Licht am Ende der Tunnel

Funchal ist schön, vom Hafen aus kann man das Zentrum, die Oberstadt und auch das alte Fischer- und Handwerkerviertel „Zona Velha“, also die Altstadt gut zu Fuß erreichen. Letzterer war zuletzt etwas heruntergekommen, während die beiden erstgenannten Stadtteile gut in Schuss gehalten wurden. Das rief 2011 eine Gruppe Künstler auf den Plan, die die engen Gassen rund um Funchals älteste Straße Rua de Santa Maria wieder beleben wollten. Etwa 200 Türen und Tore verzierten sie und tatsächlich, Galerien und dann auch Restaurants entdeckten die zuvor (und teilweise auch noch heute) bröckelnden Gebäude neu und das Viertel ist heute wieder sehr belebt, vor allem Abends.

Das vorletzte Türbild zeigt übrigens eines der hiesigen Freibäder. Haben wir auch genutzt, soweit es der Wellengang zuließ. Der Hurrikan Lorenzo ging ja über die Azoren und damit weit an uns vorbei. Trotzdem war er auch hier zu spüren, nicht als Wind, wohl aber in den Wellen. Etwa zweieinhalb bis drei Meter Dünungswelle rauschte noch bis hierher nach Madeira. Im nach Westen offenen Hafen von Porto Santo brach sogar mitten in der Nacht ein Fingersteg ab. Als die Wellen wieder abgeebbt waren sahen die Naturschwimmbäder hier so aus:

Natürliche helle Sandstände gibt’s auf Madeira nicht, hin und wieder werden vor Hotels zwischen Buhnen extra welche aufgeschüttet. Hm. Im Nordwesten der Insel gibt’s in Porto Moniz noch ein besonderes Seewasser-Freibad, das wir auch besucht haben, kostenlos übrigens:

In Porto Moniz haben wir auch erstmals die Bacalhau-Produktion (Stockfisch) live gesehen.

Für uns lag es auf dem Weg zu unserer dritten Levadawanderung, diesmal eben im feuchteren Norden. Wir wurden nicht enttäuscht 😉:

Außerdem konnte ich auf der Wanderung die Fotopirsch auf das kleine Madeira-Goldhähnchen (etwa so klein wie ein Zaunkönig) glücklich abschließen:

Zurück ging es quer durch die Insel. Das darf man durchaus wörtlich nehmen, gefühlt fuhren wir eine größere Strecke in Tunneln als im Freien. Wirklich, auf den rund 51 Kilometern fuhren wir durch 31 oft mehrere Kilometer lange Tunnels.

Mit zum Teil wunderschönen Ausblicken, wie hier (allerdings auf dem Hinweg) auf den Farol de Ponta do Pargo.

Leider war es das fürs erste mit Madeira. Jetzt geht’s gleich los Richtung Kanaren. Wir planen 40-50 Stunden Überfahrt. 😊

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