Kapverdentörn 1

Der Törn zu den Kapverden beginnt schaukelig. Für den ersten Tag (und auch die erste Nacht) sind 3 m Welle angesagt und so kommt es auch. Wind ist aber genug, die Befürchtung wir würden in der Abdeckung der Kanareninseln nur die Welle, nicht aber genug Wind haben bestätigt sich nicht. Trotzdem „eiern“ wir etwas herum, es gibt keine saubere Dünung sondern immer wieder „Dwarslöper“ in den Wellen, die unvermittelt gegen die seitliche Bordwand klatschen und herumspritzen.
Und es ist unerwartet kalt, sehr wolkig, die Sonne kann sich kaum einmal druchsetzen. Wir haben in der Nachtwache Skiunterwäsche unter dem Ölzeug an. Hm.
Zwischendurch mit Passatbesegelung unterwegs, rollen wir für die Nacht den Code0 wieder ein und segeln nur mit ausgebaumter Fock. Damit sind wir zwar etwas langsamer, aber die Besegelung ist sehr kurs- und fehlertolerant. Will sagen, zwischen 120 Grad von backbord und 150 Grad von Steuerbord darf der Wind kommen, ohne dass wir sofort etwas ändern müssten. Das macht die Nachtwache entspannt. Und trotzdem erreicht unser erstes Etmal 155 sm, damit sind wir sehr zufrieden.
Die zweiten 24 Stunden sind auch fast um, das Etmal dürfte ähnlich sein (die Besegelung war es auch). Wenn wir mit dieser Geschwindigkeit weitersegeln können brechen wir zwar keine Rekorde, kommen aber wahrscheinlich am Donnerstag bei Tageslicht in Palmeira auf Sal an, so jedenfalls der Plan.
Heute morgen ist endlich die Sonne heraus gekommen, an Bord ist alles gut. Sogar an das Geschaukel haben wir uns soweit gewöhnt, dass zumindest der Abwasch schon gemacht wurde. Ein gutes Zeichen!

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