Tauchen in Guadeloupe / Îles des Saintes

Gestern hatten wir geschnorchelt, heute gehen wir tauchen. So richtig komfortabel ist das hier in den Îles des Saintes allerdings nicht geregelt, man muss von der Tauchschule aus in voller Montur (mit aufgeschnallter Tauchflasche) über die Straße hinunter zum Strand und ins Wasser laufen. Ist nicht weit, aber auch nicht eben bequem. Dann noch ein Stückchen ums Tauchboot schwimmen, hinten hineinklettern und das Jacket mit der Flasche wieder ausziehen für die Fahrt zum Tauchspot. Wieder anziehen. Und nach dem Tauchgang das Ganze retour, nur das man jetzt erst ins brusthohe Wasser springt und dann das Jacket mit Flasche zum Anziehen ins Wasser geworfen wird. Noch etwas umständlicher, weil man jetzt ja auch noch Flossen und Maske in der Hand hält. Andere Länder, andere Sitten. Unter anderem leider auch die, keinen Rabatt zu gewähren, obwohl wir ja (bis auf Flasche und Blei) komplett unser eigenes Equipment verwenden. Trotzdem bleibt es bei 58 € je Tauchgang. Umgekehrt sehen wir das auch nicht als Argument für weitere Tauchgänge hier mit dieser Tauchschule.

Das Tauchen selbst ist dann ruhig und einigermaßen unspektakulär, wir können uns gut auf uns und unsere Tarierung konzentrieren. Besonders sind vor allem die vielen Federbüsche, über und zwischen denen der erste Teil unseres Tauchgangs verläuft.

Später, an den Felsen, machen vor allem die kleinen Dinge den Reiz aus: wir sehen mehrere Rotweiß gebänderte Scherengarnelen:

(Mit Tauchlampe beleuchtet sieht die Unterwasserwelt gleich viel bunter aus)

Und auch der (juvenile, daher noch ohne die namensgebenden Punkte nur längs- und quergestreifte) Tüpfel-Ritterfisch gefällt uns gut:

Man muss schon gut hinsehen, um trotz der überlangen Rückenflosse und der ebensolchen Schwanzflosse den eigentlichen Fischkörper zu sehen.

Ein bisschen karibisch bunten Fisch gibt’s dann auch noch, etwa diesen Blaustirn-Kaiserfisch mit einigen Jakobus-Soldatenfischen (und natürlich noch einige mehr)

oder (nicht bunt, aber fein und edel gezeichnet) diesen schönen Sandtaucher:

Wenn man erstmal unten ist, ist das Tauchen eben doch immer wieder schön 😁.