Annapolis

Wenn wir schon mal in den USA sind, ankern wir doch gleich mal vor dem Kapitol. Ähh, Moment, wir sind doch in Annapolis, nicht mehr in Washington D.C.

Stimmt, aber auch hier gibt es ein Kapitol. Das Parlamentsgebäude ist sogar das erste der Vereinigten Staaten. Hier tagte der Amerikanische Senat 1783/1784, hier wurde der Frieden von Paris ratifiziert, mit dem die Unabhängigkeit der USA von England offiziell wurde. Und das mit seiner Kuppel ein bisschen an eine Kirche erinnernde „Maryland State House“ wird bis heute heute legislativ genutzt, ist unter anderem Sitz des Senatspräsidenten des Bundesstaates Maryland, dessen Hauptstadt das nur knapp 40.000 Einwohner zählende Annapolis ist.

Und Annapolis hat noch mehr zu bieten. Es ist Sitz der United States Naval Academy und zudem unzweifelhaft das Segelzentrum der Chesapeake Bay. Im Ort und in allen umliegenden Creeks sind die Ufer dicht mit Stegen und Booten belegt. Bei unserer Anfahrt müssen wir uns durch vier Regattafelder von Optis, Lasern und J80 kämpfen. Dann aber gibt’s mitten im Zentrum zwischen Eastport und Annapolis ein Bojenfeld. Schön ist auch, das an allen am Wasser endenden Straßen jeweils ein Dinghydock angelegt ist.

So auch an der Hauptstraße mit ihren Geschäften, (Eis-)Cafés und Restaurants, die wirklich zum Bummeln einlädt. Am Hafen liegt zudem ein nettes Restaurantviertel, belebt trotz der eingehaltenen Corona-Abstände. Masken scheinen ziemlich konsequent getragen zu werden.

Ein Denkmal für Alex Haley, den Autor der generationenübergreifenden die Sklaverei thematisierenden eigenen Familiengeschichte „Roots“ findet sich gleich in der Nähe.

Wir schlendern durch den Ort (und auch das gegenüberliegende Eastport), viele historische Gebäude, schöne, niedrige Bebauung. Außerdem treffen wir auch die Crew der Escape wieder und haben einen schönen Abend bei Annemarie und Volker an Bord, während ein Gewitter über uns hinwegzieht.

Und wir bekommen Besuch. Greg und Michael kommen an Bord, sie wollen uns die nächste Zeit begleiten. Gebracht werden sie von ihrem Neffen Roderick, mit dem wir noch einen schönen Nachmittag an Bord verbringen, bevor wir am nächsten Tag unter der markanten Chesapeake Bay Bridge Doppelbrücke weiter in Richtung Norden unterwegs sind.

Ein Gedanke zu „Annapolis

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