Park City, Utah. Und Stricken auf dem Roadtrip.

Winter Sturm-Warnung. Hm. Ziemlich oft haben wir auf unserem Roadtrip diese Meldung inzwischen aufs Handy bekommen. Das erste Mal bereits in den Blue Ridge Mountains. Ein ums andere Mal wurde die Reiseroute angepasst oder aber der Reisetag danach gewählt, na klar. So auch diesmal, auf der Fahrt von Denver in Colorado nach Park City in Utah. Wobei, ein bisschen Restrisiko bleibt und so erwischt uns zwischenzeitlich doch unser erster echter “white out”. Schneefall und starke Winde nehmen fast komplett die Sicht, Straße und Verkehr sind nur noch schemenhaft zu erkennen.

Wir tasten uns im Schritttempo weiter durch die Berge bis es wieder besser wird. Hinter Steamboat Springs reißt der Himmel dann zum Glück auf und der Rest der Fahrt beschert uns Sonnenschein und blauen Himmel.

Tatsächlich erlebt Utah derzeit den schneereichsten Winter der letzten 20 Jahre und in Park City ist das sowohl in der Stadt als auch in dem Olympiaskigebiet von 2002 gut zu erkennen.

Selbst der Bergmann, dessen Statue an die Ursprünge der Stadt erinnert, präsentiert sich fast schon eingedeckt von fluffigem „Powder“.

Und der Spaziergang mit den Hunden geht wohl am besten in Schneeschuhen, wie wir vom Lift aus beobachten können:

Für uns heißt das aber vor allem: herrliche Bedingungen und ein wunderbarer Skitag. 😁😎

Und am Abend kommen wir – winterlich passend – auch beim Stricken weiter. Nachdem ich bis Denver ja noch mit dem Pullover für die kleine Elli von unseren Segelfreunden Maggie und Sam beschäftigt war (den wir dort bei einem Besuch auch übergeben konnten) und Wiebke ihr „Malibu“-Schultertuch fertiggestrickt hat, kann ich jetzt auch mein Projekt „Peaceful People“-Mütze abschließen. Die Wolle dafür hatte ich schon in Tulsa gekauft, unser Roadtrip ist irgendwie auch die Aufgabe, in jedem Bundesstaat mindestens einen Wollladen zu besuchen.

Ich muss aber zugeben, dass meine Mütze Wiebke noch besser steht als dem unrasierten Kerl 😉.

Denver. The Mile High City.

Die Fahrt von Santa Fe nach Denver bringt uns nicht nur von New Mexico nach Colorado, sondern auch (erstmal) wieder aus den Rocky Mountains hinaus in die flache Prärie der “Great Plains”. Diese riesige Grasland-Steppenzone ist den Rocky Mountains östlich vorgelagert und reicht bis an das Gebirge heran.

Einzelne Tafelberge (Mesa, spanisch für Tisch/Tafel) ragen heraus, vor allem aber sehen wir auf der nach Norden verlaufenden Strecke zu unserer linken fast durchgängig die hohen schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains und zur rechten fast nur die weiten Ebenen der Prärie, aus denen sich am Ende Denvers Skyline heraushebt.

Wobei: Ebene stimmt nur bedingt und wenn, dann ist es eine ziemlich schiefe. Von 500 bis 600 m in Teilen Iowas und Minnesotas bis auf etwa 1800 m über dem Meeresspiegel steigen die Great Plains an. Kein Wunder also, dass sich Colorados Hauptstadt Denver mit dem Beinamen “Mile High City” schmückt. Unsere Gastgeber Karen und Steve weisen uns beim Besuch des Kapitols in Denver darauf hin, dass sogar extra ein entsprechender Hinweis in die Stufen des Parlamentsgebäudes eingraviert wurde. Das 1894 eingeweihte Kapitol glänzt (im wahrsten Sinne des Wortes) mit seiner nachträglich vergoldeten Kuppel und erinnert damit bewusst an den Goldrausch, der Mitte des 19. Jahrhunderts zur Gründung der Stadt führte.

Aber auch im Inneren kann es sich sehen lassen, auch wenn vielleicht nicht alle glücklich über ihre Nachbarn in der imposanten Rotunde mit den Präsidentenportraits sind 😜

Fast unmittelbar westlich von Denver geht es hinauf in die bis zu 4.400 m hohen Rocky Mountains. Hier liegen die berühmten Skigebiete von Aspen und Vail, aber auch eine Vielzahl weniger bekannter (und noch näher an Denver gelegene) Wintersportorte. Mit Karen und Steve fahren wir in der Woche unseres Besuchs gleich dreimal in die Skiregionen von Breckenridge und Eldora und genießen den herrlichen Pulverschnee (wobei: am ersten Tag macht mir die Höhe scheinbar etwas zu schaffen, an den anderen beiden Skitagen ist es aber wunderbar)!

