Schnelles Segeln, allerdings werden die Wellen höher und leider auch steiler. Etwa 2 bis 2,5 m hoch rollen sie seitlich an, die meisten laufen unter der Flora hindurch und wiegen sie hin und her. Immer mal wieder ist aber auch ein Dwarslöper dazwischen, der mit voller Wucht an die Bordwand klatscht und uns ordentlich durchschüttelt.
Diese Bedingungen lassen dann auch bei Wiebke und mir ein flaues Gefühl im Magen aufkommen. Nicht dramatisch, aber eben auch nicht schön. Wir nehmen eine Seekrankheitstablette, und wir liegen viel, schlafen viel.
Ein unbekanntes fiependes Geräusch im Mastbereich schreckt uns auf, es entpuppt sich nach einiger Suche als Fehlalarm des Wassermelders in der Bilge am Mastfuß.
Mehr Sorge macht uns danach bei einer besonders widrigen Welle ein Knarz- oder Durchrutschgeräusch in der Steuerung. Die Nullstellung des Steuerrads scheint sich dabei verstellt zu haben. Kein großer Spaß, bei diesen Bedingungen die Achterkoje auseinander zu nehmen und den Quadranten freizulegen. Muss aber sein. Die Klemmschrauben am Ruderschaft scheinen aber fest zu sein. Wir wechseln vom Lewmar auf den Furuno-Autopiloten und bisher ist das Geräusch nicht wieder aufgetreten. Das müssen wir uns aber wohl in Ruhe am nächsten Ankerplatz noch einmal genauer anschauen.

Etmal 169 Seemeilen, gesamt bisher 320 Seemeilen. Noch zu Segeln bis Minerva ca. 490 Seemeilen.
Essen: Wiebke schafft es, trotz der Bedingungen noch einen Hühnernudeltopf zu kochen.