2. Tag Passage Eleuthera Beaufort

Ein weiterer schöner Segeltag. Die See ist ruhig, nur eine lange Dünung läuft von schräg achtern auf und schaukelt uns ein wenig. Ansonsten nur geringe Schräglage, wir gleiten dahin.
Solche Seetage scheinen wie aus der Zeit gefallen. Wir müssen nichts tun, außer auf unser Boot und uns selbst zu achten. Ganz einfach. Schlafen, Essen, Genießen. Lesen, Musik hören, bei uns sein.
Angeln, ein klitzekleiner Wermutstropfen, denn seit unserer Golddorade gleich zu Beginn der Passage geht nur noch Sargassum-Seetang an den Haken, das aber in so schöner Regelmäßigkeit, dass wir die Angeln zwischendurch schon ganz eingeholt hatten. Ist ja auch noch Fisch da 😉
Ein Aufreger gestern Abend auf unserem Buddyboat Easy-One: der Fallschäkel der Genua bricht und das Segel rauscht ins Wasser. Ingo und Andrea können die Genua mit einer großen Kraftanstrengung bergen und mit dem Spifall provisorisch setzen, allerdings gerefft. Nachdem Ingo uns über Funk berichtet hat gehen wir ebenfalls ins Reff und bummeln etwas untertakelt durch die Nacht, um in Funkdistanz zu bleiben. Tatsächlich sind die beiden am Morgen auf die halbe Distanz (4,5 sm) herangekommen, haben inzwischen den Motor dazu genommen. Wir schütteln das Reff aus dem Groß und bei dem leichten Wind von inzwischen meist unter 10 kn setzen wir den Code0, machen so meist zwischen 5 und 6 Kn, kurz vor Mittag dann nur noch 3,5 kn. Kann sein, dass wir einen halben Tag motoren müssen, jedenfalls aber kommt aber erstmal unser Gennaker noch zum Einsatz, bei 8 kn wahrem Wind schaffen wir damit jetzt noch gut 4 kn. Laut Wetterwelt-Wetterbericht hat unsere geringe Geschwindigkeit den Vorte
il, dass das zwischen uns und Beaufort liegende Regengebiet bis zu unserer Ankunft abziehen sollte.

Beim Abrufen des Wetterberichts stellen wir fest, dass die Batterie des IridiumGo ihren Geist aufgibt und aus dem Leim geht, kein gutes Zeichen. Beim Neustart funktioniert es zwar, aber wir nehmen das Gerät erst einmal vom Dauerstrom. Hoffen wir mal, dass es bis in die USA durchhält.
Für den Notfall haben wir aber (neben der EPIRB) ohnehin noch ein Garmin InReach als Backup zur Kommunikation auf hoher See an Bord.

Etmal 145,5 sm.

Dieser Post wird per IridiumGo über Satellit übermittelt (wenn es denn noch funktioniert ;-)). Bilder sind deshalb nicht dabei und auf Kommentare können wir erst wieder reagieren, wenn wir Telefonempfang und damit Internet haben, vermutlich also am 11. Juni in Beaufort, North Carolina, USA.

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