Unsere Gastgeber haben wir übrigens vor ziemlich genau drei Jahren im Corona-Lockdown auf Antigua kennengelernt. In der Carlisle-Bay ankerten wir damals nebeneinander. Karen hat die abendliche Funkrunde (virtueller Sundowner) gemanagt, die WhatsApp-Gruppe der damaligen Ankerlieger in der Bucht ist noch immer aktiv. Auch sonst haben wir seitdem Kontakt gehalten und uns zwischendurch in der Chesapeake Bay auch einmal wieder getroffen. Auf einer Europareise haben sie ein paar Tage in unserer Wohnung in Hamburg übernachtet, da aber “nur” Jan angetroffen, wir waren ja unterwegs. Die Freude über das Wiedersehen ist umso größer und wir unternehmen viel gemeinsam, werden zudem auch noch lecker bekocht.

Eine Wanderung durch die verschneite Stadt führt uns in das “Denver Museum of Nature and Science”, das die beiden bisher auch noch nicht besucht hatten. Die Ausstellungen begeistern uns. So bringt uns etwa der Bereich “Unseen Oceans” noch einmal ganz andere Aspekte unseres Lieblingselements nahe. Und die Dioramen, für die das Museum auch bekannt ist, stellen die präparierten Tiere in einem aufwändig lebensgroß nachgebauten Lebensraum dar, wobei teilweise ganze Biotope etwa mit Insekten und versteckten Tieren kunstvoll gestaltet werden und die Übergänge zum gemalten halbrunden Hintergrund verschwimmen.

Am Faschingsdienstag (englisch: Fat Tuesday, französisch mit gleicher Bedeutung: Mardi Gras) gehen wir abends zusammen zu einer Mardi-Gras-Party mit Live Musik in einer Kneipe um die Ecke. Aus New Orleans herüber geschwappt ist die Tradition der Mardi-Gras-Beads, allerdings muss hier in Denver für das Umhängen einer solchen Kette nicht die Bluse gelupft werden.

Ein anderes Mal gehen wir zu einem Swing-Tanzabend (ebenfalls mit Live-Band), auch wenn Wiebke und mir die ungewohnten Tanzschritte doch etwas schwerfallen.

Und wir fahren aus der Stadt hinaus, wandern durch den winterlichen Roxborough State Park. Hier finden sich spektakuläre geologische Formationen. Die roten Sandsteinfelsen etwa lassen erahnen, warum die Spanier dieses Gebiet “Colorado” genannt haben. Mit grünen Blättern an den hier nur gut buschhoch werdenden und dennoch weit verbreiteten Eichen sieht es im Sommer wahrscheinlich noch einmal ungleich bunter aus.

Und natürlich wäre ein Besuch in Denver kaum denkbar, ohne im hippen Ausgeh- und Künstlerviertel “RiNo” (kurz für River North, aber das Nashorn findet sich natürlich immer wieder) die Kneipen und Bars zu besuchen und die unzähligen Murals zu bewundern. Diese gemalten bzw. gesprayten Wandbilder haben sich zu einem der Wahrzeichen Denvers entwickelt.

In der sehr liberalen Stadt finden sich darunter auch viele politische und gesellschaftskritische Murals …

aber auch rein werbliche, wie etwa das Italienische Restaurant, dass sich ein Wandbild nach einem Hochzeitsfoto der Eltern des Besitzers gestalten ließ:

solche, die je nach Betrachtungswinkel völlig unterschiedlich aussehen:

und kleine, fast versteckte Kostbarkeiten. Manchmal sogar zu unseren Füßen auf dem Bürgersteig:

Und das ist wirklich nur eine kleine Auswahl.

Ein riesengroßes Dankeschön, Karen und Steve, für Eure wunderbare Gastfreundschaft und dafür, dass Ihr uns Euer Denver gezeigt habt.

Walking in Memphis. Und King(s).

Von Nashville nach Memphis. Music in the air. Eigentlich. Aber der erste Eindruck von Memphis ist nicht sehr gut. Wir kommen die Second Street hinunter zu unserem AirBnb, alles wirkt ziemlich in die Jahre gekommen. Unsere Unterkunft ist ein 65 $ günstiges Appartement im “Exchange Building”. Memphis war ein Zentrum des Baumwollhandels und neben einem Hotel und Apartments beherbergte der 19 Stockwerke hohe, reich verzierte Bau aus der Belle Epoque von 1910 bis 1925 auch die Baumwollbörse der Stadt. Die Lobby des ehemals schmucken Hochhauses zeugt noch etwas von der alten Pracht, aber sie lässt auch die lange vergangene Zeit erkennen.

Als wir abends dann die Straße hinunter bis zur berühmten Beale Street laufen festigt sich dieser Eindruck. Die Beale Street, das selbst ernannte “Center for Southern Folklore” wirkt ein bisschen wie gestorben und noch nicht richtig wieder auferstanden. Bunt beleuchtet, aber viel Neonschriften nur halb illuminiert. Grell nach Aufmerksamkeit heischend, aber doch fast leer.

