Wunderland in vielerlei Form: Alice, Hobbits und die Flora

Gemeinsam mit Barbara und Ralph beziehen wir unser nächstes AirBnB, diesmal im fast vier Fahrstunden nördlich von Napier gelegenen Städtchen Gisborne. Schlechtes Wetter ist angekündigt, aber der zu Neuseelands East Cape hinführende Gebirgszug der Raukūmara Range sollte in Gisborne eigentlich das Schlimmste abhalten. Das klappt auch, einen Regentag verbringen wir mit Spielen in unserer „Alice in Wonderland“-Villa. Das über 100 Jahre alte Holzhaus ist tatsächlich nicht nur so benannt, sondern liebevoll-skurril englisch-plüschig eingerichtet mit vielen „Alice“-Bezügen.

Wir genießen die ruhige Zeit mit unseren Schweizer Freunden, von denen wir hier erst einmal Abschied nehmen müssen. Aber in Fiji gibt’s hoffentlich ein Wiedersehen.

Von Gisborne aus führt uns unser Weg bei jetzt wieder besserem Wetter quer über die Raukūmara Range hinüber zur Bay of Plenty und dort nach Tauranga. Die fünftgrößte Stadt Neuseelands ist einer der wichtigsten Häfen des Landes, zugleich aber auch mit seinen langen Stränden, vielfältigen Sportmöglichkeiten und der ausgeprägten Restaurant- und Kneipenszene ein touristischer Anziehungspunkt. Wir verbringen einen schönen Abend mit unserem Segelfreund Michael, der gerade mit seinem Katamaran „Gerty“ hier liegt. Aber am nächsten Tag treibt es uns schon weiter, der Krantermin für Flora naht und außerdem haben wir Karten für „Hobbiton“ ergattert.

Hobbiton? Auf Deutsch „Hobbingen“ genannt, ist es der bekannteste Drehort der Verfilmungen von J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“-Triologie und der „Hobbit“-Geschichten. Quasi das Auenland in Mittelerde, mitten auf der Nordinsel Neuseelands, wo sich die wollfüßigen Halblinge hinter die runden Türen ihrer in die sanften Hügel gebauten Miniaturen-Häuser zurückziehen, wenn sie nicht auf der Festwiese oder im „Grünen Drachen“ ordentlich feiern.

Zweieinhalb Stunden dauert die geführte Tour durch das zu einer Touristenattraktion umgenutze ehemalige Filmset. Viele Details lassen sich auf dem entspannten Spaziergang durch das Dörfchen im Auenland bewundern, abgeschlossen natürlich mit einem Besuch im „Green Dragon“ auf der anderen Seite des Mühlenteiches.

Vier weitere Stunden Autofahrt folgen, wir wollen am Sonntagabend noch an Auckland vorbei und zum Wochenanfang zurück in Whangārei sein. Am Dienstag soll Flora schließlich gekrant werden, letzte Vorbereitungen sind noch zu erledigen.

Dienstag früh wird Flora per Travellift tatsächlich wieder ins Wasser gesetzt …

… aber nur sehr kurz. Drei der 17 getauschten Seeventile sind nicht ganz dicht. Also wieder an Land stellen zur Nachbesserung.

Nicht ärgern, nur wundern!

Morgen früh wird dann der nächste Versuch erfolgen, Flora nach dem umfangreichen Refit wieder in ihr eigentliches Element zu setzen. Drückt uns bitte die Daumen.

Ein Gedanke zu „Wunderland in vielerlei Form: Alice, Hobbits und die Flora

Hinterlasse einen Kommentar