenzonen meiden) und speichern. Die lässt sich dann auch ohne Satellitenoverlay nutzen, was manchmal besser zu erkennen ist. Mit Internetempfang (Starlink?) lässt sich auch direkt in Google Earth navigieren. Wer lieber in zuvor heruntergeladenen Satellitenbildern navigiert, kann das in OpenCPN tun. Das läuft allerdings nicht auf dem iPad, dort funktioniert aber zum Beispiel SeaIQ (ist unser Backup).

Die Fahrt durch Raroia zum Ankerplatz hat jedenfalls problemlos geklappt, wir konnten zu den einzelnen Bommies jeweils einen Sicherheitsabstand von geschätzt mindestens 40 m einhalten. Das Minenfeld ist ein bisschen entschärft.

Auf Noforeignland findet sich ja unsere gesamte Reiseroute, dort sieht unser Track vom Beidrehen bis zum Ankerplatz in Raroia so aus:

Am Ankerplatz gibt es noch eine kleine Herausforderung, das erste “Floaten” der Ankerkette mit den Perlfarmbojen aus den Gambier. Klappt aber dank der vorbereiteten Karabiner zum Einklicken in die Kette ganz gut.

Nebenbei, auch das Abschnorcheln des Ankers wird ein besonderes Erlebnis, denn Raroia hält ein tierisches Begrüßungskomitee für uns bereit:

Wir zählen bis zu 8 Schwarzspitzenhaie gleichzeitig direkt an der Flora. Und das, bevor wir den unterwegs gefangenen Skipjack-Tuna für das Abendessen zubereitet haben (mit Kartoffelspalten, Rotkohl-Sternfrucht-Salat und Mangochutney).

Lässt sich aushalten hier. Mit Sandstrand, Palmen, türkisfarbenem Wasser und überhaupt: leuchtenden Farben. Wow.

Und jetzt gerade gibt’s übrigens einen tollen Sternenhimmel. ÜBER der Lagune.

😊

Nuku Hiva: Wanderung zum 350 Meter Vaipō-Wasserfall

Einer der Wasserfälle mit der größten Fallhöhe der Polynesischen Inselwelt liegt, wenn man Neuseeland und Hawai’i ausnimmt, auf Nuku Hiva. Fast 350 Meter stürzt das Wasser hier in einem einzigen Strahl in die Tiefe (ein „Pferdeschwanz-Wasserfall“). Wir wissen schon, dass der Anblick weniger spektakulär sein wird als bei anderen, kleineren Wasserfällen. Denn obwohl aus der Ferne noch recht gut auszumachen, verbirgt sich das herabstürzende Nass beim Näherkommen hinter den steilen Felswänden einer Klamm, die nur durch einen schmalen Spalt einen Blick auf den unteren Teil des Wasserfalls zulässt und den oberen Teil sogar ganz vor den Augen der Besucher verbirgt. Das schreckt uns aber nicht ab, denn die Wanderung dorthin ist hier die eigentliche Attraktion.

Wir holen Ingo und Andrea ab und picken mit dem Dinghy auch noch Sigurd und Johanna von der norwegischen „Thindra“ auf. Das Dinghy wird wieder am Strand gebeacht, den Pfad von dort zum Dörfchen kennen wir ja jetzt schon.

Und dann geht’s los. Eine Besonderheit dieser Wanderung sind die vielen Flussdurchquerungen. Mehrfach gilt es, durch das steinige Bett des Hakaui-Flusses oder kleinerer Zufluss-Bäche zu waten.

Beim Haus von Kua und Te‘iki biegen wir rechts ab auf die Dorfstraße, einen Grasweg, der zwischen den Gärten der wenigen Häuser des Tales hindurchführt.

Als wir das Dorf hinter uns lassen wird der Weg schmaler und hier in der Niederung auch manchmal etwas sumpfiger.

Dann aber geht es etwas den Hang hinauf und auf einem jahrhundertealten, mit groben Steinen angelegten Pfad durch den Wald, vorbei an alten Mauern und den längst überwucherten steinernen Fundamenten von Häusern.