Auch B.B. King’s Club ist leer, erstaunlich für uns, wo do gestern in Nashville die Musikkneipen bereits am Nachmittag so gut gefüllt waren. Aber hier zieht nicht einmal der Club des “King of the Blues” die wenigen Passanten von der Straße herein. Hmm. Aber ein leckeres Essen im Supper Club (“food and cocktails hamonized”) hebt unsere Stimmung wieder.

Und am nächsten Tag präsentiert sich unser Gang durch Memphis dann auch anders. Anders als im Song von Marc Cohn begegnet uns auf der Union Avenue zwar nicht der Geist von Elvis und somit folgen wir ihm auch nicht nach Graceland sondern sparen die gut 160 $ Eintritt, die der Besuch dieser Pilgerstätte und die Besichtigung des Hauses mit dem Jungle Room sowie der beiden Privatflugzeuge des King of Rock & Roll uns gekostet hätte.

Statt dessen spazieren wir durch die sich offenbar gerade wieder neu erfindende Stadt und am Ufer des Mississippi entlang.

Memphis, tauche wieder auf.

Und wir gehen zu dem Ort, der uns in dieser Stadt am meisten bewegen und beeindrucken wird.

Auf dem Balkon von Zimmer 306 im Lorraine Motel wurde am 4. April 1968 Dr. Martin Luther King erschossen.

Heute befindet sich in dem Gebäude das National Civil Rights Museum, das die Geschichte der Sklaverei und der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung thematisiert.

Wir dachten, dass wir schon einiges hierüber wüssten. Und doch, beim Besuch des Museums beschleicht uns die Erkenntnis, dass (vielleicht nicht nur für uns) ein Besuch dieser Ausstellung eigentlich nötig ist, um Amerika, die fortdauernden Verwerfungen, das Selbstverständnis der Amerikaner und auch die aktuellen politischen Diskussionen im Land wenigstens ein bisschen besser zu verstehen.

Schon allein dafür muss man eigentlich Memphis besuchen!

Back in the USA

Wir sind gut wieder in Washington DC bei angekommen. Der Flieger von Frankfurt ging diesmal wegen der Höhenwinde über dem Nordatlantik auf einer deutlich südlicheren Route, nicht über England wie noch bei unserem Flug nach Deutschland, statt dessen von der Bretagne aus auf den Ozean hinaus. Und südlichere Streckenführung ist ein gutes Stichwort. Bei unseren Freunden Greg und Michael werden wir uns jetzt erstmal etwa eine Woche akklimatisieren und dann geht’s los auf den zweiten Teil unseres Roadtrips, diesmal eben auf einer etwas südlicheren Route über Nashville und Denver zurück Richtung Westen. Irgendwann im März wollen wir dann zurück auf Vancouver Island bei der Flora sein. Bis dahin: Roadtrip, gerne auch mit eingestreutem Skifahren, haben wir auch lange nicht gemacht.

Jedenfalls haben wir gestern schon mal Skihelme gekauft, ich wollte ohnehin gerne einen Helm an Bord haben als zusätzliche Sicherheit beim in den Mast gehen.

Mehrfachnutzen 😊.

Thanksgiving in Washington DC: Familie, Oz und Hirshhorn-Museum

Es ist unser erstes Thanksgiving-Fest in den USA. „Erntedankfest“ passt schon irgendwie, ist aber trotzdem eine unzureichende Übersetzung. Denn anders als unser deutsches Erntedankfest ist Thanksgiving in den USA ein nationaler Feiertag. Und nicht nur das, sondern zugleich das wichtigste Familienfest des Jahres, Thanksgiving rangiert in dieser Bedeutung noch über Weihnachten.

Zugleich wird aber mit Thanksgiving die Weihnachtszeit eingeläutet. Gefeiert wird am 4. Donnerstag im November. Fun fact: Präsident Lincoln setzte den letzten Donnerstag im November als Termin fest, Roosevelt versuchte es ab 1939 (mit fünf Donnerstagen im November) auf den vorletzten Donnerstag zu verschieben, um die vorweihnachtliche Einkaufszeit zu verlängern. Nach ein bisschen Konfusion fand man den Kompromiss: 4. Donnerstag im November.

Ein Ritual unserer Gastgeber: kein Thanksgiving ohne „The Wizard of Oz“. Den Film von 1939 mit Judy Garland sah ich als Kind mal im Fernsehen, daran erinnere ich mich noch. Aber die Verknüpfung von „nach Hause kommen“ mit der Ermutigung Verstand, Herz und Courage in sich selbst zu finden, das hatte ich damals nicht so abgespeichert. „You can do it!“

DAS Thanksgiving-Ritual schlechthin dreht sich natürlich um den Truthahn. Sei es die öffentliche Überreichung eines lebenden Truthahns durch Industrievertreter im Weißen Haus an den Präsidenten (der den Truthahn in den letzten Jahrzehnten dann üblicherweise begnadigt hat) oder eben das traditionelle Truthahnessen im (erweiterten) Familienkreis. Und an einem solchen dürfen wir teilnehmen. 😊

