Puerto de Mogán

Durch Sönkes Vermittlung hatten wir ja einen Hafenplatz in Puerto de Mogán im Südwesten von Gran Canaria bekommen.

Die Fahrt an Gran Canarias Südküste entlang erinnert, abgesehen von den Dünen bei Maspalomas, doch sehr an die spanische Südküste. Das ist nicht unbedingt ein Kompliment, auch hier finden sich diverse Hotelburgen, so auch noch in Taurito, in der Nachbarbucht direkt vor unserem Zielort.

Der Hafen von Puerto de Mogán dagegen ist kuschelig, in vielerlei Hinsicht. Beim Einlaufen in die uns zugewiesene Gasse fragen wir uns unwillkürlich, ob wir da mit Flora überhaupt hineinpassen. Das Gefühl verstärkt sich, als wir um die Ecke kommen und der Marinero uns in „unseren“ Liegeplatz winkt: die Lücke ist gerade zwei Meter breit, Flora aber gut vier. Das schiebt sich zurecht, signalisiert der Marinero. Na gut, der sollte seinen Hafen kennen. Vorsichtig drücken wir uns hinein, passt tatsächlich. 😊

Der Hafen ist so eng, dass für die äußeren Reihen kein Schwimmsteg vorgesehen ist, wir liegen mit dem Heck direkt am Kai. Das ist spannend, weil die Leinen erst einmal dem Tidenhub von gut 1,5 m angepasst werden müssen und es ja auch so sein sollte, dass wir von unserer Flora aus die an der Pier extra angebrachte Leiter auch einigermaßen erreichen können. Wir spielen ein bisschen mit den Mooringleinen am Bug und den beiden Heckleinen, dann klappt es sowohl bei Hochwasser (Bild oben) wie auch bei Niedrigwasser.

Blick von der Pier hinab bei Niedrigwasser

Die Hafenanlage in Puerto de Mogán wurde in den 80er Jahren um den bestehenden Fischerhafen herum komplett aus einem Guss gebaut und wirkt mit ihren maximal zweistöckigen Gebäuden und den engen Gassen trotz des einheitlichen Stils wie gewachsen. Die manchmal versetzte Bauweise, die verschiedenen Farben der Fenster- und Gebäudesimse und vor allem die üppige Bepflanzung tun ihre Wirkung.

Das umso mehr, als die Gassen oft von Bögen überspannt werden, an denen sich z.B die Bougainvillea (Drillingsblume) zu voller Pracht entfalten kann.

Etwas Nostalgie zeigt sich in einem dreidimensionalen Wandrelief mit dem Namen „El paseo de mis padres“ (der Weg meiner Eltern), der das alte Fischerdorf vor dem touristischen Umbau thematisiert:

(Damals noch 35 Grad, wir haben „nur“ 28 und ein Eisenwarengeschäft (Ferreteria) hat sich zwischen den Restaurants heute auch tatsächlich nicht mehr gefunden)

Aber Fische und Fischer gibt’s auch heute noch im Hafen:

Trotzdem, wenn man die vielstöckigen Hotelburgen der Nachbarschaft anschaut, z.B. das oben angesprochene Taurito …

… fühlt man sich in Puerto de Mogán doch kuschelig aufgehoben. Hyggelig, wie die Dänen sagen, vielleicht sind deshalb so auffallend viele von ihnen hier 😉.

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