Hamburg und Südamerika, die Schweiz und Schweden …, alles an einem Tag.

Die Welt an einem Tag. Und dabei nicht nur schauen, sondern auch schlemmen. Eine kulinarische Weltreise mit nur einigen Schritten verspricht das Miniaturwunderland mit einer Sonderveranstaltung.

Unser Freund Uwe hat uns anlässlich seines Geburtstags zu diesem Event in die Speicherstadt eingeladen. Dort die größte Modelleisenbahn der Welt zu bestaunen ist ohnehin schon klasse, mit Beköstigung dann um so mehr.

Leider, leider kann Uwe dann selbst nicht dabei sein, weil seine Knie-OP dazwischenkommt. Gute Besserung nochmal von hier aus.

Das Miniaturwunderland weiß zu begeistern. Auf über 1.600 qm Modellfläche sind mehr als 16 Kilometer Gleise verbaut, dazu die Gebäudeanzahl einer Kleinstadt und fast 300.000 Figuren. Aber mehr noch als die schiere Größe und Vielfalt fasziniert der Einfallsreichtum und die Kreativität hinsichtlich der Details, die erst bei näherem Hinsehen auffallen. In der Schweiz rollen aus einem verunfallten LKW Käselaibe über die Fahrbahn, im winterlichen Schweden stemmt Pippi Langstrumpf vor der eingeschneiten Villa Kunterbunt ihr Pferd in die Höhe. Im Sonnenblumenfeld versteckt sich ein Liebespaar, darüber schwebt Amor mit Pfeil und Bogen. Die Schokoladenfabrik wirft sogar kleine Täfelchen für die Besucher aus. Skurriles und Witziges verbirgt sich allenthalben. Vom Leuchtturm hinterm Deich schaut Käptn Blaubär auf ein surfendes Känguru. Modellautos sausen kabellos über die Straßen, veranstalten gar ein Formel1 – Rennen mit Überholmanövern. Blaulichter blinken und im Tag-Nacht-Rhythmus verändert sich alle Viertelstunde die Beleuchtung.

In Hamburg brennt das Finanzamt, gibt es Schlagemove an den Landungsbrücken, den Motorradgottesdienst am Michel, die Elbphilharmonie klappt auf Mitmachen-Knopfdruck sogar auf und gibt einen Blick in den großen Konzertsaal frei. Schlepper ziehen einen Tanker unter der Köhlbrandbrücke durch. Am Flughafen versteckt sich unter Flugnummer HH 0004 der Flieger nach „jaaanz weit wech“.

Auch Segler kommen nicht zu kurz: ob mondäne Yachten in Monaco oder einfache Arbeitsboote an der italienischen Küste, ein Gaffelsegler vor Rio oder Shackleton‘s Endurance nebst Beiboot James Caird in der Antarktis, selbst das Forschungsschiff Aldebaran und Boris Hermanns Malizia lassen sich entdecken. Und Fischerboote trotzen im Maßstab 1:87 dem rauen Wetter Patagoniens.

Danke, Uwe!

Als wir nach fast vier Stunden kurz vor Mitternacht das Miniaturwunderland wieder verlassen, zeigt sich die eisbedeckte Elbe mit Flussschifferkirche und dem Michel im Hintergrund dann auch in echter Größe ähnlich magisch beleuchtet und schön wie zuvor die Landschaften im Miniaturformat. Und die Schiffsnamen spannen auch hier draußen den Bogen zwischen der Heimat und der weiten Welt.

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