Der von Michael zubereitete Truthahn steht zwar im Mittelpunkt, aber die Tafel biegt sich unter der Last des gemeinschaftlich erstellten Schlemmermenüs im Haus von Gregs Bruder Ricky, wo die große Familie sich eingefunden hat. Genau genommen passt das alles gar nicht einmal auf die veritable Tafel. Stuffing, also die Füllung, gebackener Kochschinken, Cranberry-Soße und Bratensoße, Kartoffelstampf, Brot, Kürbis-, Süßkartoffel- und Blaubeer-Pies, geröstetes Gemüse, kandierte Süßkartoffeln, Süßstaaten-Grünkohl (collard greens), Mac and Cheese, Pilze und und und … Zusätzlich diverse Kuchen zum Nachtisch.

😋

Danke, dass wir dabei sein durften.

Was machen wir sonst so in den Tagen vor unserem Flug nach Europa? Ausflüge, zum Beispiel nach Washington DC und von den vielen Museen dort wählen wir diesmal das Hirshhorn Museum of Modern Art.

(Lin Tianmia)

(Laurie Anderson)

Zu den Großen Seen. Feuer 🔥 und Eis ❄️ , Sirup 🍁 und Wein 🍷

Unser Roadtrip führt uns weiter durch Minnesota hinauf in Richtung der Großen Seen. Zunächst weiter durch flache Landschaft mit viel Landwirtschaft, schnurgerade Straßen. Abwechslung bringen die immer mal wieder in Gegenrichtung vorbeifahrenden Häuser 😁.

Eine Zwischenstation machen wir noch, wir übernachten in Minneapolis. Anders als der Name vermuten lässt, ist das zwar die größte Stadt, nicht aber die Hauptstadt von Minnesota. Diesen Titel führt das gleich nebenan ein paar Meilen flussabwärts am Mississippi liegende St. Paul. Gemeinsam bilden sie die Metropolregion „Twin Cities“. Für uns eine Wundertüte, wir wissen nicht so recht, was uns erwartet. Als Volltreffer erweist sich der Tip, nicht direkt zum Stadtzentrum, sondern zunächst entlang der „Chain of Lakes“ zu fahren. Der inoffizielle Beiname von Minnesota ist „land of 10.000 lakes“, tatsächlich ist die Zahl der Seen sogar noch größer. Und selbst das Stadtgebiet von Minneapolis trägt dazu bei. Neben vielen kleineren Wasserflächen am markantesten mit eben dieser Kette von Seen, der größte (Bde Maka Ska / See der weißen Erde) etwas größer als die Außenalster. Auch die Villen am Ufer, die Parks und die Wassersportmöglichkeiten müssen sich hinter denen an Hamburgs zentralem Wasser nicht verstecken. Nur eben, dass es hier gleich eine Kette von Seen gibt. An denen entlang fahren wir in Richtung Downtown. Gleich gegenüber vom Hotel liegt ein großes Theater in futuristischem Design, das Guthrie Theater. Kein Wunder, schließlich ist die Pro-Kopf-Dichte an Theatern außer in New York nirgends in den USA so hoch wie in Minneapolis. Hatten wir so nicht erwartet.

Eine weitere Besonderheit in Minneapolis ist historisch bedingt: durch mit Wasserkraft betriebene sehr effektive Groß-Mühlen wurde hier, am Oberlauf des schiffbaren Mississippi besonders feines Mehl gemahlen. So wurde die Stadt zwischen 1880 und 1930 zu einem der wichtigsten Standorte für die Mehlproduktion in den USA. Zudem konnte das Mehl über den Fluss und die Eisenbahnlinie nach Chicago auch günstig an die Abnehmer weitergeleitet werden. Die riesigen Pillsbury und Gold Medal Flour Reklamen auf den historischen Produktionsanlagen und Speicher zeugen noch heute davon.

In die erhaltenen Ruinen in Downtown hinein wurde das moderne „Mill City Museum“ hineingebaut, am Tag unseres Besuchs war es allerdings leider geschlossen. Also trotz der Kälte noch ein Gang über die alte Eisenbahnbrücke, die heute die beiden Ufer für Fußgänger und Radfahrer verbindet.

Ein weiteres Industriedenkmal besichtigen wir am nächsten Tag bei einem Stop in Duluth.

Die Hubbrücke wurde 1905 als Schwebefähre gebaut, später umgebaut und 1930 in jetziger Form eröffnet. Größere Frachtschiffe, insbesondere die “Laker” können so durch den unter ihr verlaufenden Kanal in den Hafen von Duluth einlaufen, der dadurch an Bedeutung für den Verkehr auf den großen Seen gewann.

Das Museum gleich neben der Hubbrücke informiert über die speziellen Laker, schlanke (wegen der Schleusen) Frachtschiffe, oft mit dem Steuerhaus vorn auf dem Bug. Sie transportierten neben anderen Gütern Getreide und vor allem Eisenerz über die großen Seen und zum Teil den Sankt Lorenz Strom hinunter. Insbesondere aber auch zu den Stahlwerken an den unteren Seen.

