Bergwanderung auf La Gomera

Eigentlich ist so ein morgendlicher Regenbogen in den Bergen hinter unserem Hafen ja ein deutliches Signal, oder?

Mit Susanne, Jochen und Jakob von der SY Stressless haben wir heute eine 15 km Bergwanderung unternommen. Die drei kennen die Insel (und auch diese Wanderung) gut, was heute von besonderem Vorteil war. Wiebke und ich hätten nämlich vermutlich noch nichtmal den Einstieg in die Tour gefunden, nachdem uns der Bus der Linie 1 von San Sebastián bis auf 1.100 m Höhe in einer dichten Wolke abgesetzt hat. Konnten wir vorher noch die tollen Ausblicke hinunter nach San Sebastián und unseren Hafen und hinüber über die Meerenge mit einem auf der anderen Seite wieder über die Wolken hinausragenden Pico de Teide genießen, sehen wir jetzt … nicht viel.

Neben der Bushaltestelle führt ein kleiner steiler und rutschiger Pfad scheinbar ins Nichts. Nicht mal den 1.350 m hohen Roque de Agando können wir erkennen, obwohl wir neben ihm ausgestiegen sind. Offenbar nicht grundlos gibt’s im gebirgigen Inneren La Gomeras im Herz des Nationalparks Garajonay subtropischen Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen Farnen.

Aber Susanne ist sich sicher und wir folgen ihr. Tatsächlich führt er uns zum eigentlichen Einstieg in den dann ausgeschilderten Wanderweg hinunter nach Playa de Santiago.

Und trotz Nebel oder Wolke oder Regen, die Wanderung ist wunderschön und abwechslungsreich. Laufen wir zunächst meist durch Kiefernwald, wird es zwischendurch offener und ab und zu können wir sogar in der Ferne das Meer durchblitzen sehen.

Je weiter wir hinuntersteigen, desto karger wird es. Und das, obwohl sich Agaven und auch Palmen einfinden.

Aber dafür werden die Hänge steiler, die vor langen Zeiten angelegten Terrassen werden kaum noch genutzt, zu aufwendig ist die erforderliche Handarbeit. Manchmal geht’s direkt neben dem Pfad senkrecht hinunter, aber meist ist der Weg eigentlich ganz gut zu begehen. Nur das ständige Bergab auf dem glitschigen Geläuf setzt den Knien auf Dauer doch kräftig zu.

Die Wolken und mit ihnen die Feuchtigkeit begleiten uns bis hinunter nach Playa de Santiago, obwohl sich zwischendurch sogar mal die Sonne zeigt.

Im Ort erwischen wir mit perfektem Timing den Bus zurück nach San Sebastián, kaufen noch etwas ein und genießen dann bei Sonnenschein Eis und Bier im Cockpit der Stressless – wir finden, das haben wir uns verdient.

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