Menorca – zu Fuß

Gestern haben wir gesehen, dass an unserer Ankerbucht ein Wanderweg entlang führt. Also habe ich Ralf heute zu einem Morgenspaziergang überredet. Gut, dass es heute etwas bewölkt war. Es hat sich zu einer ausgewachsenen Halbtagestour entwickelt. Knapp 13 km- zu Fuß! Es war wunderschön. Der Wanderweg entpuppte sich als Teil des Camí de Cavalls. Dieser Weg führt um fast ganz Menorca herum. Er ist super ausgeschildert

und selbst auf dem von uns begangenen kurzen Abschnitt sehr abwechslungsreich.

Am Ende unserer Ankerbucht führte er zunächst durch ehemalige Salinen. Sie wurden erst 1990 aufgegeben und waren die letzten noch wirtschaftlich genutzten Salinen auf Menorca. Heute sind sie Teil eines Naturschutzgebietes.

Selbst auf den Wegen bilden sich noch Salzkrusten.

Nach einigen Kilometern sind wir Richtung Strand abgebogen. Wir haben eine tolle Dünenlandschaft mitten zwischen den Felsen entdeckt und sind erstmal schwimmen gegangen.

Es Grau und Addaia

Wir bummeln an der Nordseite Menorcas entlang. Die Entfernungen zwischen den Buchten sind nicht groß, im Gegenteil, trotz unserer hier bisher sehr kurzen Törns haben wir verlockende Strände und Ankerplätze links liegen gelassen.

Erster Stop war die Cala Arsenal den Moro bei Es Grau.

Eigentlich gibt es sogar hier mehrere getrennte Ankerbuchten, wobei „unsere“ mittels einer Dinghypassage übers Flach mit dem Ort Es Grau verbunden ist, man muss nicht um die Illa d’en Colom herum. Es existieren mehrere Bojenfelder, aber es ist auch genug Platz zum freien Ankern.

Wir ankern auf 10 m Wassertiefe über Sand und können beim Abschnorcheln des Ankers gleich 5 kleine bis jugendliche Rochen beobachten.

Am nächsten Tag segeln wir unter Code0 und Groß die kurze Strecke zur Cala de Addaia, einer rund zwei Meilen ins Land schneidenden schmalen Bucht. Die Einfahrt erinnert an Schweden, zwischen Felsen über und unter Wasser windet sich ein Tonnenstrich bis zum Hafen Puerto de Addaia, der sich hinter einer Felsinsel an Steuerbord versteckt. Danach wird es wieder etwas breiter und vor und hinter dem ausgelegten Bojenfeld darf geankert werden. Das wird ausgiebig genutzt, es ist auch hier wieder gemütlich eng.