Mehr als tausend Menschen sollen in dem längst überwucherten Dorf einst gelebt haben. Wo sich das Blätterdach mal öffnet, haben wir einen tollen Ausblick …

… zum Teil sogar bis hin zum Vaipō-Wasserfall:

Im dichten Unterholz schreckt unsere Wander-Kolonne einen Hundertfüßler auf. Es ist das erste Mal, dass wir eines dieser giftigen, eher nachtaktiven „Scolopendra“ zu sehen bekommen, aber gewarnt wurden wir schon häufiger vor ihnen. Auf Deutsch werden sie „Riesenläufer“ genannt. Eine treffende Bezeichnung. Dieses Exemplar ist etwa 15 cm lang:

Menschen gehören natürlich nicht zum Beuteschema, aber ein Zupacken mit dem zu Giftklauen umgebildeten ersten Beinpaar am Maul ist extrem schmerzhaft. Da sie lichtscheu sind und sich tagsüber gern unter Blättern, Ästen oder in kleinen Höhlen verstecken empfiehlt es sich, zum Beispiel zum Baden abgelegte Kleidung oder Schuhe sorgfältig auszuschütteln.

Abgesehen von Mücken und den außerordentlich lästig juckend beißenden Sandfliegen (Nonos, von denen erwischen uns auf dieser Wanderung trotz Vorsorge einige) gibt es hier aber ansonsten wenig gefährliche Plagetiere.

Weiter geht’s durch die Bäche.

Und dann auch durch den ersten Felsdurchlass.

Dahinter finden wir aber noch nicht gleich den Wasserfall, der verbirgt sich nach dem Weiterwandern noch einmal und blinzelt nur durch einen kleinen Spalt zwischen senkrechten Felsen.

Man kann durch das trübe Wasser hineinschwimmen, aber dazu entschließen sich nur Sigurd und Johanna. Wir anderen belassen es bei dem Anblick von jenseits des Matsch-Teiches. Bei dieser knapp 20 km langen Wanderung ist eher der Weg das Ziel.

Das Bad folgt dann für uns erst am Ankerplatz.

Insbesondere Jannik und ich schließen dem noch ein ausgiebiges (Synchron-)Springen an:

😜

Nuku Hiva: Anse Hakatea (Daniels Bay) und Kokosnuss-Schulung 🥥

Ein paar Stunden schönes Segeln, dann sind wir von Ua Pou zurück auf Nuku Hiva. Wir entscheiden uns für Hakatea, eine der geschütztesten Ankerbuchten des Reviers. Aber nicht nur das zeichnet sie aus.

Die Einfahrt in die Bucht offenbart eine atemberaubende Schönheit der wild zerklüfteten Landschaft.

Die eigentliche Ankerbucht ist dabei durch die Halbinsel so gechützt, das wir von Floras Ankerplatz aus rundherum Land sehen. Draußen bricht sich der Schwell, drinnen liegt unser Schiff ruhig wie seit den Gambier nicht mehr.

Das Dörfchen an der westlichen Bucht bietet ein kleines Restaurant und die Möglichkeit, Obst zu kaufen. Wie schon in der Baie de Controleur liegen die wenigen Häuser allerdings an einem kleinen Fluss, dessen Mündung eine Barre aufweist. Sie kann nur um Hochwasser herum mit dem Dinghy befahren werden und auch das nur am äußeren Rand, ganz nahe an den Felsen. Wir holen Ingo und Andrea von der Easy One ab und probieren es. Direkt neben uns bricht sich die Brandung auf der Barre, aber wir kommen durch. Im Flüsschen ist es dann sofort herrlich ruhig.

Wir fahren noch ein Stück weiter Richtung Ort, dann binden wir Florecita an einer Palme fest und gehen zu Fuß weiter. Es ist fast unwirklich malerisch.

Beim dritten Haus treffen wir auf Kua. Wir fragen sie nach dem Weg, sind aber schon am Ziel. Gemeinsam mit ihrem Mann Te’iki betreibt sie ein kleines Gartenrestaurant und verkauft auch Früchte.

Te’iki fragt uns, ob wir ihm helfen können, sein Boot aus dem Wasser zu ziehen. Na klar. Also gehen Jannik, Ingo und ich mit Te’iki rüber zum Fluss, während Wiebke und Andrea mit Kua Früchte aussuchen.

Te’iki watet zum kleinen Motorboot und schiebt es ans Ufer, dort ziehen wir es dann mit einer Seilwinde über zuvor platzierte Baumstammrollen in den Garten. Hört sich einfacher an als es ist, das Ausbalancieren und manuelle Bedienen der Seilwinde ist recht aufwändig. Am Ende wird das Boot dann mit den Seitenteilen eines alten Bettes verkeilt. Fertig.