Spannend auch die großen Seen selbst:

Das obere Schaubild zeigt das Volumen der Seen (das etwa dem der Ostsee entspricht) und die unterschiedlichen Höhenlagen einschließlich der sich daraus ergebenden Niagara-Fälle. Das untere Relieffpanorama macht auch deutlich, wie wir uns hier, am Ostende des Lake Superior (Oberer See) relativ zu Lake Michigan, Lake Huron, Lake Erie und Lake Ontario befinden.

Diese riesigen Inlands-Wassermassen sorgen auch für besondere Klimabedingungen – eben die “Lake Effects”. Im Winter kann das zu plötzlichem extrem starken Schneefall führen, so wie es gerade in dieser Woche wieder in der Gegend der unteren Seen auftrat. Polar kalte Winde Streifen dann (zumeist von Nordwesten her) über die noch relativ warmen Seen, der aufgenommene Wasserdampf geht am Lee-Ufer als Schnee nieder.

Am Nordwestufer des Lake Superior entlang fahren wir zum Glück ohne aktuellen Schneefall durch eine wunderbare Winterlandschaft. Unsere Segelfreunde Kim und Chuck (La Rive Nord) haben uns nach Lutsen eingeladen, kurz vor der Kanadischen Grenze. Wir haben die beiden an der US-Ostküste kennengelernt, unterwegs in Antigua, Puerto Rico, den Bahamas und Annapolis wieder getroffen und sind immer in Kontakt geblieben.

Sie haben ihr altes Haus in Lutsen verkauft, das neue ist noch im Bau. So wohnen wir gemeinsam mit ihnen im Haus ihrer Freunde. Mitten im Ahorn-Wald, einige Kilometer außerhalb des Ortes.

Mit Chuck machen wir unsere erste Schneeschuh-Wanderung, hinunter zum Fluss. Es ist herrlich, wobei: nicht immer ist die Natur im tief verschneiten Wald unberührt. Was sind das für Schläuche zwischen den Bäumen?

Na klar: hier wird Ahornsirup gemacht. Die Bäume werden angezapft, die Flüssigkeit dann per Vakuum aus den Schläuchen gesaugt und verarbeitet, etwa 40 Liter Saft benötigt man für einen Liter Ahornsirup.

Der Saft fließt nur, wenn die Bäume am Ende des Winters Nährstoffe von den Wurzeln zu den Trieben zu transportieren beginnen, es nachts friert und tagsüber Plus-Temperaturen herrschen. Und auch sonst ist es tricky, je nach Periode werden unterschiedlich dunkle und unterschiedlich schmeckende Säfte abgegeben, die dann nach Verdickung zu dem gewünschten Sirup zusammengestellt werden (blending).

Carrey und Michael erklären uns das in einem kleinen Nebengebäude ihres Hauses, der Abfüllerei ihres preisgekrönten “Wild Country pure Maple Syrup”.

Aber auch Kim und Chuck produzieren in Lutsen Lebensmittel: unser nächster Ausflug führt in ihre Weinkellerei, die “North Shore Winery”.

Trifft sich doch gut, dass sie dort heute auch noch Live-Musik veranstalten 😊.

Ausklingen lassen wir das Ganze am Lagerfeuer im Schnee zurück bei Carrey und Michael:

Ausflüge in die Umgebung mit ihrer herrlichen Natur, mehrfach wunderbare Bewirtung bei Freunden, spannende Vorträge und Anschauungsunterricht im Schneeschuhbau bei der Folk School, die Tage mit Kim und Chuck vergehen unfassbar schnell.

Danke für die wunderschöne Zeit mit Euch!

Für uns geht es auf unserem Roadtrip weiter, zunächst durch Wisconsin und Illinois nach Chicago am Südwestufer des Lake Michigan. Es ist schon dunkel als wir dort ankommen.

Frühe Weihnachtsbeleuchtung und der Beginn der legendären Route 66 fallen ins Auge, aber die geschäftige Stadt bleibt doch nur eine Durchgangsstation, wir fahren nach einer kleinen Tour durch Downtown doch noch bis kurz vor Mitternacht weiter, rasten erst hinter Indianapolis in Indiana. Dann am darauffolgenden Tag weiter durch Ohio, West Virginia und Pennsylvania nach Maryland. Ganz schön viel Strecke in zwei Tagen, aber wir kommen gut (und wie geplant rechtzeitig vor Thanksgiving) bei unseren Freunden Greg und Michael in der Nähe von Washington DC an.

Dort ist noch ein bisschen Ruhe angesagt und dann fliegen wir auch schon bald nach Deutschland. Der erste Teil (also West nach Ost) unseres Roadtrips durch die USA liegt schon hinter uns. Anfang Februar werden wir wieder in die USA fliegen. Dann soll der zweite Teil des Roadtrip-Abenteuers folgen, über eine etwas südlichere Route zurück von der Ostküste nach Westen und nach Vancouver Island.

