10. Tag Passage Chesapeake nach Antigua

Was für ein Unterschied. Gestern Wind- und Wellenchaos, zudem ging auch noch unser Alarm im Schiff los. Der Vorbesitzer hatte ihn uns als Gasalarm erklärt. Oh sh.., hat die provisorische Befestigung im Gaskasten doch nicht einen Schaden verhindert? Und wie kriegen wir jetzt das Gas aus der Bilge? Lüften fällt bei dem Wellengang aus. Nach dem Öffnen der Bodenklappe sehen wir, dass dort eine Handvoll Wasser hin und her pülscht. Hm. Mit dem Lappen getrocknet, ist der Alarm aus und springt auch nicht wieder an. Aber wenn da Wasser in der Bilge unter der Pantry (Küche) ist, dann vielleicht woanders auch? Nö. Überall trocken. Gut.
Heute dann (fast) alles anders. Flora pflügt durch die noch bewegte, aber nicht mehr chaotische See. Das dritte Reff bleibt erstmal drin, die Bewegungen sind deutlich erträglicher. Am Morgen schon ein Regenbogen hinterm Schiff, Versöhnung mit den Elementen. Den Tag über schönes Segeln bei Sonnenschein und nur noch etwa 1,5 m Welle. So kanns gehen. Nachmittags läste der Wind ein bisschen nach, wir wechseln vom dritten ins zweite Reff. Die Freiwache kann vernünftig schlafen, viel weniger Gebolze. Jetzt gehts in unsere letzte Nacht der Passage, einige Squalls sind angesagt, aber bisher haben sie uns verschont. Wenn es so weitergeht, sind wir morgen gegen Mittag (Ortszeit, also am Abend in Deutschland) in English Harbour auf Antigua.

3 Gedanken zu „10. Tag Passage Chesapeake nach Antigua

  1. Woohoo! Wunderbar. War ja doch ein wilder Ritt. Wenn Ihr dies lest, seid Ihr schon da. Klasse. Grüßt Nelsons Dockyard. Galley Bar 1992 – der beste Burger aller Zeiten (so ist das nach Passagen).

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  2. Gratuliere, bald geschafft, wir haben mit euch gefühlt und uns an unseren Ritt von Rio Richtung Norden, 11 Tage gegenan erinnert.
    Lg von K&R
    2nd try.2

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  3. Herzlich willkommen in Antigua!
    Wir hatten heute morgen gesehen, dass ihr bald ankommt und wollten euch vom Fort aus bei der Einfahrt zuwinken. Leider hat man uns nicht nach English Harbour reingelassen. Man fürchtet wohl, dass die Ankunft der Salty Dawg tausende von Besuchern anzieht und das mit dem Social Distancing dann nicht so klappt.
    Deshalb nun unsere Willkommensgrüße von Falmouth hinüber in die Freemans Bay! Erholt euch gut von der anstrengenden Überfahrt und vielleicht könnt ihr uns ja bald bei einem Sundowner auf unserer Silence von Euren Erlebnissen berichten.
    LG Andrea & Kai

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