Zurück am Haus haben Wiebke und Andrea inzwischen eine ganze Schubkarre mit frischen Früchten wie Bananen, Papaya, Mango, Sternfrucht und Pampelmusen gefüllt. Ein paar Kräuter (Basilikum) gibt’s obendrauf.

Dann bekommt Jannik von Te’iki eine Kokosnuss-Schulung, er erinnert ihn vielleicht an seinen ungefähr gleichaltrigen Sohn, der in Tahiti in der Schule ist.

Zunächst einmal: wie wählt man die Kokosnuss aus, welche sind besonders gut? Und dann das entscheidende: wie öffnet man die Nuss vernünftig, schnell und ohne große Sauerei?

Jannik wird ausführlich eingewiesen, danach muss er (den Te’iki jetzt “Le Professeur” nennt) es uns erklären und zeigen.

Aber damit nicht genug. Als nächstes zeigt uns der Hausherr, wie das Kokosfleisch richtig aus den Teilen der Nuss herausgeschabt wird. Jannik soll sich auf das Schab-Brett mit der angeschraubten Metallspitze setzen und los geht’s. Immer wieder wird korrigiert: Fußstellung, Handhaltung, Bewegungsablauf.

Dann schabt der “Professeur” fleißig, Te’iki zupft derweil die Kokosfasern aus den Resten der Nuss-Hülle. In sie hinein gibt er das geschabte Kokosfleisch, wringt das Ganze mit den Händen über einer halben Kokos-Schale aus und lässt uns die so gewonnene leckere konzentrierte Kokosmilch kosten.

Ingo darf auch ran beim Auswringen.

Wir melden uns auch zum Mittagessen an, aber dafür müssen wir zuerst das Dinghy zurück zum Schiff bringen, ansonsten würden wir damit wegen der fortgeschrittenen ablaufenden Tide nicht mehr aus dem Fluss kommen. Also zur Flora in Hakatea (auf die bei Cruisern geläufigere Bezeichnung Daniels Bay ist Te’iki nicht gut zu sprechen) und eine Zeitlang später dann auf einem anderen Weg wieder ins Dörfchen. Diesmal beachen wir Florecita am Strand unserer Ankerbucht, ein kurzer Hike führt von dort zurück ins Dorf. Dafür müssen wir aber erstmal den Einstieg entlang des felsigen Ufers finden und in einer Furt durch den Fluss waten. Und dann Mittagessen im Gartenrestaurant von Kua und Te’iki. Es gibt Thunfisch mit Basilikum-Knoblauch-Marinade, frittierte Brotfrucht-Spalten und grünen Papaya-Salat. Délicieuse.

😋

Und das kommt dabei raus, wenn Jannik Smileys auf die Pampelmusen malt:

😂

Hakaotu und der höchste Zacken der Krone von Ua Pou

Als der Schwell in der Bucht von Hakehatau wieder deutlich zunimmt beschließen wir, an der Westküste der Insel ein Stück weiter südlich etwas mehr Ruhe zu suchen. Das trifft gleich im doppelten Sinn zu, denn während vor Hakehatau gleich 18 Boote mehr oder weniger rhythmisch, jedenfalls aber sehr kräftig schaukeln, herrscht in der vier Meilen südlich gelegenen Bucht von Hakaoto Stille.

Das weit ausgreifende Kap Punaho an der Westspitze der Insel schirmt vor dem nördlich um die Insel herumlaufenden Schwell recht gut ab, und die tiefe Bucht bietet auch guten Schutz vor dem südlich um Ua Pou herumlaufenden Schwell. Mangels Ort gibt es nicht viel, was man an Land machen könnte, anlanden am felsigen Ufer ist außerdem schwierig. Viele der Boote fahren deshalb an dieser schönen Bucht mit dem markanten Vogelfelsen am Eingang einfach vorbei.

Für uns ist der Aufenthalt hier zugleich der Abschied von Ua Pou und – besonders schön – bietet sich uns erstmals der Anblick des höchsten Zackens der Krone dieser Insel. Die Spitze des 1.232 Meter hohen Piton Pou Oave ist zumeist von Wolken verborgen, heute aber können wir den Anblick dieses höchsten Gipfels der Marquesas genießen.