😁

Ein Tag auf der Straße in Wyoming

Heute gilt es mal wieder, Strecke zu machen. Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern in Jackson, starten gegen 8.00 Uhr. Dann fahren wir den ganzen Tag, mit nur kurzen Pausen, bis wir um 17.00 Uhr in einem Motel in Gillette einchecken. 416 Meilen, also 670 km haben wir zurückgelegt, grob gesagt etwa von West nach Ost. Hört sich nicht sonderlich viel an für 9 Stunden.

Und doch – was für Eindrücke!

Zunächst mal: die ganze Fahrt führt über keine einzige Bundesstaatsgrenze, wir sind ausschließlich in Wyoming unterwegs.

Start in Jackson mit Blick auf die Teton Range

Einen kleinen Abstecher von der Route erlauben wir uns gleich am Ortsausgang von Jackson. Wir würden so gerne noch Elche sehen (hier in Nordamerika „Moose“ genannt). Lisa und Are haben dazu einen Tip parat, nur ein paar Meilen Richtung Kelly, dort sollte es morgens klappen. Und, na klar:

Und dann geht es weiter. Mehrere Pässe von rund 10.000 Fuß bzw. knapp 3.000 m Höhe liegen auf unserer Strecke. Hochebenen, wild zerklüftete Landschaft, Flusstäler, Prärie, alles ist dabei auf der Strecke über Dubois, Shoshoni, Thermopolis, Ten Sleep und Buffalo nach Gillette.

Ein paar Eindrücke von der Strecke (in der Reihenfolge wie das Wetter und die Straßenverhältnisse auch wechselten):

Zwischendurch auch ganz schön anstrengend, die letzten zwei Stunden durchweg festgefahrene Schneedecke, aber: ein ziemlich abwechslungsreicher Tag 😊

Tierisches in Jackson, Wyoming

Nach dem Abstecher in den Yellowstone Nationalpark fahren wir ein kleines Stück zurück bis nach Bozeman, verlassen dann Montana und über teils ziemlich festgefahrene Schneedecken auf den Straßen in Idaho geht es unserem nächsten Ziel entgegen.

Die Grand Teton Mountain Range taucht am Horizont auf, da wollen wir hin.

Ein weiterer Gebirgspass (eben der Teton Pass) ist dafür zu bewältigen, knapp 2.600 m hoch, dann gehts wieder ein bisschen hinunter nach Jackson, Wyoming. Wunderschön auf einer Hochebene (etwa 1.900 m) umgeben von alpinen Gebirgen gelegen, entsprechend derzeit tief verschneit.

Unsere wunderbaren Gastgeber Lisa und Are sind Verwandte von Chief Jan. Sie nehmen uns nicht nur in ihr Haus auf und bewirten uns aufs Köstlichste, sie geben uns auch den Tip, zum nahegelegenen „National Elk Refuge“ zu fahren. Dieses Schutzgebiet für Wapitihirsche wurde bereits 1912 eingerichtet um den Hirschen sichere Winterweideflächen zu ermöglichen. Die Wapiti ziehen mit beginnendem Winter in großen Wanderungen aus ihren Sommerrevieren hauptsächlich im Yellowstone Nationalpark hierher, wo sie leichter Futter finden können (und gegen Ende des Winters auch umstrittene Zufütterungen erhalten). Nach offiziellen Angaben kommen jährlich über 7.000 Wapiti, auch Zahlen über 10.000 werden genannt.

Lisa und Are machen uns zudem Hoffnung, dort auch „bighorn sheep“, also Dickhornschafe entdecken zu können. Und tatsächlich, kaum einen Kilometer hinter der Einfahrt in das National Elk Refuge treffen wir auf sie. Bei den alten Böcken drehen sich die Hörner ganz im Kreis, bilden manchmal gar den Ansatz zu einer zweiten Drehung. Diese hier sind also noch etwas jünger, manche auch noch ganz klein, aber Dickhornschafe können ausgewachsen bis zu 140 kg wiegen. Das Gehörn ist dennoch auch bei den jüngeren Böcken schon ziemlich imposant (bei den Weibchen sind die Hörner kürzer und gehen kaum gekrümmt nach hinten.

Und ein Stückchen weiter sehen wir unsere erste wirklich große Herde von Wapiti-Hirschen (Elk). Über 100 dieser majestätischen Tiere haben sich in der Ebene gleich hinter Jackson versammelt, bei der Weiterfahrt sehen wir noch mehrere, teils sogar deutlich größere Ansammlungen dieser Tiere.

Schon auf der Fahrt nach Jackson haben wir unzählige Hinweisschilder auf Trails gesehen und natürlich möchten wir auch hier in Jackson mit dieser phantastischen Landschaft gerne eine Wanderung machen. Lisa und Are empfehlen uns den Hike zum Taggart Lake im Teton Park und es ist tatsächlich eine herrliche Wanderung auf einem gut 6 Kilometer langen Rundweg. Tourenski-Geher und Schneeschuh-Wanderer haben in den Tiefschnee bereits eine zwar schmale, aber feste Rinne gedrückt. So lässt es sich gut wandern.

