Wir chillen immer noch in Savusavu, unser Liegeplatz in der Nawi-Marina macht uns die langsame Eingewöhnung aber leicht.




So nutzen wir tatsĂ€chlich ĂŒber den Landstromanschluss ausnahmsweise mal die von unserem Vorbesitzer in die Flora eingebaute Klimaanlage. Es ist nicht einmal so sehr die WĂ€rme (unter Deck meist so 28 oder 29 Grad) die uns zusetzt, sondern die Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit und eingeschrĂ€nkter LĂŒftungsmöglichkeit wegen der vielen und teils heftigen RegengĂŒsse. Die Klimaanlage nimmt auch viel Feuchtigkeit aus der Luft.
Lassen wir uns halt mal Luxus-verwöhnen. Marina-Pool, Restaurants, Bar. Und sogar Spa: eine Massage löst fĂŒr uns beide die Muskelverspannungen der Passage und fĂŒr Wiebke gibtâs noch PedikĂŒre obendrauf.
Und dann zurĂŒck an die Arbeit: die Fock wird auf dem Steg noch einmal ordentlich zusammengelegt und der Schaden untersucht.


Die beiden Risse sind jeweils entlang von NÀhten entstanden, einmal quer durchs Vorliek und einmal fast im rechten Winkel dazu entlang des UV-Schutzes. Das sieht reparabel aus und so verschicken wir das Segel mit dem in der Marina ansÀssigen Servicebetrieb Yacht Help an einen Segelmacher (Marshall Sails) auf Fijis Hauptinsel Vitu Levu. Dort wollen wir es dann spÀter in der Saison abholen.
Wir holen Fiji-Dollar am Geldautomaten und erledigen die restlichen FormalitĂ€ten, denn sowohl die Gesundheitsbehörde (170 Fiji$) als auch Biosecurity (200 Fiji$, etwa 78 âŹ) akzeptieren nur Barzahlung in Fiji$. Dann erkunden wir die erstaunlich guten kleineren SupermĂ€rkte in Savusavu und stocken auf dem Markt neben dem Busbahnhof im Zentrum auch unsere Obst- und GemĂŒsevorrĂ€te wieder auf. Die in Zeitungspapier gerollten BĂŒndel von Kawa-Wurzeln werden wir dann kurz vor unserer Abfahrt noch kaufen, sie sind das typischerweise erwartete Gastgeschenk an den Dorf-Chief auf den kleineren Inseln.





Am Dienstag soll eigentlich unser Cruising-Permit fertig sein, fĂŒr das offenbar die Behörden in der Hauptstadt Suva einbezogen werden mĂŒssen. Aber als wir es abholen wollen, sind die zustĂ€ndigen Officer gerade unterwegs. Wir sollen spĂ€ter wiederkommen.
Na gut, dann Ă€ndern wir halt die Reihenfolge. Ein kleines StĂŒck den Hang hinauf hinter dem ZollgebĂ€ude gibt es nĂ€mlich einen ganz besonderen Platz.



Unser Ziel sind die Nakama Hot Springs. Wir haben 4 rohe Eier, ein Netz und einen stĂ€hlernen Bojenhaken eingepackt, auĂerdem Brot, Salz und Pfeffer. Was soll das geben? Ein einfaches, aber trotzdem sehr spezielles Picknick.

Zwischen mit Palmwedeln ĂŒberdachten BĂ€nken befinden sich auf dem öffentlichen GelĂ€nde mehrere in Stein eingefasste heiĂe Quellen. Die sind nicht zum Baden, sondern tatsĂ€chlich zum Kochen gedacht. Wir treffen mehrere Einheimische, die in der gröĂten der drei Quellen tatsĂ€chlich ganze SĂ€cke von Taro-Wurzeln kochen oder – wie uns Joeli erklĂ€rt – seit drei Stunden in einem in Stoff eingewickelten Topf ein Fleisch-GemĂŒsegericht garen.



Wir begnĂŒgen uns damit, im brodelnden Wasser der kleinsten Quelle unsere in das Netz gefassten 4 Eier zu kochen und sie nach 7 Minuten mit dem Bojenhaken herauszufischen. Abschrecken im vorbei flieĂenden Bach. Hm, ein Messer hĂ€tten wir wohl auch noch einpacken können.




Anders als etwa in den Nachbarstaaten Tonga oder Vanuatu gibt es in Fiji zwar keine aktiven Vulkane mehr, wohl aber erhebliche seismische und geothermische AktivitÀten. Eine Schautafel auf dem GelÀnde erklÀrt, dass Fiji auf einer eigenen kleineren tektonischen Platte liegt, unter die sich von beiden Seiten die Indo-Australische Platte und die Pazifische Platte schieben.
Und – typisch Fiji – was die Natur bietet, wird auch genutzt.





