Praktisch in der Mitte der Insel gelegen wirkt es für uns tatsächlich so, als habe Ua Pou uns für das Betrachten der royalen Insignien dann doch einmal eine kleine Audienz gewährt.

👑

Ein kurzes Video von diesem Ankerplatz:

Legendäre Pitons von Ua Pou: Wanderung zum Poumaka

Bei Pitons denkt man unmittelbar an die Wahrzeichen von Saint Lucia, Gros Piton und Petit Piton. Über vier Jahre ist es jetzt her, dass wir mit Flora unterhalb dieser beiden “Zuckerhüte der Karibik” an einer Boje gelegen haben. Und doch, ihr so spezieller Anblick hat einen unvergesslichen Eindruck bei uns hinterlassen.

Auch hier auf Ua Pou gibt es solche auffällig geformten Berge, hier wie dort sind es geologisch Stopfen aus erkalteter Lava, ehemalige Kerne von alten Vulkanen. Allerdings weist Ua Pou gleich zwölf dieser gigantischen Basaltstopfen auf. Unterschiedlich geformt, mal Zuckerhut, mal wie eine Stehle; mehrere von ihnen reichen deutlich höher hinauf als der knapp 800 m hohe Gros Piton.

Auch sie werden auf Französisch als “Piton” bezeichnet, was im Grunde nichts anderes als “Bergspitze” meint. In der polynesischen Sprache der Ureinwohner allerdings sind nicht nur die Bezeichnungen dieser von ihnen als “Säulen” verstandenen Berge weniger prosaisch. In den Legenden der Marquesas sind die Säulen lebendig, haben menschliche Züge und eigene Charaktere. So wird der Poumaka geboren, nachdem zuvor die kriegerische Säule Matafenua von der Nachbarinsel Hiva Oa sämtliche Säulen auf Ua Pou getötet und umgeworfen hat (die liegenden Körper dieser Säulen bilden die Bergrücken auf Ua Pou). Er sinnt auf Rache, wird zum Krieger und besiegt letztendlich Matafenua, dessen Kopf heute zu Füßen des 979 m hohen Poumaka ruht. In der Folge können auf Ua Pou wieder Säulen wachsen.

Zu diesem legendären Poumaka gibt es von unserem Ankerplatz bei Hakahetau aus einen Wander-Trail. Der hat es in sich. Bis auf 680 m Höhe reicht der über 11 km lange Pfad. Weite Teile des Weges führen auf dem schmalen Grat eines Bergrückens entlang, oft geht es links und rechts steil hinunter. Die Hänge sind aber dicht bewachsen, Pandanus-Palmen und Eisenholzbäume (an den roten Puschelblüten gut zu erkennen) bieten sich uns als Handgriffe beim Balancieren auf den besonders schmalen Passagen an.

Es ist ein Rundweg, der um die beiden kegelförmigen Pitons Poutemoka und Totamahiti herum führt. Wir wählen den Aufstieg über die östliche Route. Das hat den Vorteil, in zwei besonders steilen Passagen Seile zum Hinaufklettern nutzen zu können.

Unterwegs bieten sich grandiose Ausblicke auf andere Pitons, landseitig auf den Poutetainui und den praktisch immer in Wolken gehüllten über 1.200 m hohen Pou Oave:

Und in Richtung Meer auf die beiden vom Wanderweg eingekreisten Pitons Poutemoka und Totamahiti:

Besonders schön: entlang des Weges und selbst am höchsten Punkt unserer Wanderung finden sich immer wieder wilde Lila Orchideen (Spathoglottis):

Am Fuß des wie ein Arm mit ausgestrecktem Zeigefinger gen Himmel ragenden Poumaka biegen wir an einer Gabelung des Pfades rechts ab, zurück Richtung Küste. Wie nicht anders zu erwarten, landen wir auf dem kaum weniger steilen ersten Teil des Rückwegs mehr als einmal auf unserem Hosenboden, insbesondere auf nur farnbewachsenen offeneren Steilstücken mit lehmigem Untergrund.

Aber alles geht gut, nach ziemlich genau 5 Stunden (reine Wanderzeit 3 Stunden 47 Minuten) sind wir wieder an der Flora. Ziemlich geschafft, aber glücklich. Ab ins Wasser!