Und danach machen wir noch einen Besuch im Ortskern von Jackson. Eigentlich ein Touristenmagnet, aber durch den frühen Wintereinbruch noch nicht überlaufen, zumal die Skigebiete erst später in diesem Monat öffnen werden.

Was ganz besonders ins Auge fällt, sind die vier Torbögen am zentralen Platz, die alle komplett aus echten Hirschgeweihen errichtet wurden.

Wohlgemerkt: dafür musste keines der Tiere geschossen werden. Die Geweihe können im Frühjahr im National Elk Refuge eingesammelt werden, denn im Winter werfen es die Hirsche ab, bilden im Frühjahr „Noppen“ aus und bis zum Spätsommer wächst dann das neue, noch verzweigtere Geweih. Für Nachschub ist also gesorgt.

Ein ganz anderes Abenteuer

Ziemlich genau vor einem Jahr sind wir aus der Chesapeake Bay aufgebrochen, die US-Ostküste hinuntergesegelt (die in diesem Jahr aktuell von “Nicole”, einem eher seltenen Novemberhurrikan heimgesucht wurde), über Mexiko, Panama, Galápagos, Hawai’i, Alaska und durch British Columbia bis nach Vancouver Island gesegelt. 12 Monate, gut 13.000 Seemeilen!

Und jetzt wollen wir von Seattle aus mit dem Auto quer durch die Vereinigten Staaten zurück zur Chesapeake Bay fahren (direkte Strecke ca. 4.370 km,) und spätestens an Thanksgiving am 24.11. in Washington sein. Von heute aus also in zwei Wochen.

Das wird ein weiteres, ganz anderes Abenteuer. Zumal wir ein paar Abstecher eingeplant haben und uns ziemlich nördlich bewegen. Mit Bedacht haben wir uns ein Allradauto ausgesucht und zusätzlich Schneeketten gekauft. Es ist schon winterlich in den Rocky Mountains, und da wollen und müssen wir nun mal rüber.

Einen ersten Vorgeschmack bekommen wir gleich nachdem wir Seattle in Richtung Osten auf der Interstate 90 verlassen haben. Gleich hinter der Stadt beginnen die Berge. Noch nicht die hohen Rocky Mountains, erstmal “nur” die Issaquah Alps und die Cascade Range. Und trotzdem, gerade noch die Segelboote auf dem Puget Sound und jetzt:

Noch vor dem 919 m hohen Snoqualmie Pass biegen wir von der Interstate ab und wandern zu den Franklin Falls.

Winter-Wunderland. Aber die Weiterfahrt beschert uns nochmal eine Pause vor dem weiteren Winter, denn östlich der Cascade Range zeigt sich Washington State ganz anders: extrem trocken. Selbst auf Google Earth im großen Maßstab lässt sich das leicht nachvollziehen, die Farbe wechselt von Grün nach Braun. Die Cascade Range hält die Niederschläge ab, erst die deutlich höheren Rocky Mountains werden wieder bedacht.

Für uns verheißt das bei unserem Besuch der Segelfreunde in Ellensburg schönes Wetter und blauen Himmel.

George und seinen Sohn Ben mit ihrer “Island Time” hatten wir in der Kwatsi Bay kennengelernt und in Campbell River nochmals getroffen. Die Gastfreundschaft von ihnen und Georges Frau Lucy ist umwerfend. Weil ihre Mieter gerade ausgezogen sind, sollen wir doch gerne ihr sonst vermietetes Haus in der Nachbarschaft beziehen.

Sprachlos.

Auch sonst werden wir rundum verwöhnt, bekommen die Universität und die Stadt gezeigt, klönen und diskutieren viel (die US-Midterm-Elections sorgen nochmal für zusätzlichen Gesprächsstoff). Haben einen tollen Abend mit Freunden und Verwandten der drei. Aber auch Zeit für uns, um uns einen ruhigen Tag nach der in Ellensburg vorgenommenem Booster-Impfung mit dem neuesten Covid-19-Impfstoff zu gönnen.

Zum Abschied begleitet uns der passionierte Felsenkletterer Ben noch ein ganzes Stück mit dem Auto und zeigt uns die Frenchman Coulee, einen tollen Ort zum Hiken und Klettern in der wüstenähnlichen Landschaft eines tiefen Canyon.

Für uns geht es danach weiter gen Osten auf der i90, dem mit über 3.000 Meilen längsten US Interstate Highway. Hinter Spokane beginnt der Anstieg in die Rocky Mountains, wir fahren durch den Panhandle von Idaho, dann weiter nach Montana. Von dort soll es in den Yellowstone Nationalpark gehen. Die meisten Straßen dort sind zwar gesperrt und werden erst im Dezember wieder geöffnet – dann aber auch nur für Snowmobile! Der nördliche Eingang und ein kleiner Teil der Straßen ist derzeit noch offen, das werden wir morgen ausprobieren.

