ZurĂŒck im Wasser đŸ€©

Es ist immer aufregend, wenn der eigene Dampfer in Gurten hĂ€ngend in der Luft schwebt, der Kran (Travellift) sich in Bewegung setzt und mit leichtem Schaukeln das Boot zum Wasser karrt. Dann – ganz langsam – hinunterlĂ€sst. Wir springen an Bord, kontrollieren die Seeventile und 



 😖. Eins tropft. Nicht viel, aber eben doch stetig. HALT, Gurte noch nicht losmachen. Bei genauerer Kontrolle stellt sich heraus, dass nicht das (neu eingesetzte bronzene) Seeventil der Klimaanlagenpumpe undicht ist, sondern der nur der Deckel des Seewasserfilters darĂŒber. Einmal aufmachen, neu mit Vaseline einsetzen, gut aber nicht zu fest zuschrauben, dicht. Erleichtert geben wir das Signal, dass die Gurte jetzt doch weg können. Der Motor, die Klimaanlage und der Generator mĂŒssen noch gecheckt werden. Das geht erst im Wasser, aber natĂŒrlich nicht an der Kranstelle. Also werden wir an einen Liegeplatz geschleppt und können dort in Ruhe alles erledigen.

Hm. In Ruhe? Ein bisschen mehr Ruhe, als wir uns gewĂŒnscht hatten. Am Donnerstag eingewassert, dĂŒrfen wir noch bis Sonntag auf dem Liegeplatz bleiben, dann mĂŒssen wir weg. VerlĂ€ngern ist nicht möglich, der Hafen ist voll.

Egal, heute passiert eh nix mehr, fahren wir also auf die Bootsmesse nach Annapolis und treffen mit Annemarie, Volker (escape), Mareike (Moana), Kim und Chuck (La Rive Nord) alte Bekannte endlich wieder.

Nicht wie besprochen am Donnerstag, auch nicht am Freitag, sondern erst am Samstag (immerhin) kommt der Motor-Spezialist und erledigt seine Restarbeiten einschließlich des SpĂŒlens der KĂŒhlkreislĂ€ufe mit einer Reinigungslösung, die Kalkverkrustungen und etwaigen Muschelbewuchs entfernt. Das muss einige Zeit einwirken, danach erst können wir die Maschinen starten.

Klappt beim Motor wunderbar. Beim Generator 



 leider nicht so perfekt. Er startet zwar, stellt sich aber nach zehn Minuten selbsttĂ€tig ab: „FEHLER AC-1 SPANNUNG“. Hm. Zugegeben hatten wir diese Fehlermeldung zuletzt gelegentlich, wenn wir starke Verbraucher angeschlossen hatten und das BatterieladegerĂ€t ebenfalls unter Last arbeitete. Dem hĂ€tten wir uns demnĂ€chst eigentlich in Ruhe widmen wollen, aber jetzt mĂŒssen wir es vorziehen. Na gut. Die wahrscheinliche Ursache sind nach gleichlautender Aussage im Manual und den Internet-Foren defekte Kondensatoren („Capacitors“, elektronische Bauteile, die die Spannung regeln). Nach einiger Suche und einem Anruf beim technischen Support von Whisperpower in Holland finde ich sie.

Bloß, wo kriege ich jetzt auf die Schnelle Ersatz her? Es gibt in Annapolis einen Whisperpower-HĂ€ndler, aber derzeit ist Messe, die AuftragsbĂŒcher sind voll und Termine kaum zu bekommen. Aber Mike schaltet sich ein, lĂ€sst seine Beziehungen spielen und fĂŒr Dienstag kĂŒndigt Nate von Hortonmarineservices seinen Besuch mit Ersatzkapazitatoren an. Wow.

Allerdings können wir bis dahin eben nicht in Herrington im Hafen bleiben. Wieder durch Vermittlung von Mike bekommen wir einen eigentlich unpassenden „Not“-Platz gegenĂŒber bei Shipwright fĂŒr einige weitere Tage.

Das ist mehr als gut, denn unsere Shades fĂŒr das Bimini sind zwar in letzter Minute fertig geworden, allerdings sind am Bimini selbst noch in paar Nachbesserungen zu erledigen, die tatsĂ€chlich auch erst am Dienstag fertig sind. Zwischendurch haben wir es allerdings an Bord und können unsere Sunware-Solarpanele wieder auf ihm befestigen, die Loxx-Knöpfe dafĂŒr lassen sich vom alten Bimini wiederverwenden. Auch wenn es ein befremdliches GefĂŒhl ist, in das niegelnagelneue Bimini gleich 20 Löcher zu stanzen 😬, wir wagen es und es passt.

FĂŒhlt sich gut an, nun (soweit wir es beurteilen können) endlich alles auf Stand zu haben. Jetzt lockt die schon leicht herbstliche Chesapeake Bay und dann der Weg nach SĂŒden.

Pura Vida.

Ein Gedanke zu „ZurĂŒck im Wasser đŸ€©

  1. Beim Einbauen der Kapazitoren darauf achten, dass sie gut sitzen und keinen starken Vibrationen ausgesetzt sind. Als mir in Mindelo Neue eingebaut wurden, hat niemand darauf geachtet. Vor den Kapverden war einer schon wieder Schrott. Zum GlĂŒck hatte ich Reserve dabei. Selber eingebaut – seitdem lauft der Generator!

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