Dazu nur ein paar Bilder vom Vortag, als ich mit Jannik und Ingo schnorcheln war:

Nuku Hiva

Nach einer Legende sind die Inseln Marquesas alle als Teil eines gemeinsamen Hauses erschaffen worden. Jede Insel ist entsprechend als Element dieses Gebäudes benannt. Nuku Hiva, größtes und vielleicht wichtigstes Eiland der Gruppe, wird dabei als Dach des Hauses eingeordnet.

Auch uns bietet es Schutz. Nach dem sehr rolligen Ua Huka präsentiert sich die von uns angesteuerte Nordküste von Nuku Hiva optisch im Gegenlicht zunächst monochrom, rau und ziemlich abweisend. Sobald wir bei einer der spektakulärsten Ansteuerungen unserer bisherigen Reise aber in die tiefe Bucht von Anahō hineinsteuern, wandelt sich das Bild.

Die zuvor fast drohend aufragenden steilen Felsspitzen weichen ein Stück zurück. Einzelne Sandstrände, Palmenhaine und eher sanft ansteigendes Gelände liegt zwischen dem Ankerplatz und senkrechten Basaltwänden. Das lässt die Kulisse gleichzeitig monumental und doch ausgesprochen lieblich erscheinen.

Ein Südseetraum von einem Ankerplatz!

Das Grundeisen fällt einmal mehr nahe bei der Terikah und gräbt sich auf 11 m Tiefe sofort in den Sand.

Näher zum Ufer hin sollte man nicht ankern, denn hier geht der Grund in Korallen über.

Am nächsten Tag machen wir gemeinsam mit unseren Segelfreunden einen Hike, der über den niedrigen Sattel hinweg in die Baie Haatuatua an der Ostküste der Insel führt.

In der Anlandezone für die Dinghys, am Ende eines kleinen Kanals durch das Korallenriff, werden wir freudig wiehernd begrüßt. Ein Pferd wird von seinem Besitzer gebadet, ist dafür an einer der Bojen festgebunden.

Auf dem weiteren Weg sehen wir bei den verstreuten Häusern des kleinen Dorfes noch einige weitere Pferde. Der Grund dafür ist, dass die Ortschaft nicht über eine Straße erschlossen ist. Lediglich ein mit Pferden begehbarer steiler Trail führt zur ans Straßennetz angebundenen Nachbarortschaft.

Für uns geht’s zunächst durch das Dorf und dann mal am Strand, mal etwas oberhalb auf den Felsen an der großen Bucht entlang. Jannik und Calder eröffnen dabei die “Kokosnuss-Jagd”.

Auf der anderen Seite des Sattels liegt die Farm von Roger. Er baut dort Gemüse und Obst an. Selbst Wassermelonen und herrlich rote Tomaten lächeln uns an, aber obwohl wir ausgiebig durch das Gelände streifen, treffen wir Roger nicht an. Also setzen wir unseren Weg zur Ostküste fort, wobei der Trail auf diesem Stück nicht immer ganz leicht zu finden ist und uns die Kommot Wander-App ein bisschen in die Irre führt. Dafür lockt am Ziel aber ein breiter flacher Sandstrand fernab jeglicher Bebauung und mit herrlichem Blick.

Photo credit: Jen, S/V Terikah

Leider wird durch den Südostpassat aber auch einiges an Treibgut und Müll angeschwemmt. Calder findet darunter immerhin auch eine Perlfarmboje, die jetzt die Ausrüstung der Terikah für die nicht allzu ferne Weiterfahrt zu den Tuamotus ergänzt.

Auf dem Rückweg treffen wir im Dorf dann tatsächlich auch noch auf Roger. Neben dem Anbau auf seiner Farm zieht er auch in seinem Garten Gemüse, so können wir hier unsere Frische-Vorräte doch noch aufstocken. Salat, Gurken, eine Handvoll grüner Bohnen, Auberginen, Pampelmusen Zitronen, Papaya und – allerdings aus der Tiefkühltruhe – auch Taro wandert auf die Flora und die Terikah.

Schlau wie wir sind, haben wir den Hike von Mittag bis kurz vor Sonnenuntergang gemacht, damit uns die Hitze beim Workout mal wieder so richtig schlaucht.

Selbst Jannik ist ein bisschen geschafft. 😉