Tag 8 Passage Bahamas USA: Ankunft

Wir werden verwöhnt mit einem weiteren wunderbaren Segeltag. Und davor einer schönen Segelnacht. Der nicht mehr ganz volle Mond geht erst drei Stunden nach Sonnenuntergang auf, Zeit genug für einen beeindruckenden Sternenhimmel, zudem mit Jupiter und Saturn, denen dann an der Perlenschnur später der Mond und in seinem Gefolge auch noch Mars folgen.

Das gefürchtete Kap Hatteras zeigt sich von seiner besten Seite, mit mäßigem achterlichem Wind und Schiebestrom passieren wir nachts einigermaßen dicht unter Land in nur 14 bis 20 m tiefem Wasser, sehen aber trotzdem nur blinkende Lichter auf seiner schmalen Landzunge.

Morgens um 6.00 wird Wiebke dann aber auf ihrer Wache in eine Kiefernduftwolke gehüllt, ein Erlebnis, dass wir am Nachmittag oben bei Virginia Beach noch einmal gemeinsam haben werden. Dort, am Eingang zur Chesapeake Bay trifft uns ein warmer Landwind, der so intensiv und süßlich nach Kiefernnadel riecht, da werden Kindheitserinnerungen an Badewannenschaumbäder wach.

Auffällig ist, wie seit dem Passieren von Beaufort kurz vor Kap Hatteras der Schiffsverkehr zugenommen hat. Frachter, Fischer, Hochseesportfischer und, je näher wir der Chesapeake Bay kommen, auch viele Baggerschiffe und Schleppverbände mit Schuten. Außerdem nimmt auch der Luftverkehr massiv zu, vor allem diverse militärische Flugzeuge lassen sich sehen und hören.

Aber zur Begrüßung sichten wir erstmals seit langem auch wieder Delfine, wenn auch in einiger Entfernung. Dafür schwimmt eine wirklich große Schildkröte ganz dicht vorbei. Muss sie auch, sonst hätten wir sie nicht gesehen. Das Wasser ist hier deutlich trüber, weit kann man nicht hineinschauen.

Mittagsetmal 160 sm.

Kurz vor dem Ziel nimmt der Wind dann kräftig zu, gepaart mit dem Knoten Gegenstrom auf den letzten zwei Meilen wird es noch einmal ruppig. Und auch unser Ankerplatz im Mill Creek vor Hampton (über den gerade wieder eine 28 kn/Windstärke 7 Böe pfeift) ist bei diesen Bedingungen ziemlich choppy. Ist uns aber egal, selbst der inzwischen völlig ungewohnte Autolärm, der von der nahen Brücke herüber weht und die Windgeräusche übertönt, er stört uns jetzt nicht. Wir sind glücklich, hier zu sein. Und wir sind müde, ein Ankerbier, die Anmeldung unserer Ankunft bei den US-Behörden über die App CBP-ROAM (Antwort steht noch aus) und jetzt wollen wir erstmal schlafen.

Die Fotos des Törns werde ich dann in den nächsten Tagen nachreichen.

5 Gedanken zu „Tag 8 Passage Bahamas USA: Ankunft

  1. Sehr schick! Der Landduft ist immer etwas Besonderes. Wir haben die Reise natürlich verfolgt – unser=Euer Ankerplatz am Mill Creek erinnert uns an den Marinewahnsinn in und um Norfolk im vergangenen Jahr…

    Willkommen und viel Spaß in der Bay!

    Gefällt 2 Personen

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