Dunkle Wolken im Paradies?

Na klar, sonst wäre es hier auf den Inseln ja nicht so grün. Obwohl, auch in den Tropen kann nicht jedes Eiland mit üppigen Planzenwachstum wuchern: Mopion zum Beispiel macht es gerade aus, nur ein kleiner Klecks Sand zu sein, umgeben von Korallen und nur mit einem einzigen, palmblattgedeckten Sonnenschirm bestanden. Je nach Witterung kann das Teil auch als Regenschirm taugen 😉.

Mopion. Mit aufziehendem Tropenschauer. Ist doch herrlich dramatisch und gleich viel weniger kitschig.

Auf dem Weg hierher haben wir erst in der schönen (und sehr grünen) Anse la Roche im Norden von Carriacou einen Zwischenstop eingelegt und ausgiebig an den pittoresken Felsen in der Bucht geschnorchelt. Dann ging’s aber doch weiter zum Ankerplatz zwischen Petit St. Vincent (gehört zu St. Vincent 🇻🇨) und Petit Martinique (gehört zu Grenada 🇬🇩). Der Ankergrund hier ist etwas tricky, obwohl es in der Seekarte gar nicht so aussieht, aber wir haben zwischen zwei Superyachten (eine davon mit einem unfassbar großen aufblasbaren Einhorn auf dem Vorschiff) dann doch einen Sandspot gefunden, in dem unser Anker über Nacht trotz diverser Drehungen der Flora um die eigene Achse gut gehalten hat.

Vor allem aber können wir von hier aus eben den Dinghyausflug mit Florecita nach Mopion unternehmen. Also Wein und Gläser eingepackt und in strahlendem Sonnenschein schnell los, denn am Horizont erscheinen schon ein paar dunkle Schatten.

Mopion haben wir ganz für uns alleine und wir umwandern die ganze Insel, was fast zwei Minuten dauert. Na klar, die Drohne kommt auch noch zum Einsatz:

Zurück an Bord der Flora gibt es dann weit weniger Regen als erwartet, die dicksten Wolken ziehen vorbei. Und Heute: strahlender Sonnenschein. Und Mopion wurde von einem anderen Dinghy aus “bevölkert”.

Wir segeln gerade bei herrlichsten Bedingungen wieder nach Norden in Richtung St. Vincent. Am Donnerstag und Freitag soll viel Wind kommen, da wollen wir möglichst bereits auf Martinique 🇲🇶 sein, weil Jan am Samstag von dort aus zurück nach Hamburg fliegt.

Pelikan-Tag

Es fing ganz anders an. Der Morgen in der Tyrell-Bay, wo wir gestern nach Grenada 🇬🇩 einklariert haben, begann mit ausgiebigem Schnorcheln. Wir haben direkt neben einem zum schwimmenden Seezeichen (Untiefentonne Nord) umfunktionierten Boot geankert. Also flugs mal dahin geschnorchelt und die gleich zwei Wracks unter dem gelben Unikum erkundet.

Danach haben wir dann eine Bucht weiter nach Norden verholt und liegen jetzt ganz wunderbar vor der kleinen palmenbestandenen Insel Sandy Island.

Und als wenn das noch nicht traumhaft genug wäre, liefern uns die hier zahlreichen Pelikane (zugleich die ersten, die wir sehen) eine Flug- und Jagdshow sondergleichen. Es gibt riesige Schwärme kleiner Fische am Riff nahe der Insel und die Pelikane bedienen sich. Sie segeln über dem Wasser, stürzen sich dann plötzlich senkrecht in die Tiefe und führen dabei die putzigsten Verrenkungen durch, um ihre Beute nicht aus den Augen zu verlieren.

Dabei schießen sie auch direkt neben uns ins Wasser und bieten uns ebenso spektakuläre Ansichten, wenn sie zu ihrer nächsten Runde starten.