Szenenwechsel. Und jetzt Vancouver

Flora ist eingewintert. Auf dem Bild noch “Work in Progress“, alleine die (erschreckend) vielen Borddurchlässe erfordern da ein planvolles Vorgehen. Zudem dürfen natürlich nicht einfach alle Seeventile geschlossen werden, so laufen zum Beispiel die großen Cockpitlenzer durch den Motorraum und können dort mit Seeventilen verschlossen werden – das wäre für den Winteraufenthalt im Wasser allerdings ebenso wenig praktisch wie das Verschließen der von Hallberg-Rassy zum Glück vorbildlich beschrifteten Decksabläufe (Deck Scupper) wie hier unter dem Waschbecken im achteren Bad.

Außerdem haben wir diesen Plan für Lynn und Wulf offen im Schiff liegen lassen, denn die beiden schauen in unserer Abwesenheit nach Flora, dafür sind wir sehr dankbar.

Dann noch das Frischwassersystem frostsicher machen und es ist geschafft. Wir beladen das Auto, bringen Lynn und Wulf den Bootsschlüssel vorbei und los geht’s: “Landurlaub”. Obwohl, der beginnt eigentlich gleich wieder mit einer Schiffsreise. Denn schon in Nanaimo steuern wir unseren Kia auf eine Fähre und so schippern wir unserem ersten Ziel entgegen: Vancouver.

Die Fähre legt ein bisschen außerhalb der Stadt in der Horseshoe Bay an, so müssen wir uns zwar noch etwas durch den Feierabendverkehr mühen, kommen dafür über die beeindruckende und tolle Ausblicke bietende Lions Gate Bridge nach Vancouver hinein.

Am nächsten Tag statten wir dieser Brücke und dem Stanley Park an ihrem südlichen (stadtseitigen) Ende nochmal einen ausgedehnten Besuch ab. Die Brücke ist eines der Wahrzeichen Vancouvers. Wie die (längere, aber mit etwa gleicher Durchfahrtshöhe aufwartende) Golden Gate Bridge von San Francisco wurde sie Ende der 1930er Jahre als Hängebrücke mit zwei Hauptstützpfeilern über einer Meerenge errichtet. Hier in Vancouver allerdings privat, nämlich von der Brauerei-Familie Guiness, die erheblichen Landbesitz nördlich der Enge erworben hatte und diesen an die Stadt anbinden wollte. Wiebke merkt an, dass sich daraus auch die Farbe der Brücke erklärt:

Irisch Grün 😉

Was in Vancouver sofort auffällt ist die große Anzahl von Bäumen. Der Stanley Park als geschlossener Stadtwald trägt dazu bei, aber auch die Straßen selbst zwischen den Hochhäusern Downtown sind gesäumt von jetzt gerade herbstlich bunten Laubbäumen.

Und nicht nur das. Ein Besuch auf der Aussichtsplattform im Bürogebäude „Vanouver Lookout“ macht deutlich, dass sich die Laubfärbung markant durch das ganze Stadtgebiet zieht. Sogar auf den Wolkenkratzern finden sich zum Teil große Bäume.

Aber Vancouver hat noch viel mehr zu bieten. Nicht ohne Grund belegt die mit nur gut 700.000 Einwohnern (2.500.000 in der Metropolregion) gar nicht mal so riesige Stadt regelmäßig einen der vorderen Plätze bei den weltweit nach Lebensqualität beliebtesten Großstädten. Das Meer liegt vor der Haustür, ebenso die Berge. Die nahen Skigebiete der Northshore Mountains sind sind von Downtown nur etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit entfernt, das berühmte Whistler ist in zwei Stunden erreichbar.

Und natürlich gibt’s nicht nur Hochhäuser. Unser Airbnb liegt auf der Grenze zum historischen Gastown mit seiner zumeist aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts stammenden Bebauung (Vancouver wurde erst 1867 gegründet, brannte 1886 ab, entwickelte sich danach aber rasant).

Gastown ist heute eine Szenestadtteil mit vielen Kneipen, sonstiger Gastronomie und auch einer Vielzahl kleiner Geschäfte.

Außerdem mit dem „Canada Place“, dem an Segel erinnernden Gebäude unten am Hafen. Auch dies eins der Wahrzeichen, es ist der vom Architekten Eberhard Heinrich Zeidler als kanadischer Pavillon entworfene Bau aus der Weltausstellung EXPO 86 in Vancouver.

Und natürlich mit der berühmten dampfbetriebenen Uhr, einem weiteren Wahrzeichen der Stadt.

Zum Brunch treffen wir uns am zweiten Tag mit Debora und Rob, die wir aus Panama kennen, bei einem wunderbaren kantonesischen Dim Sum Restaurant weiter im Süden der ausgesprochen multikulturellen Stadt. Herrlich.

Und zurück in unserem Airbnb ist das hier der Ausblick vom Balkon: das Meer und die Schneekappen auf den Bergen blitzen durch. Tagsüber jedenfalls.

😎